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Willibrordus

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341

Sonntag, 1. Juli 2018, 11:42

Super Review! Der Bausatz gefällt mir echt gut und die ganzen Umbaumöglichkeiten sind der Hammer. Gerade die ganzen "komischen" Prototypen am Ende des Krieges sind super vom Wargaming/Modellbau-Standpunkt her.

Maréchal Davout

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342

Sonntag, 1. Juli 2018, 15:01

Ja, wieder eine sehr schöne Review!

SiamTiger

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343

Dienstag, 3. Juli 2018, 07:27

Um die 38(t) Woche abzuschließen gibt es heute den Hetzer Bausatz von Warlord Games. Da der Bausatz eine breite Auswahl an Varianten abdeckt, setzt diese Review auf den Hetzer Zug, so dass ich alle drei Versionen bauen kann; den Hetzer, den Flammpanzer und Aufklärungspanzer 38(t) mit 2cm FlaK 38.

Der Artikel ist zu lang für's Forum, daher vollständig hier: https://www.chaosbunker.de/?p=16587&lang=de

Abschließend noch ein paar Bilder der fertig gebauten Panzer, beginnend mit dem Jagdpanzer 38(t).

Der Flammpanzer 38(t).

Und der offenen Variante inklusive eines Bildes des Bergepanzers mit einer deutschen Artilleriebesatzung.


FazitEin Vorteil dieses Bausatzes ist sicherlich die breite Anzahl an Varianten. Das ist (leider) gar nicht so häufig mit den Warlord Games Bausätzen, besonders bei den von Italeri beigesteuerten Fahrzeugen (mit Ausnahme des Churchill), da es meist der Panzer auf der Box ist und das war es dann. Die Warlord Games Bausätze selbst sind deutlich spielerfreundlicher, wobei die Italeri Bausätze eben zeigen, dass sie ihre Wurzeln im Modellbau haben. Und das ist auch das eigentliche Problem mit diesem Bausatz. Ja, man hat zwar die ganzen Optionen, aber es ist vergleichsweise viel Arbeit für einen Spieler, dazu noch die schlechte Passform, die zusätzliche Arbeit mit den Auffassungen und die historische Ungenauigkeiten. Das dämpft das Erlebnis ungemein.
Mit der offenen Bergepanzervariante bringt der Bausatz zwar einiges Potenzial für weitere Umbauten, wie bspw. der 15cm s.I.G 33/2 (Sf) auf Jagdpanzer 38(t) oder Bergepanzer mit Räumschild, und einigen weiteren verrückten Papierpanzern und Prototypen mit Raketenwerfern, oder auch Varianten mit Sd.Kfz. 222 Turm. Aber das tröstet trotzdem nicht über die Gussprobleme und die schlechte Passform hinweg, besonders nach den wirklich gelungenen Panzer 38(t) und Marder III Bausätzen, bin ich hier mit diesem Set nicht zufrieden. Der Rubicon Hetzer ist weniger Arbeit für einen vergleichbaren Preis und gibt einem, besonders wenn man "nur" einen Jagd- oder Flammpanzer bauen möchte, einfach die bessere Bauerfahrung.

Regulator

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344

Dienstag, 3. Juli 2018, 07:32

Vor allem die letzte Variante ist sehr interessant. Auf Basis des Hetzers bzw. Panzerkampfwagen 38 (t) sollte es am Ende ja noch einige mehrere Varianten inkl. Transporter geben. Danke wie immer für's Review! :thumbsup:
'Let us cross over the river, and rest under the shade of the trees.'

