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Decebalus

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1

Montag, 22. März 2010, 08:58

Big Battle DBA - Probleme

Gestern habe ich mal wieder DBA24 gespielt und dabei sind mir zwei Probleme aufgefallen. Mich interessieren jetzt nicht offizielle / turniertaugliche Lösungen - die gibt es wohl nicht. Mich interessiert eher die Meinung von Spielern, die DBA 24 oder BBDBA aus Spaß spielen, weil es ein raffiniertes, simples System ist und außerdem ziemlich flott geht.

Wir spielten Deutsche gg. Tartaren mit osmanischen Alliierten. Zwei Probleme:

1. Wie bei jedem BBDBA-Spiel, das ich bisher gespielt habe (waren wohl 4!?), fand ich, dass im Unterschied zu normalem DBA die Dynamik enorm runter geht. Wo man bei der kleinen Fläche von DBA mit schnellen Bewegungen reagieren kann, ist es praktisch bei BBDBA unmöglich mal Truppen zu verschieben oder auf die Entwicklung an einer Flanke zu reagieren. Helfen würde hier wohl einen Regel wie bei DBM, dass man auch mehrfach ziehen kann.

Kurze Zwischenfragen: bei Mehrfachbewegung:, zählt da die Kommandofeststellung (1200 Schritt) nur am Anfang der Mehrfachbewegung oder bei jedem Bewegungschritt?

2. Die Demoralisations-Regel funktioniert ja wohl überhaupt nicht! Wir hatten folgende Situation: Meine vorstürmenden Ritter wurden demoralisiert. Ich schaffte zwei Runden lang 5 bzw. 6 PIPs und konnte sie daher alle halten. Sie haben dann aber Gegner vor der Nase gegen die sie nicht agieren dürfen. Das ist schon hohl. Da steht 100 Schritt vor den Rittern Kavallerie und sie schauen nur zu. Das klügste für meinen Gegner wäre gewesen, nichts zu machen, bzw. solange um meine Ritter rumzutanzen, bis er den 100% Angriff hat. Er war jetzt so fair/angriffslustig/lebensmüde und hat angegriffen. Was passiert. Meine Ritter prallen genau so zurück, dass sie zu zwei Gruppen werden, so dass ich sie mit meinen PIPs immer weiter halten kann. Und: Ich kille ihm auch ein Element, so dass seine Flanke nun auch demoralisiert ist. Damit stehen sich jetzt beide Flanken gegenüber und garnichts passiert mehr. Irgendwie etwas hohl.

2

Montag, 22. März 2010, 09:31

Hi Decebalus,
da ich auch gerne DBA bzw. DBA24 spiele mal meine Ansichten dazu, nicht unbedingt Lösungen für Dich fürchte ich. Aber vielleicht ein Ansatz nicht so unzufrieden mit den Regeln zu sein wie sie derzeit laufen.

zu 1. Wenn man mehrfach Züge generell erlaubt brauchen Psiloi und Light Horse wieder einen Ausgleich dafür denke ich. Ausserdem werden dann Flankenvorstösse genauso vereinfacht wie die Reaktion. Ausserdem ist das Spielfeld bei DBA24 ja nur um 50% vergrössert, die Armeen jedoch um 100% da sehe ich jetzt nicht das der Platz an den Flanken zu gross geworden ist, eher wurde es noch enger. Und üblicherweise ist die Kritik an DBA ja das man besser auf 75*75cm² spielt, von daher kann ich diese Schwierigkeiten auch nicht recht nachvollziehen. Allerdings habe ich auch erst 2-3 Mal DBA24 gespielt.

zur Zwischenfrage: Man misst jedesmal neu, stellt auch jedesmalneu fest ob die Reiter noch/wieder im Sichbereich sind etc.

zu 2. Die Demoralisierung geschieht sehr plötzlich, das finde ich etwas heftig. Man merkt an dieser Stelle besonders deutlich, das man eigentlich zwei Armeen spielt und nicht eine zusammengefasste Armee aus zwei Listen. Die Halten Regeln erlaubt es einzelne Elemente einer Armee auf dem Rückzug/auf der Flucht noch ein wenig im Spiel zu halten. Dabei schaffen es vielleicht ein paar Elemente im Kampf zu bleiben bzw. eine ZoC bei zu behalten. Mehr ist aber nicht mehr drin, die wollen niciht mehr ernsthaft kämpfen, bekommen ja auch einen -2 auf den Kampffaktor. Da ist es nicht sehr sinnvoll mit diesen Elementen noch zu kämpfen, sie sind ja schon geschlagen. Es ist schon gut wenn man so viele pips für sie würfelt und damit die Flanke noch etwas den Gegner verzögert. Man hat dann noch eine Chance in ein bis zwei Runden auf dem anderen Flügel ein Unentschieden herauszuholen.

