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Maréchal Davout

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Mittwoch, 29. Januar 2014, 19:47

Ich werde deinen Tipp mal austesten, Greymouse, danke!

Maréchal Davout

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42

Donnerstag, 30. Januar 2014, 08:33

2. Korpskommandeur: General Loison

Hier der zweite Korpskommandeuer: General Loison








Maréchal Davout

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43

Donnerstag, 30. Januar 2014, 23:55

Marschall Massena!

Marschall Massena, Befehlshaber über die Armee von Protugal (noch!) weist den Weg für das, was morgen da noch kommen wird:


Thomas Kluchert

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Freitag, 31. Januar 2014, 07:36

Einfach klasse, was und in welchem Tempo du hier ablieferst. Top! Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Zu 1/72 uns Washes bzw. Dippen:
Ich bin ja bekennender 1/72 Fan und dippe fast alle meine Miniaturen. Tatsächlich kann man die Dipfähigkeit nicht verallgemeinern. Während Figuren von Zvezda und Caesar hervorragend geeignet sein, weil sehr sie scharfe Details haben, hat HäT da eher einen Nachteil. Es geht aber beides. Washes erzielen meiner Meinung nach einen anderen Effekt, da sie andere Fließeigenschaften haben und nach dem Trocknen heller sind, als der Dip. Es entsteht allerdings ein Farbschleier durchs dippen, der bei meiner Epoche, der Antike, durchaus passend ist, während er beim napoleonischen stören würde. Ich würde entweder den hellen Dip testen, der ja extra für weiß gemacht sein soll (habe ich nie selbst benutzt). Oder den ganz dunklen, weil der schärfere Kontraste hervorbringt und fast ohne Farbschleier trocknet. Mit letzterem hat z. B. Knodd Olafson hier aus dem Forum gute Erfahrungen in kleinen Maßstäben gemacht. Ich persönlich habe meinen Wechsel zum Army Painter jedenfalls nie bereut.

Rusus

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45

Freitag, 31. Januar 2014, 08:43

Tolles Projekt. Verfolge jedes neues Base hier mit großem Interesse. Bewundernswert, was Du hier so raushaust. Topp.
Gruß und Nice Dice
Rusus
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46

Freitag, 31. Januar 2014, 10:39

Schön, dass meine Figuren erfreuen! Zuspruch motiviert doch enorm :)

Tuschen/Dipp: Ja, die Unterschiede, die du, Thomas, benennst, gibt es da auf jeden Fall! Revell und Esci gehen eher in die HäT-Richtung, was flachere Konturen angeht. Werde auch mit mehr Washes experimentieren.
Ist der Army Painter Dipp gemeint? Hatte ich mir auch überlegt, zu kaufen.

Greymouse

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47

Freitag, 31. Januar 2014, 11:27

Ja ich hab den kunstharz/ mineralölbasierten Armypainter gemeint, den Dark Tone (der enthält keine Brauntönung)
Mit meiner brandneuen ergonomischen Gamingtastatur geschrieben. Kryptische Wortschöpfungen sind tastatur-, geschicklichkeits- und koordinationsbedingt und nicht als Zeichen geistigen Verfalls zu werten!

Graue Maus A.D. - Jetzt im Dienst Karthagos nördlich der italischen Alpenpässe.

Maréchal Davout

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48

Freitag, 31. Januar 2014, 16:33

Ah ja, dann probiere ich den Darktone vielleicht mal aus.

Maréchal Davout

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49

Freitag, 31. Januar 2014, 18:08

Fotos vom Armeekommandeur Marschall Massena (Teil 2)

Nach einem kleinen Vorgeschmack Massena-Base von allen Seiten! Ich habe die Mitte (die drei Offiziere auf und an dem Hügel) als herausnehmbare Extra-Base gestaltet. Denn wenn Napoleon die Armee anführt und Massena trotzdem mitmacht, ist dieser nur Korpskommandeur auf der kleineren Base.








Maréchal Davout

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Samstag, 1. Februar 2014, 01:02

und so sieht es aus, wenn man ihn als Korpskommandeur (5x5cm) aus der großen Base herausnimmt:








Maréchal Davout

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Samstag, 1. Februar 2014, 12:45

Der Feldherr inmitten der Truppen: Welches Bild ist besser? Konnte mich nicht entscheiden.