SiamTiger

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345

Montag, 9. Juli 2018, 10:59

Zusätzlich zur Review zum Starterset von Warhammer Underworlds: Shadespire, werde ich die Erweiterungsboxen mit den Kriegerscharen in zweier Sets abdecken. Diese Woche geht es mit der Grabwache und Eisenschädels Jungz los.
Die Grabwache hatte ich mir gekauft, da hatte ich noch gar kein Shadespire. Eigentlich wollte ich damit, in Kombination mit der Deathrattle Starterbox, eine kleine Fantasy Untotenhorde aufstellen. Mittlerweile gibt es die Grabwache auch ohne die Shadespire Inhalte als Easy-to-Build Set zu kaufen.
Aber zurück zum Thema. Games Workshop bietet die Erweiterungsboxen zu je 22,50 EUR an. Alternativ ohne die Underworld Karten für 20 EUR. Die Grabwache ist dabei die größte Kriegerscharf der bisher erschienenen Boxen mit 7 Modellen.
Es ist ein Kartendeck mit 67 Karten enthalten, die schlüsseln sich wie folgt auf; 7 Karten für die Krieger, 29 einzigartige Karten für die Untoten selbst und 31 universelle Karten (aufgeteilt auf Missionsziele, Aufwertungen und Listen), welche von allen Warhammer Underworlds Banden verwendet werden können.
Die Miniaturen sind auf zwei Gussrahmen verteilt und als Easy-to-Build / Push-Fit konzipiert, so dass ihr keinen Kleber benötigt um diese zusammenzubauen. Das Plastik ist dabei knochenfarben eingefärbt, passend zu den Skelettkriegern. Der Guss ist gut, es gab nur wenige Gussgrate und eine kleine schwarze Verfärbung auf der Rückseite einer Base eines Bittstellers (Es ist wirklich nur eine Verfärbung, kein Verzug oder Beschädigung des Gusses. Nach der Grundierung / Bemalung wird das nicht mehr zu sehen sein).
Der Anführer der Grabwache ist der Grabwächter, im langen Umhang und mit Speer bewaffnet. Da es sich bei dem Speer um eine lang Waffe handelt, hat er auch eine Reichweite von 2. Die gesamte Kriegerschar ist in einem dunklen Mittelalter Fantasystil gehalten. Mit abgewetzter Kleidung, abgetragener und abgenutzter Ausrüstung, hat man ein sehr unverkennbares, düsteres Aussehen, nicht nur untote Truppen eines anderen Volkes. Der Grabwächter ist das wichtigste Modell deiner Kriegerschar, noch wichtiger als die Anführer anderer Banden, da er in der Lage ist gefallene Krieger wieder auferstehen zu lassen. Und das ist auch gleich seine Anforderung daran angespornt zu werden, dass zwei befreundete Modelle wieder ins Spiel gebracht wurden.
Mit einem Metallreif als Krone und einer Keule in der Hand, ist der Staubprinz der "Stellvertreter" des Grabwächters. Er wird angespornt, wie alle anderen der Grabwache, durch auf das Schlachtfeld zurückkehren.
Der Schnitter, eine klassische Untotepose, als Sensenmann mit entsprechend großer Sense. Die die entsprechende Reichweite würde man vermuten, dass er ähnlich wie der Speer eine Reichweite von 2 hat, aber stattdessen treffen seine Attacken alle angrenzenden Gegner.
Mit einem schweren Zweihänder bewaffnet erhält der Champion die Regel Spalten auf seine Attacken, und macht es so seinen Gegnern schwerer seine Attacken abzuwehren oder auszuweichen.
Den Kern der Grabwache bilden die Bittsteller. Drei unterschiedliche Posen mit den gleichen Regeln. Mir gefallen insbesondere die zweite und dritte Pose. Die Zweite hat dieses klassische Skelettkrieger aussehen, wie aus den alten Stop-Motion Filmen und die Dritte verkörpert die Sonderregel der Untoten, das Auferstehen von den Toten. Tolles Einbinden der Regeln in eine Miniatur.
Und die komplette Kriegerschar aus sieben untoten Kriegern.