Gruss Christof

Decebalus

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3

Montag, 22. März 2010, 10:13

Danke für die Hinweise.
zu 1. Wenn man mehrfach Züge generell erlaubt brauchen Psiloi und Light Horse wieder einen Ausgleich dafür denke ich. ...

Ausserdem werden dann Flankenvorstösse genauso vereinfacht wie die Reaktion....

zu 2. Die Demoralisierung geschieht sehr plötzlich, das finde ich etwas heftig. ...
Ps/LH ist ein guter Einwand. Könnte man etwas in den Griff bekommen, wenn etwa nur eine weitere BEwegung erlaubt wäre o.ä.

Mir geht es nicht um offene Flanken oder ähnliches. Sondern darum, dass die Regeln auf einem größeren Tisch (und ich spiele gerne auf großen Tischen) ziemlich undynamisch werden. Wenn wir auf der Tactica mit drei gegen drei Spielern gespielt haben, dann macht das nichts, weil man eigentlich drei paralell verlaufende Spiele spielt, die nur geringe Interaktion haben. Aber schöner wäre es halt doch, wenn das eine große Schlacht sein soll, wenn mehr Bewegung möglich wäre. Wenn ich auf einer Flanke gewinne bei BBDBA, werde ich wahrscheinlich meiner anderen Flanke garnicht zur Hilfe kommen können.

Das Problem mit der Demoralisation ist doch, dass man weiterspielt. Wenn die Regeln sagen würden: Die Division/Flanke ist gebrochen und rennt vom Tisch, wäre ja alles gut. Aber so spielt man weiter, kann aber garnichts machen. Das ist übrigens bei Mehrpersonen-Spielen besonders nervig. Eigentlich muss ich noch dasitzen, um meine Truppen zu halten. Ziemlich sinnlos. Wenn es weiter geht, dann sollte ich auch für einen kurzen Zeitraum noch etwas machen können. Und in unserem Fall: zwei gebrochene Flanken sich gegenüber, wird es ja besonders sinnlos.

4

Montag, 22. März 2010, 10:29

Wie wäre es damit den Ps im ersten Zug einen freien Zug zu erlauben und alle anderen Elemente ausser LH ihre Zusatzzüge doppelt bezahlen zu lassen? Das wäre auch mein Ansatz wenn man unbedingt ein Spiel machen möchte bei dem ein gebrochenes Kommando noch kämpfen soll. Wenn man da noch jemanden zum Angreifen motivieren will kostet das halt extra pips. Das würde ich bei einem Mehrspieler-Spiel vielleicht auch so machen. Aber eigentlich ist es halt doch so -das Kommando ist gebrochen -damit ist sozusagen alles gut ;) Und wenn man dann nicht nur um seine Einheiten zu halten noch am Tisch bleiben mag würde ich das vielleicht dem noch aktiven Spieler überlassen. Wobei das Spiel dann ja eigentlich nciht mehr lange dauert.

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5

Montag, 22. März 2010, 22:56

... DBA24 sind im Gegensatz zu DBA + BBDBA "nur" Hausregeln. Diese sind nicht immer bis auf's letzte Jotta durchdacht. Ich habe vor dem Erscheinen von DBA2 oft mit 24 oder mehr Elementen gespielt, aber bei 24 verwndeten Elementen immer das Gefühl von Leere auf der doppelten DBA-Platte empfunden. Mit 36 Elementen, BBDBA also, wirkt's für mich eben doch "richtiger".
Dazu kommt, das DBA eigentlich keine zusätzlichen Moralregeln kennt, die Moralwerte stecken doch schon in den Kampffaktoren der einzelnen Truppentypen drin. An den DBA-Mechanismen herumschrauben ist zwar nicht verboten, aber kniffliger als es auf den 1. Blick scheinen mag.

Ich mag bei BBDBA die starre Würfelzuteilung nicht + lasse diese bei meinen Partien weg...
...DBX-Regeln zum 'Runterladen: DBA2:2 + so... noch mehr: R19 fur's 19. Jahrhundert + andere Regeln...