Davout

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Samstag, 1. Februar 2014, 13:33

Von der Gestaltung her ist das alles schön, die Basen gefallen mir jetzt auch besser. Allerdings würde ich mich lieber intensiver in die Materie einarbeiten. Dein Stab von Reynier sieht nämlich z.B. eher aus wie Niederländer von 1815 statt wie Franzosen. Bei manchen Figuren sieht man auch noch an mehreren Stellen das blaue Plastik. Es sind natürlich alles Figuren aus der guten alten Zeit, selbst wenn sie neu produziert sind. Mit besseren Figuren kann man aber ein stimmigeres Ergebnis erzielen, je nach den eigenen Qualitätsansprüchen. Ist nicht böse gemeint.

Grüße

Gunter
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Samstag, 1. Februar 2014, 16:14

Bei manchen Figuren sieht man auch noch an mehreren Stellen das blaue Plastik.
Bei diesen scharfen Fotos und dieser Vergrößerung siehst du das, selbst in der Hand nicht! ;) Die Fotos sollten vielleicht WIP bezeichnet werden, da ich mir zur Gewohnheit gemacht habe, nach Ansicht meiner Fotos nochmal mit dem Pinsel über die Stellen zu gehen, die ich mit dem bloßen Auge nicht gesehen habe. Es haben auch schon einige andere gesagt, dass das auf Armlängenentfernung nicht auffällt, was stimmt. Hm... Sollte ich die Minis vielleicht nur aus größerer Entfernung fotografieren? Wenn ich sie für den Tabletop-Gesamteindruck bemale, ist es vielleicht auc nicht zielführend, sie dann in so einer Großaufnahme zu zeigen. Da würde mich eure Meinung echt interessieren!
Allerdings würde ich mich lieber intensiver in die Materie einarbeiten. Dein Stab von Reynier sieht nämlich z.B. eher aus wie Niederländer von 1815 statt wie Franzosen.
Tiefer geht immer! Ich habe mich ohnehin schon gewundert, dass noch nicht mehr Kritik an der Korrektheit der Uniformen dieses Projekts gekommen ist. Einige Unkorrektheiten sind mir bekannt oder hatte ich vermutet. Als ich diese Stäbe angemalt habe, war ich eigentlich noch überhaupt nicht besonders in die Uniform der Stäbe eingearbeitet. Habe mit den Details bei der normalen Infanterie, Kavallerie, Artillerie usw. angefangen. Auch da gibt es noch einiges, was nicht korrekt ist (neben den Fehlern der Figurenhersteller - Minis sind durchaus zur Mehrheit Originale aus den 80ern und 90ern!).
Stab "Reynier" besteht aus zwei Offizieren des französischen Generalstabs von Italeri (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=200). Der "Adjutant" mit dem Fernrohr ist ein Esci-Artillerist der Garde-Fussartillerie mit anderer Bemalung. Ich vermute, dass vor allem die Bemalung die Jungs wie Niederländer von 1815 wirken lässt? Da würde mich interessieren, was diesen Eindruck erweckt, da mir die blauen Röcke, weißen Hosen usw. okay vorkamen (konnte gerade bei einer Kurzrecherche keine roten Kragen, wie bei meinen Minis, bei Adjutanten und Generalen entdecken). Beim Fernrohrträger habe ich etwas Phantasie walten lassen bei der Bemalung - hatte im Hinterkopf, dass viele Kommandeure ihre Stäbe nach eigenem Gutdünken uniformierten und dachte mir deshalb, ich hätte Freiraum an der Stelle...

Von denen hier reden wir:

chris6

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Samstag, 1. Februar 2014, 16:24

Meiner Meinung nach solltest Du auf den Gesamteindruck der Masse deiner Armee setzen. Du hast Dir ja auch ein Regelsystem für Massenschlachten und nicht für kleine Gefechte oder Scharmützel ausgesucht. Ich selbst mag es zB, wenn die Figuren eine "Spielzeugsoldatcharakter" behalten. Daher belasse ich zB die Basen immer dann in einfachem Grünbegrassen, wenn später das Spielfeld auch einfach Grün ist (GW-Grassmatte). Ich finde die ausgestalteten Basen mit Steinen, Schmutz und Gehölz auf der sonst völlig grünen Wiese immer unpassend.

Bei den Uniformen ist es so eine Sache: Ich finde bei aller historischen Korrektheit muss es in erster Linie Dir gefallen. Da kommt es nicht darauf an, ob die Epauletten nun im Orangerot oder Krepprot oder Karminrot gehalten sind.

Aber das Gute ist: Jeder darf es so machen wie es Ihm gefällt! :thumbsup:

Davout

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Samstag, 1. Februar 2014, 18:16

@Maréchal Davout,
in der Massenaufsstellung fällt das natürlich nicht auf, naja mir schon, als Kurzsichtigem Detailfanatiker... Spaß beiseite, die Stäbe sind ja keine Massenfiguren und werden sicher öfter mal zur Hand genommen und betrachtet als die übrigen Einheiten. Was zählt ist bei so einem kleinen Maßstab natürlich die Wirkung der Formationen.
Ich habe mich ohnehin schon gewundert, dass noch nicht mehr Kritik an der Korrektheit der Uniformen dieses Projekts gekommen ist. Einige Unkorrektheiten sind mir bekannt oder hatte ich vermutet.
Die Sache ist die, dass diese Figuren in der Tat schon etliche Fehler aufweisen, was die Posen, die Uniformierung und die Ausrüstung betrifft. Daraus kann man beim besten Willen nur begrenzt richtig gute Ergebnisse erzielen. Es ist natürlich möglich, für Massenaufstellungen suboptimale Figuren mit einer farblich richtigen Bemalung in die richtige Richtung wirken zu lassen.
Ich vermute, dass vor allem die Bemalung die Jungs wie Niederländer von 1815 wirken lässt? Da würde mich interessieren, was diesen Eindruck erweckt, da mir die blauen Röcke, weißen Hosen usw. okay vorkamen (konnte gerade bei einer Kurzrecherche keine roten Kragen, wie bei meinen Minis, bei Adjutanten und Generalen entdecken).
Genau das ist der Punkt. Die Kragen waren bei den Franzosen längst dunkelblau statt rot. Von weitem wirken die Figuren auch wegen der roten Schärpen wie Niederländer. Die Generalsschabracken waren karminrot und nicht blau. Das komische an der Sache ist, dass eine historisch korrekte, bzw. halbwegs vorschriften- oder gewohnheitsgemäße Farbgebung in der Regel sogar besser aussieht als die selbst erfundenen Fantasievarianten. Die Altvorderen haben sich schließlich auch etwas dabei gedacht. Inzwischen bin ich der Meinung, dass die Uniformierung der französischen Stäbe weniger beliebig war als angenommen und durchaus einem gewissen Regelrahmen folgte. Dummerweise passen die vorhandenen Stabsfiguren oft nicht zu dem was man konkret damit darstellen will. Vor Umbauten sollte man deshalb nicht zurückschrecken. Ich nehme mal an, dass du dich als Historiker auch etwas tiefer in die Epoche einfühlen willst. Nach einer Weile bekommt man schon ein Gespür dafür, was in dieser Zeit gängig war und das muss keineswegs nach Schema F oder pedantisch vorschriftengetreu sein. Die Abweichungen gingen nur meist in eine andere Richtung, als der Figurenbastler sich das heute so denkt.

Grüße

Gunter
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McCloud

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Samstag, 1. Februar 2014, 18:42

Ich bin total begeistert, was du aus den kleinen Figuren alles rausholst, habe die ja auch noch aus meinen Jugendstrafen hier rumliegen konnte mich aber nie dazu durchringen sie korrekt anzumalen.

Bin schon richtig gespannt auf das fertige Gruppenbild.

Maréchal Davout

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Samstag, 1. Februar 2014, 20:08

Danke für Lob und Anregungen! Als ich hier dieses Projekt angefangen habe, vorzustellen, habe ich mir unter anderem genau diese Art Uniformkritik erhofft! Die namenhaften Persönlichkeiten, für die ich spezielle Modelle habe (Davout, Murat, Napoleon usw.) kommen noch und da habe ich Gelegenheit, neues Wissen anzuwenden!
Jede Woche vertiefe ich mich schon weiter in die Epoche, aber es kommt immer was neues dazu. Es macht mir so, auch mit Fehlern, mehr Spass, als wenn ich erst sechs Monate oder länger die Details studiert hätte, und dann angefangen hätte, zu malen. Obwohl ich Historiker bin, schäme ich mich nicht, nicht alle Details zu kennen. Mein Onkel versucht mich regelmäßig mit seinem Detailwissen (z.B. über die Erblinien der Wittelsbacher) zu prüfen. Trotz seines "Wissens" betrachtet er viele Quellen nicht kritisch genug oder übersieht vielleicht übergeordnete Zusammenhänge. Man kann nicht alle Details wissen! Insofern betrachte ich diese Kritik hier entspannt und lerne. Ich sage das nicht so ausführlich, weil ich mich rechtfertigen will, sondern weil ich den Eindruck habe, dass sich vielleicht mancher Hobbyist von Leuten mit profunderem Detailwissen abschrecken lässt, was nicht sein muss.

Kurz zu den Stäben, um sicher zu gehen für die Bemalung:
1. Kragen blau, bei Aide de Camps häufig helleres blau zu dunklem Rock.
2. Schärpen, die um den Bauch geschlungen werden sind bei Marschällen meist gold. Ich habe Abbildungen, wo Grande Marechal du Palais Bertrand und Huchet de La Bédoyère aus Napoleons Stab 1815 rote Schärpen (golddurchwirkt) ungeschlungen haben.
3. Quer über die Brust getragene Schärpen bei Marschällen sind schon oft rot (so bei Ney, Davout usw. gesehen), auch bei einigen Aide de Camps.
4. Generalsschabracken karminrot, sonst blau.
Richtig?

Ich hätte noch eine Frage: Ich weiß, dass in Stäben verschiedene Kopfbedeckungen getragen wurden. Meist und am beliebtesten ist wohl der Zweispitz (Marschälle mit weißem Federrand). Gibt es Darstellungen von Korpskommandeuren mit Tschako und dergleichen statt Zweispitz? Bis zu welchem Rang wurde der Tschako getragen (bis zum Divisionskommandeur?)?

Davout

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Samstag, 1. Februar 2014, 21:46

Ich sage das nicht so ausführlich, weil ich mich rechtfertigen will, sondern weil ich den Eindruck habe, dass sich vielleicht mancher Hobbyist von Leuten mit profunderem Detailwissen abschrecken lässt, was nicht sein muss.
Darum geht es mir auch nicht. Wichtiger finde ich es, in die dargestellte Zeit einzutauchen, mehr darüber zu lernen und andere Hobbyisten zu inspirieren, noch mehr als ihrem Figurenmaterial herauszuholen.

Zu deinen Fragen:
1. Kragen blau, bei Aide de Camps häufig helleres blau zu dunklem Rock.
Ja, die Adjutanten der Brigade- und Divisionsgenerale trugen zu verschiedenen Versionen eines dunkelblauen Rocks himmelblaue Abzeichen. Adjutanten von Marschällen sollten eigentlich dunkelblaue Husarenuniformen mit goldenen Schnüren und roten Aufschlägen tragen, als kleine Uniform war auch ein Chasseurrock mit spitzen Rabatten möglich. Es gibt etliche Bildquelle und auch einzelne Originalstücke, die das so zeigen. Adjutanten von gefürsteten Marschällen und Prinzen trugen farblich abweichende Uniformen im Husarenstil, da sind dann auch sehr farbenfrohe Varianten dabei. Soweit eine grobe Zusammenfassung. Die sonstigen Generalstabsoffiziere sind ein eigenes Thema.
2. Schärpen, die um den Bauch geschlungen werden sind bei Marschällen meist gold. Ich habe Abbildungen, wo Grande Marechal du Palais Bertrand und Huchet de La Bédoyère aus Napoleons Stab 1815 rote Schärpen (golddurchwirkt) ungeschlungen haben.
Marschälle sollten ganz goldene Schärpen tragen. Zum Teil trugen sie wohl auch die für die früheren Generale en chef vorgesehenen goldenen, weiß durchwirkten Schärpen. Der Großmarschall des Palastes trug nicht unbedingt die übliche Generalsuniform. Die Schärpen der Divisionsgenerale waren normalerweise golden, rot durchwirkt und nicht umgekehrt. Brigadegenerale hatten goldene, himmelblau durchwirkte Schärpen.
3. Quer über die Brust getragene Schärpen bei Marschällen sind schon oft rot (so bei Ney, Davout usw. gesehen), auch bei einigen Aide de Camps.
Das ist etwas ganz anderes. Diese "Schärpen" der Marschälle und Generale stellen das Großband der Ehrenlegion dar. Adjutanten trugen das mit Sicherheit nicht, denn das wurde an Leute verliehen, die mindestens Divisionsgeneral waren, wie z.B. Friant. Rote Teile kamen bei den Adjutanten höchstens in Form der feldmäßigen Patronentaschenriemen vor, wie sie zu Röcken in der Husaren- oder Chasseurmode getragen wurden.
4. Generalsschabracken karminrot, sonst blau.
Im Prinzip ja, angeblich sollen Generale als Generalstabschefs von Korps, aber auch als (General-)Adjutanten des Kaisers ebenfalls blaue Schabracken gehabt haben.
Ich weiß, dass in Stäben verschiedene Kopfbedeckungen getragen wurden. Meist und am beliebtesten ist wohl der Zweispitz (Marschälle mit weißem Federrand). Gibt es Darstellungen von Korpskommandeuren mit Tschako und dergleichen statt Zweispitz? Bis zu welchem Rang wurde der Tschako getragen (bis zum Divisionskommandeur?)?
Nicht nur Marschälle trugen Hüte mit weißen Federrand, auch Divisionsgenerale, die Korps kommandierten. Stäbler trugen in der Regel den Hut, mit Ausnahme von etlichen Adjutanten, die auch Tschakos oder Pelzmützen haben konnten, meist in Verbindung mit einer Husarenuniform oder dem Chasseurrock. Der Tschako galt aber allgemein eher als Kopfbedeckung von Leuten, die in Reih und Glied dienten, nicht für Stäbler. Es gibt natürlich auch Abbildungen von einzelnen Generalen in Spezialuniformen, wie z.B. von Junot als Colonel général der Husaren oder von Fournier, wo sie auch den Tschako tragen. Das dürften aber die Ausnahmen sein. Kombiniert wurde das mit farbenfrohen Husarenuniformen und nicht mit der normalen Generalsuniform. Eine andere Ausnahme waren die Generale der schweren Kavallerie, die auch Helm und Kürass tragen konnten und sollten. Ansonsten war der Hut für die meisten Stäbler üblich. Das Tragen des Tschakos hörte bei den meisten Offizieren bei ihrer Beförderung zum Brigadegeneral auf. Dann trugen sie auch nicht mehr die Uniform eines Regiments (mit Ausnahme der Garde).

Grüße

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Sonntag, 2. Februar 2014, 10:36

Danke für die Tipps, Gunter! Fournier war genau einer derjenigen, die ich mit Tschako gesehen habe. Das war alles sehr hilfreich, auch wenn ich das schon grob so auf dem Schirm hatte.

Diese feldmäßigen Patronentaschenriemen in rot meine ich, glaube ich. Ich werde später mal versuchen hier eine Abbildung oder einen Link zu posten, welche Kameraden ich meine, die keine Husaren/Kavallerieuniform anhaben und trotzdem genau so ein Ding zu tragen scheinen als Adjutant! Schönes Thema, freue mich auf meine neuen Stabsbasen!

Maréchal Davout

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Sonntag, 2. Februar 2014, 20:01

Zu den feldmäßigen Patronentaschenriemen:

Ich meinte die roten Stücke, die man hier bei Nr. 5 - 7 in der Reihe (bei 5 u. 7 in rot) sieht.



Bei dieser zweiten Tafel des Stabs von Grouchy sieht man wohl den Typen in Husaren/Chasseurstil mit rotem Riemen (Nr. 4).



Diese Tafeln stammen von: http://centjours.mont-saint-jean.com/det…ique=O&unite=22 Ist das eine gute Informationsquelle? Scheint mir sehr gut zu sein.

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