Die Designabteilung hat einen wirklich guten Job mit den Modellen gemacht. Dynamische und abwechslungsreiche Posen. Aber zwei der Modelle sind mir besonders aufgefallen, da diese etwas anfällig für Beschädigungen sein dürften. Das liegt an der "dünnen" Knochenstruktur, weshalb man etwas vorsichtig mit den Untoten sein muss. Besonders mit diesen Beiden. Der Schildarm des Bittstellers und die Oberschenkel des Schnitters sind recht dünn, was man auch beim Zusammenbau merkt, dass das Material entsprechend nachgibt. Da wir von Plastik sprechen, kann es im Notfall geklebt werden. Eventuell möchtet ihr aber auch noch ein paar Lumpen um die Stellen modellieren um die mögliche Bruchstelle zu verstärken oder ihr seid einfach extra vorsichtig.
Ein kurzer Vergleich mit ein paar anderen Untoten oder Skelettminiaturen. Von links nach rechts, ein untoter Frostgrave Kultist, ein Mantic Games Kings of War Skelett, das Shadespire Modell und ein klassisches Warhammer Skelett.
Zu den Karten, hier könnt ihr euch in der Karten-Bibliothek das gesamte Deck anschauen. Die Kriegerschar der Grabwache ist die mit der höchsten Mannstärke und wird angespornt dadurch, dass sie wieder auf das Spielfeld zurückkehrt, weshalb man möchte dass sie ausgeschaltet werden damit man sie verstärkt ins Spiel zurückbringen kann. Dieser Gedanke findet sich in vielen der Karten wieder, weshalb man anstelle die einzelnen Modelle schwerer zu töten macht, eher auf Verbesserungen des Schadens oder der Bewegung geht. Wer jetzt denkt, Ha! ich schnappe mir da einfach die Missionsziele, sollte bedenken dass die noch nicht angespornten Untoten lediglich eine Bewegung von 2 haben und man bei Shadespire nur 3 Spielzüge zur Verfügung hat. Also braucht man einen anständigen Plan. Nutze die Aktivierungen bedacht, kombiniere Listen und Upgrades um deine untote Horde dorthin zu bewegen wo du sieh brauchst. Für Anregungen zum Deckbau könnt ihr auf der Community Seite zu Shadespire euch verschiedene Builds anschauen, darunter auch das Warhammer World Grand Clash I - Top Build.
Zum Abschluss noch einmal die komplette Kriegerschar der Grabwache. Man sieht die kleine Verfärbung an der Baserückseite des Bittstellers, aber wie oben bereits erwähnt, nach der Grundierung / Bemalung sieht man diese nicht mehr.
Fazit
Mit dem Hintergrund von Shadespire, als Stadt welche von Nagash verflucht wurde, macht es einfach nur Sinn, dass eine Untote Kriegerbande Teil des Spiels ist. Und mit der Sonderregel wieder auferstehen zu können spielt sich die Grabwache auch gänzlich anders als alle anderen Banden, ist dabei aber sehr treu dem Untoten-Thema.
Der Preis von 22,50 EUR für die Erweiterungen, die alles enthalten was man zum Spielen benötigt, ist fair gewählt. Es ist etwas teurer als eine reguläre Skelettkrieger Box für 20 EUR, aber man hat Helden und einzigartige Posen, die einzeln deutlich mehr kosten würden. Verglichen mit Blood Bowl oder Necromunda, wo man die Kartenstapel usw. noch zusätzlich kaufen muss, ist Shadespire eines der günstigsten Scharmützelsysteme mit Citadel Miniaturen.
Mit Blick auf die Miniaturen ist die Box gelungen. Man hat dynamische, erschreckende Posen mit recht realistischen Proportionen. Der Guss ist auf dem von Games Workshop gewohnten Niveau und mit Push Fit sehr einfach zusammenzubauen. Das "Stabilitätsproblem" der Knochen, damit schlagen sich Spieler von Untoten schon immer herum, unabhängig davon auf welches System / Hersteller sie setzen, sofern man nicht auf eher bullig modellierte Skelette setzt. Daher besorgt euch eine passende Schaumeinlage und seid mit der entsprechenden Vorsicht bei der Sache, dann könnt ihr Schaden aus dem Weg gehen.
Warhammer Underworlds ist eine Marke von Games Workshop.

Karma Kamileon

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Montag, 9. Juli 2018, 11:40

Schöner Blick aufs Produkt wie immer. Zusätzlich noch auf Miniaturen, mit denen ich schon ewig liebäugele, und wohl auch weiter liebäugeln werde. ;) Weiter so.

SiamTiger

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Dienstag, 10. Juli 2018, 11:03

Weitere Plastikboxen werden für das neue Oathmark - Battles of the Lost Age System von Osprey Games und Northstar Miniatures vorgestellt, darunter auch die neuen Elfen.
Ich konnte mir auf der Salute einen Gussrahmen der Box für diese Review besorgen. In der kompletten Box sind 6 dieser Gussrahmen für insgesamt 30 Modelle im 28mm Maßstab enthalten. Der Preis liegt bei 25 GBP. Wie man sieht enthält der Gussrahmen genügend Teile um daraus Speerträger, normale Soldaten mit Handwaffe und Schild sowie Bogenschützen zu bauen. Es sind außerdem Teile für den Standartenträger und Champion enthalten. Außerdem liegen der Box noch 30 eckige 25mm-Bases von Renedra bei.
Der Guss ist gut gemacht, nur wenige Gussgrate und der Platz im Rahmen ist gut genutzt. Jeder Rahmen kommt mit fünf unterschiedlichen Körper in Kettenrüstung, sieben Schwertarmen, fünf Armen mit Speer, fünf Armpaaren für Bogenschützen, fünf Nebenhände und fünf unterschiedliche Schilde, außerdem noch zehn unterschiedliche Köpfe und ein paar weitere Kleinteile (Federn, Köcher, Dolche).
Da ich wegen des einen Gussrahmens nur fünf Körper für diese Review habe, muss ich ein wenig haushalten. Nach dem Entfernen der Gussgrate geht es mit den fünf unterschiedlichen Körpern der Elfen los.
Zwei der Elfen werden Bogenschützen. Es gibt fünf unterschiedliche Armpaare, manche mit gezogenem Pfeil und Bogen, andere in wartender oder nachladender Pose. Ich war mir erst unsicher ob der Pfeil innen oder außen aufgelegt wird, aber nach einem kurzen Blick auf ein paar Bilder und Illustrationen, habe ich mich für links der Hand und Bogen entschieden.
Die restlichen drei Krieger werden zum Speerträger, Standartenträger und Champion mit Schwert gebaut, so dass alle Waffenoptionen abgedeckt sind.
Da die Körper nun fertig sind, folgen die Köpfe. Ich habe mir fünf der insgesamt zehn unterschiedlichen Köpfe rausgesucht. Dabei zwei ohne Helm für die Bogenschützen um die leichtere Rüstung zu zeigen und drei Spitzhelme für den Rest. Der Champion erhält noch eine zusätzliche Helmzier um etwas hervorzustechen.
Jetzt ist der kleine Trupp fast fertig, es fehlen nur noch die Kleinteile, wie Köcher, Schilde und der Helmschmuck des Champions.
Wie lassen sich die Oathmark Elfen mit anderen Fantasy-Miniaturen? Der direkte Vergleich mit den Oathmark Zwergen im ersten Bild, dann mit den "Verwandten" aus der Frostgrave Reihe und einem Fireforge Men-at-Arms, sowie im dritten Bild mit ein paar Warhammer Miniaturen eines Elfen, Tiermenschen und Orks.
Wie man sieht sind die Fünf schon eine kleine Kriegerbande. Eine ganze Box ergeben hier zügig drei anständige 10er Regimenter.
Fazit
Die Elfen wurden von Michael Anderson modelliert, der auch schon die Pike&Shotte Landsknechts für Warlord Games gemacht hat, und man hat hier wieder ein recht rundes Produkt auf dem Tisch. Ein gelungener, klassischer Elfenstil, wie man ihn aus vielen Fantasy-Büchern und Geschichten kennt - hochgewachsene, schlanke Gestalten. Zusammen mit den ebenfalls verfügbaren Zusatzblistern mit Zinnmodellen und der kommenden Plastik-Kavallerie, hat man hier Zugriff auf eine komplette Armee zu moderaten Preisen. Damit hat man hier nicht nur für das kommende Oathmark-System selbst eine gute Ausgangslage geschaffen, sondern setzt auch ein starkes Zeichen in Richtung Konkurrenz. Damit zielt man wohl nicht direkt auf die Generation Age of Sigmar, aber potenziell im Bereich der 9th Age Community oder Kings of War Spielern, da diese Elfen doch aus meiner Sicht ansprechender sind als Mantics eigene, eher zierlichen Elfen.
Mit 25 GBP für 30 Modelle orientiert man sich hier an einem üblichen Preisband für Plastikmodelle am Markt. Wenn die Kavallerie passend ausfällt und man die Reittiere überzeugend hinbekommt, dürfte das zusammen mit ein paar passenden Charakteren eine attraktive Range werden. Wem Oathmark nicht zusagen sollte, findet hier eine gute Ausgangsbasis für A Fantastic SAGA oder die kommende SAGA Fantasyerweiterung, oder andere noch größer angelegte Fantasy Regelwerke.

SiamTiger

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Donnerstag, 12. Juli 2018, 08:03

Wo Chaos und Zerstörung ist, können die Orruks nicht weit sein. Daher recht nah an den Absichten und Motivation mit den Kriegerscharen der Khorne Bloodbound (Reavers und Unholde), schauen wir uns doch in dieser Review zu Eisenschädels Jungz einmal an was Grün von Rot unterscheidet.
Am Anfang der Woche begann die Berichterstattung zu den Shadespire Banden mit der Grabwache.
Eisenschädels Jungz ist eine 4 Orruk starke Kriegerschar Erweiterung für Warhammer Underworlds Shadespire und kostet 22,50 EUR. Sie kommt mit zwei vorgefärbten Gussrahmen (in passendem Ork-grün), einem Kartenstapel und einer kurzen Bauanleitung.
Das Kartendeck umfass 64 Karten, davon 4 Karten für die Bande selbst, 29 einzigartige Karten für die Orruks und 31 universelle Karten (aufgeteilt auf Missionsziele, Aufwertungen und Listen), welche von allen Warhammer Underworlds Banden verwendet werden können.
Wie alle Shadespire Miniaturen sind auch diese hier Push-Fit, können also ohne den Einsatz von Kleber zusammengebaut werden. Außerdem sind die Bases vorgestellt, somit benötigt man im Grunde nur noch Pinsel und Farben um die Modelle fertigzustellen und keinen Bastelleim oder Streu (zumindest nur optional). Der Guss ist sehr gut, mit scharfen Details und optimaler Ausnutzung des Platzes innerhalb des Rahmens.
Fangen wir direkt mit dem Boss an - Gurzag Eisenschädel. Er verleiht der Truppe auch seinen Namen. Alleine durch die Größe sticht er bereits hervor, selbst unter Orruks. Als Anführer klar durch den Mantel gekennzeichnet (das scheint ein Ding zu sein bei Shadespire wenn man es mit Stahlherz und dem Grabwächter vergleicht), und einem schweren Boss-Spalta in jeder Hand. Das Modell wirkt sehr imposant mit der sehr starken und wilden Pose Mir gefällt auch der Wolfspelz auf der Schulter. Gurzag wird angespornt dadurch dass er Schaden erhält. Das ist die allgemeine Voraussetzung in der Orruk Bande und sorgt dafür dass sie schneller und aggressiver agieren, als bspw. die Reaver, die erst nach 3 Verlusten im Spiel angespornt werden.


Kloppa ist ein weiterer Orruk der sich für zwei einhändige Waffen entschieden hat. Er trägt sogenannte Matschaz und kann damit den Gegner bei kritischen Treffern zurückstoßen. Die Eisenrüstung ist im Stil der Schwarzorks der 7. Edition von Warhammer Fantasy Battles aus 2007 gehalten (die heißen jetzt 'Ardboyz in Age of Sigmar).
Auch Hakka zieht mit zwei Waffen in die Schlacht, zwei Spalta in diesem Fall mit denen er Zugriff auf Spalten hat. Mit einem sehr präsenten "Stahlkiefa", wie sie von Bossen und Chefoberbossen getragen wird, könnte man fast meinen, dass er der Anführer wäre. Mit dem Namen Eisenschädel würde man auch eher erwarten, dass Gurzag eine Stahlplatte am Kopf trägt wie Kloppa oder eben den "Stahlkiefa" wie Hakka ihn hat. Aber es ist Plastik, von daher ist ein Kopftausch das geringste Problem.
Der letzte im Quartett ist Knochenschneida mit einem beidhändigen großen Spalta.
Und die gesamte Bande, mit dem wilden Mix an Waffen und den schweren, eisernen Rüstungen.
Da es sich hier um 'Ardboys / Schwarzorks handelt, sind sie die größten der Orks / Orruks. Das kann man am ersten Bild im Vergleich mit einem alten Space Ork Goff Boy und einem Ork Boy der 6. Edition deutlich sehen. Andere Firmen bieten ebenfalls Orks an, links ist einer von Wargames Factory zu sehen, rechts dann der Mantic Games Orks aus dem Kings of War Sortiment.
Wie bei allen den Karten könnt ihr diese in der Kartenbibliothek auf der Underworld Community Seite nachsehen. Dort findet ihr auch beliebte und effektive Deckbuilds, u.a. von Turnieren. Dort gibt es (zumindest auf Englisch) auch den Build des AdeptiCon 2018 Grand Clash Siegers.
Die Kriegerschar setzt auf eine sehr aggressive Aufstellung. Man muss erst einmal Lebenspunkte verlieren um die Modelle anzuspornen. Sie haben eine mittleren Bewegung von 3, kommen auf Augenhöhe was die Verteidigung angeht mit den Stormcast Eternals und haben sogar noch einen Krieger mehr auf dem Brett. Ich würde sie daher in der Mitte zwischen den beiden Starterbanden werten. Nicht so zerbrechlich wie die Reaver, aber entsprechend agiler als die Stormcast. Mit 4 Lebenspunkten pro Modell und sogar 5 für den Anführer kann man auch mal defensiv Spielen - falls es nötig ist. Ich denke das macht die Bande recht Einsteigerfreundlich. Das Kartendeck belohnt auch eine aggressive Spielweise, da man so ein paar der Missionsziele vergleichsweise einfach erreichen kann (z.B. Ruf des Waaagh! und Da sin’ mehr von uns).
Und dann noch ein Gruppenbild von Eisenschädels Jungz.
Fazit
Es gibt ein paar sehr unterschiedliche Gründe für die verschiedenen Rassen der Warhammer Welt nach Shadespire zu kommen. Zwar klingen der ewige Kampf und das Blutvergießen sicherlich eher nach Khorne, aber das spricht die Orruks und ihren Waaagh! nicht weniger an. Außerdem sind Orks solch ein grundlegender Bestandteil der Warhammer-Geschichte, dass einfach etwas fehlen würde, wenn sie nicht dabei wären.
Die Box kostet 22,50 EUR, so wie die anderen Erweiterungsboxen und ist ebenfalls als reguläres Easy-to-Build Set ohne die Shadespire Inhalte für 20 EUR erhältlich. Verglichen mit den normalen 'Ardboys, ist das Set etwas teurer, da man sonst für 22,50-25 EUR 10 der Schwarzorks / 'Ardboys bei Games Workshop erhält. Die Box wurde mittlerweile aber durch eine andere Packungsgröße mit 15 Modellen für 45 EUR ersetzen. Mit dem Argument, dass man hier auch einen Ironjaws Helden dabei hat, die selbst mindestens 26 EUR kosten, gleicht das die Preisrechnung entsprechend aus.
Zur Gussqualität muss man kaum Worte verlieren. Es sind Citadel Miniaturen, gegossen in UK, mit sehr wenigen Gussgraten und scharfen Details. Die Modellierung und überzeichneten Züge machen die Modelle recht einfach zu bemalen, besonders für Einsteiger. Die Gesichter der Orruks sind im Vergleich mit den älteren 200xer Orks etwas wilder und brutaler, aber mir persönlich gefiel der Stil der älteren Gesichter etwas besser, da sie gerade beim Unterkiefer größere, überzeichnetere Gesichtszüge hatten. Aber wie oben bereits erwähnt, ein paar Köpfe auszutauschen ist mit das leichtest. Die harten Kanten des Orrukdesigns trennen die einzelnen Partien und Bereiche der Modelle klar voneinander an, führen so Farbe und Pinsel gleichermaßen und machen es entsprechend einfach Tusche und Highlights aufzutragen. Daher sind die Orks nicht nur von der Spielweise sondern auch aus Sicht der Modelle recht Einsteigerfreundlich.

SiamTiger

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Sonntag, 15. Juli 2018, 11:38

Normalerweise ist Weihnachten die Zeit in der Games Workshop Gelände veröffentlicht, aber mit der neuen Edition von Age of Sigmar ist es auch eine gute Zeit um ein paar Missionsziele zu veröffentlichen, die Shattered Dominion Objectives.
Bei den neuen Geländesets liegen häufig Regeln bei, wie diese das Spiel beeinflussen und welche Boni sie für bestimmte Fraktionen bieten (Ihr erinnert euch an das Gloomtide Shipwreck vor ein paar Wochen?). Ja, das hier ist technisch gesehen Gelände, aber nicht wirklich. Die Missionsziele haben ihre Eigennamen aber keine Sonderregeln (Aber hey, keine hält euch davon ab das mit ein paar Hausregeln zu ändern). Ich bin sehr an dieser Box interessiert, da es ein Fantasy-Set ist und ich mir einige Verwendungszwecke auch in generischen Regelwerken vorstellen kann. Daher schauen wir uns in dieser Review doch einmal an, was in der Box ist.
Die Shattered Dominion Objectives kostet 25,00 EUR und enthält zwei Gussrahmen aus Hartplastik. Außerdem liegt noch eine Bauanleitung bei, welche den Zusammenbau der 7 Objekte erklärt.
Die beiden Gussrahmen sind dabei eng bestückt und der Guss ist gut mit nur wenigen Gussgraten. Die Details sind nicht ganz so scharf an manchen Stellen, was an den Hinterschneidungen und "begrenztem" Platz im Gussrahmen liegt (Spritzgussformen sind zweidimensional, weshalb die Details in der Horizontale besser abgebildet werden können als in der Vertikalen, daher müssten manche Bauteile entsprechend aufgeteilt werden um rund herum plastische Details zu haben). Aber der Detailgrad ist für Gelände bzw. Missionsziele mehr als ausreichend. Die einzelnen Bauteile lassen sich gut aus dem Gussrahmen lösen, lediglich bei den kleinen Kometen des Realmvault Key müsst ihr aufpassen. Eine der Kometen ist mir beim Herauslösen abgebrochen. Hier ist die Verbindungsstelle knapp einen Quadratmillimeter groß, seid also entsprechend vorsichtig.
Das Realm's Ransom. Welches Set mit Missionszielen wäre vollständig ohne eine Schatztruhe? Die war also gesetzt und es sind sogar zwei enthalten, wenn man die Trove of Arcane Glory (weiter unten) mitzählt. Rollen- (und Fortnite) Spieler wissen um die Gefahren eines Mimikers / Imitators, nur mal so als Anregung für die Hausregeln. Der Zusammenbau geht einfach von der Hand, klebt den Deckel der Truhe nicht fest, da hier die Reibung den Deckel in der entsprechenden Position festhält. Man könnte auch die innere Lade mit den Münzen nicht festkleben und mich Plastikkarton andere Inhalte zum Austauschen basteln, falls man es möchte.