Decebalus

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6

Dienstag, 23. März 2010, 12:16

... DBA24 sind im Gegensatz zu DBA + BBDBA "nur" Hausregeln. Diese sind nicht immer bis auf's letzte Jotta durchdacht.
Allerdings habe ich nur offizielle Regeln kritisiert, die bei BBDBA genauso sind.

Ich war wohl auch nicht klar. Mein Problem ist nicht, wie voll oder leer das Schlachtfeld ist. Sondern, dass DBA eigentlich nicht "mitwächst". Andere Regeln passen sich einem größeren Tisch an (FOW macht das etwa perfekt.), DBA dagegen wird, so mein subjektiver Eindruck, etwas lahm.

Das mit den Würfeln finde ich auch doof. Wir haben einfach getrennt gewürfelt. Funktioniert natürlich gut.

7

Montag, 5. April 2010, 00:09

Mein Problem ist ... dass DBA eigentlich nicht "mitwächst". Andere Regeln passen sich einem größeren Tisch an (FOW macht das etwa perfekt.), DBA dagegen wird, so mein subjektiver Eindruck, etwas lahm.
Es ist hilfreich mal das Vorwort zu lesen, insbesondere den ersten Satz des 2.Absatzes (Version 2).
Dieses Regelwerk ist bewußt darauf ausgelegt, möglichst simpel zu sein.
Aus einer Ente kann man eben - und wenn man noch so viel tuned - keinen Sportwagen machen.
Für Leute die das wollen hat der Autor die großen Brüder entwickelt.

T.

Decebalus

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Dienstag, 6. April 2010, 11:01

Es ist hilfreich mal das Vorwort zu lesen, insbesondere den ersten Satz des 2.Absatzes (Version 2).
Dieses Regelwerk ist bewußt darauf ausgelegt, möglichst simpel zu sein.
Aus einer Ente kann man eben - und wenn man noch so viel tuned - keinen Sportwagen machen.
Sorry, finde ich ein schwaches Argument. Die BBDBA Regeln sind ganz offiziell im Regelbuch. Der Sportwagen, der eine lahme Ente ist, wird also vom Werk geliefert.

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9

Samstag, 10. April 2010, 23:17

BBDBA

Hallo miteinander

ich habe kürzlich mit Vodnik SYW mit DBX Hausregeln gespielt,die man bei Vodnik runterladen kann.Big Battle Brett war uns zu klein und dann spielten wir auf dem DBM Brett 180x120cm mit 4Armeen a12 Elemente und die Würfel frei zuteilbar.Es wurde nur die Reichweite verdoppelt.Ansonsten wurde alles beibehalten und wir hatten unseren Spass dabei

Grüsse Divico

Frank Bauer

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10

Donnerstag, 15. April 2010, 15:44

Moin Frank,
ich finde du hast völlig Recht, wenn du behauptest, daß die Moralregeln für gebrochene Truppenkontingente bei BBDBA oder DBA24 Schrott sind. Das meiner Meinung nach einzige, das bei DBA schlecht ist.
Das könnte man umgehen, wenn man stattdessen den Bruchpunkt der gesamten Armee bei 8 bzw. 12 Elementen setzt. Also tatsächlich nicht 2 bzw. drei Armeen parallel spielt, sondern eine große. Das könnte man auch auf die Kommandanten beziehen, muß man aber nicht. Das Spiel dauert dann wahrscheinlich nur länger.

Was die Bewegungsverlängerung betrifft, teile ich zwar deine Ansicht des lahmen Spiels nicht, aber es wäre sicher möglich, Truppen mit zusätzlichen PIP's doppelt bewegen zu lassen, wenn sie dabei x MU von gegnerischen Einheiten weg bleiben. Um einen Ausgleich bei den LH zu schaffen, könnte man deren Kommandoreichweite leicht erhöhen. Das käme deinem Wunsch nach raumgreifenderen Aktionen auch zu Gute.

Wie Vodnik schreibt, ist es nicht wirklich einfach, in die Regelmechanismen von DBA einzugreifen ohne das gesamte Spielgleichgewicht zu kippen. Die erwähnten Veränderungen halte ich aber für möglich.
Besucht die Hamburger Tactica!

http://www.hamburger-tactica.de:thumbup: