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Wellington

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Mittwoch, 22. Februar 2017, 00:37

[Review] Saga - Age of The Wolf: Was soll das denn?

Nachdem das Age of the Wolf nun vor fast einem Jahr erschienen ist, haben wir endlich eine Kampagne durchgespielt. Zeit mal seine Meinung zu dem Produkt aus dem Hause Gripping Beast und Studio Tomahawk loszulassen. Da ich grundsätzlich nur die englischen Orginalregeln verwende, kann ich meinen Senf nur zu den englischen Regeln abgeben. Wie die Übersetzung ist … Keine Ahnung?

Tja was soll man sagen …

Was ist drinnen?

  • Einführung ins Konzept
  • Bauen der Warband
    Der Warlord bekommt eine Motivation, Traits und Special Rules. Dadurch funktioniert jeder Warlord anders und man sollte eine passende Strategie in Kampagne verfolgen. Jeder Warlord kauft sich für 4 Punkte eine Truppe und errechnet dann seine Power. Die Power addiert sich aus Wealth, Land, Reputation und der Anzahl der Einheiten.
  • Kampagnen Zug
    Zu Beginn eines Zuges gibt jeder Spieler einen Zug ab (Defend, Raid, Campaign). Anhand mehrere Tabellen und ein paar Würfeleien erhält man das Szenario das gespielt wird.
  • Pre Battle Phase
    Der Aggressor wählt die Punktezahl der Schlacht, die Warbands werden zusammengebaut und unter Umständen können noch Mercenaries und Truppen von Alliierten angeheuert werden.
  • Schlachten
    Die Schlachten findet man in den SAGA Grundregeln und im Age oft the Wolf. Dadurch dass man seine Truppe nicht so optimieren kann wie man es gewohnt ist, sind vertraute Szenarien plötzlich wieder sehr überraschend.
  • Post Battle Phase
    Nach der Schlacht werden Verluste und Siegpunkte berechnet, Kampagnenpunkte verteilt, Verstärkung gekauft und auf der Fate Table gewürfelt. Auf der Fate Table kann es gute und schlechte Ergebnisse geben, wie Verstärkung, Unglücke, Reichtum, Revolten.
  • Szenarien
    Es gibt 5 Szenarien, sie aus meiner Sicht sogar sehr gut sind.

Das Grundprinzip der Kampagne ist eigentlich sehr gut. Die Warlords und damit die Warbands haben auf Grund der Traits und Motivation sehr unterschiedlichen Charakter. Dadurch dass die Einheiten, wenn sie angeschlagen
sind, nicht automatisch aufgefüllt werden kann die die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Truppe sehr schwierig werden. Da die Püppchen ganz normal mit Punkten eingekauft werden, aber die Einheiten nicht aufgeteilt oder beliebieg rekombiniert werden können, kann man Anfälle von Verzweiflung erleben. Falls man zu wenig Land, Reputation oder Wealth hat, muss man eventuell Einheiten zum Ernteeinsatz schicken und sie
dürfen überhaupt nicht mehr eingesetzt werden.

Im Großen und Ganzen ist es ein schlankes, elegantes System mit dem man die Höhen und Tiefen einer
Kampagne durchleben wird. Ungerecht, unbalanciert, tragisch … Sowas selbst zusammenzubasteln würde zu mindestens mir sehr viel Zeit kosten. Also eigentlich super und trotz seiner stolzen 15 Pfund für so eine 34 Seiten Broschüre eigentlich seinen Preis wert …

Eigentlich …

Eigentlich erwartet man, dass man so ein knappes Regelwerk eigentlich vollständig und ohne Fehler veröffentlich, vor allem bei einem so stolzen Preis. Aber Gripping Beast hat sich hier eine ziemliche Unverschämtheit geleistet.

Die Regeln sind unvollständig, widersprüchlich und unübersichtlich geschrieben. Schon nach sehr kurzer Zeit kam dann auch schon ein launiges, unverständliches und unübersichtlich geschriebenes FAQ raus. Ein weitere Unverschämthiet. Das Ding ist alles ausser ein FAQ! Eher launiges Genöhle …

Ohne das FAQ und unseren Hausregeln wäre die Kampagne nicht spielbar gewesen.

Was uns am meisten genervt hat.
  • Wiedersprechende Traits
  • Unvollständig beschriebene Szenerien
  • Unvollständige Erklärung der Alliierten Regeln, besonders wie man diese einsetzt.
  • Unklarheiten bzgl. der Verwaltung der Einheiten während der Kampagne
  • Unklarheiten wer in den Szenarien Aggressor, Angreifer und Defender ist.
  • Der größte Bock, den sie geschossen haben ... Wenn man genügend Power hat, erhält man einen Campaign Victory Punkt, egal ob man eine Schlacht gewinnt oder verliert. Die Folge ist dass man so einen Spieler der vorne liegt am besten nicht mehr angreift, damit er nicht davonzieht. Vielleicht lag’s an unserer Strategie in der Kampagne, unser Sieger konnte nicht mehr gestoppt werden.

Fazit

Also einerseits super und absolut zu empfehlen. Man kauft sich ein tolles Gerüst für eine Kampagne, die viel Spaß macht. Zum anderen eine absolute Frechheit so was zu verkaufen! Das kann man jetzt auch nicht mehr mit englischer Lässigkeit verteidigen, sondern das ist einfach Schlamperei und eine Unverschämtheit.

Aber ich würd wieder kaufen! Es ist phantastisch! :dance4:

Hier ein paar Links
"Die Entwicklung der letzten Jahr zeigt dass im WWW nicht die Schwarmintelligenz, sondern die Schwarmdummheit gewinnt."

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alabastero

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2

Mittwoch, 22. Februar 2017, 06:25

Danke für das audführliche Review. Ich habe es bislang auch nur durchgelesen, aber da fallen einem so grobe Schnitzer noch nicht auf. Wenn wir es selbst mal umsetzen, werden wir auf jeden Fall vorher eure Hausregeln zu Rate ziehen.

Skirmisher

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3

Mittwoch, 22. Februar 2017, 06:53

Gibt es irgendwo n Link zu diesen FAQ?
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hallostephan

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Mittwoch, 22. Februar 2017, 10:38

und die deutschen regeln, sind die bereinigt? Weiss das jemand?
Ich warte ja auf das deutsche A+A, weil ich hier keine Mehrerkampagne sehe.
Also auf jeden Fall aber mal danke, auch für die Ergänzungen, die sicher hilfreich sind, so oder so! Und die klaren Worte :mosking:
es ändert sich ständig was, auch in den gespielten Systemen! :smiley_emoticons_outofthebox:

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5

Mittwoch, 22. Februar 2017, 10:47

Ich habe die Kampagne noch nicht gespielt, aber auch beim Lesen merkte ich schon, dass die Erweiterung nicht von Studio Tomahawk sondern von Gripping Beast geschrieben wurde. ST legt da beim Ausarbeiten mehr Sorgfalt an den Tag.

Wellington

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6

Mittwoch, 22. Februar 2017, 11:18

@Skirmisher
Den Link findest du auf der GB Seite
"Die Entwicklung der letzten Jahr zeigt dass im WWW nicht die Schwarmintelligenz, sondern die Schwarmdummheit gewinnt."

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Donnerstag, 16. März 2017, 23:13

Im deutschen Regelwerk ist das FAQ bereits eingearbeitet.

Wraith

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8

Freitag, 17. März 2017, 10:55

@Wellington: Es ist eigentlich in vielem genau so wie du sagst. Eigentlich sehr cool, aber es hat diese typische Schlampigkeit von ein paar Kumpels die ihre (guten) Ideen zusammen in ein Buch schreiben. "Wird schon passen, wenn was unklar ist, würfelt einen Würfel, oder macht halt wie ihr denkt".


Das ist echt so etwas, was mir wie typisch britischer Stil vorkommt. Zum Glück nicht immer!!! Aber Swordpoint schlägt da in eine ähnliche Kerbe. Man liest es, weiss genau, dass der Autor selbst weiss wie es funktionieren soll, es aber nicht hinbekommen hat es für andere verständlich oder vor allem vollständig genug zu formulieren. Immer dieses "ein paar Hobby-Kumpels schreiben ein Buch". Wenn Studio Tomahawk da mehr hinterher wäre, wäre das in dem Fall nicht passiert, denn die finde ich qualitativ sehr weit oben was Regeln schreiben angeht.

Ich will das garnicht zu hochnäsig bemängeln, denn das ist echt alles andere als einfach. Ich hab ja selbst schonmal im kleinen versucht eigene Regeln verständlich in Schriftform zu bringen... das ist echt schwer! Ich hab auch relativ schnell aufgegeben. Da merkt man den Autoren schon echt Unterschiede an.
Man kann ehemaligen GW-Leuten wie Cavatore und Priestley ja echt viel vorwerfen, was z.B. mangelnde Innovation angeht... aber die können z.B. Regeln ziemlich gut zu Papier bringen (sind ja auch fast immer die gleichen Mechaniken :-D ).

Insgesamt finde ich das Buch (vor allem die Deutsche Fassung, wo einige Punkte ausgebügelt wurden) aber auch wirklich nicht katastrophal, es gibt halt einige kleinere Mängel, die einem dann oft erst in der Praxis richtig auffallen.
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Freitag, 17. März 2017, 11:03

Habt Ihr Artus schon und ergänzt es die dortige Kampagne, von der Spieleranzahl abgesehen, oder reicht Artus?
es ändert sich ständig was, auch in den gespielten Systemen! :smiley_emoticons_outofthebox:

Wellington

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Freitag, 17. März 2017, 11:18

Die Age of Arthur Kampange hat nichts mit Age of the Wolf zu tun. Es ist ne Zweispielerkampagne.
"Die Entwicklung der letzten Jahr zeigt dass im WWW nicht die Schwarmintelligenz, sondern die Schwarmdummheit gewinnt."

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