Dies ist der Realmvault Key; er erinnert mich ein wenig an das Initiativewerkzeug aus dem Das Schwarze Auge Brettspiel "Dorf des Grauens". Wie oben bereits erwähnt, seid hier vorsichtig wenn ihr die Teile aus dem Gussrahmen löst, da die Kometen nur mit einem dünnen Anguss an den Metallbändern verbunden sind. Ich könnte mir den Realmvault Key auch als Game of Thrones inspirierten Globus in den Gemächern eines Technicus oder Magus vorstellen.
Eine schöne Referenz an die Arthus Sage bzw. Excalibur ist die Iconoclast Axe, welche tief im Stein steckt. Man könnte hier z.B. das Modell welches sich in Basekontakt befindet einen Stärketest ablegen lassen, und wenn dieser gelingt, darf es die Axt in die Schlacht tragen. Mir gefällt das stoische Gesicht. Diese übergroßen Köpfe gibt es aus Resin schon etwas länger von der polnischen Resinschmiede Scibor, aber es schön dass es sogar nun auch aus Plastik gibt.
Der Hallowed Tomb, ein weiterer Klassiker. Besonders wenn man mit oder gegen eine Untote Armee spielt, passt es einfach hervorragend. Der Zusammenbau ist selbsterklärend.
Die zweite Truhe, die Trove of Arcane Glory. Dieses mal ohne Münzen und Edelsteine, aber mit Tränken, Fläschchen und Büchern. Ebenfalls eine großartige Ergänzung für die Werkstatt oder Labore eines Technicus oder Magiers.
Dieser Stapel an erbeuteten Waffen, das Ensorcelled Armoury, ist recht schick. Ich kann mir das gut in einem Thronsaal oder als Beuteberg in einem Ork oder Tiermenschenlager vorstellen. Man sollte es wohl erst nach der Bemalung zusammenkleben um wirklich an alle Teile heranzukommen.
Wahrscheinlich das Hauptstück des Sets ist der Soul Stone. Ebenfalls gut umsetzt mit den gravierten / besessenen Schädeln im Stein, allerdings könnten die Ketten etwas detaillierter sein, hier sind die einzelnen Kettenglieder etwas weich / zu rund. Daher sollte man hier die Vertiefungen mit Blacklining nachziehen, da ich bezweifle, dass Tusche oder Wash alleine ausreicht. Da man den Stein selbst in drei Teile aufgeteilt hat, hat man das Problem mit den Hinterschneidungen ganz gut gelöst. Ich hätte zwar die Ketten an die schrägen Seiten angebracht um damit die Gusstechnisch weniger detaillierten Bereiche zu überdecken, aber das ist Rosinenpickerei.
Für die Bemalung gibt es hier zahlreiche Möglichkeiten. Man könnte es als großen Splitter bemalen, mit glänzender Lackschicht, vielleicht in Blau oder Schwarz mit starken Highlights (denkt an den Seelenstein in Diablo) oder als Stein mit grünleuchtenden Fratzen. Auch hier gibt es zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten, vielleicht erinnert ihr euch noch an die alten Herdsteine der Tiermenschen (hier auch in Kombination mit dem Ensorcelled Armoury z.B.) oder auch für Warhammer 40.000 Szenarien, in denen Dämonen oder die Inquisition involviert sind.
Das komplette Set an Missionszielen nimmt schon ein bisschen Platz auf dem Spieltisch in Anspruch.
Man muss die einzelnen Missionsziele natürlich mal ins Verhältnis setzen. Ihr seht wie groß diese sind hier neben einem Stormcast Eternal. Da sich diese auch hervorragend außerhalb von Warhammer einsetzen lassen, auch der Vergleich mit Frostgrave Magiern, zusammen mit ein paar Beutemarkern und Schatztruhen anderer Hersteller.
Ein sehr offensichtlicher Verwendungszweck ist auch als Missionsziel oder Aufwertung der Spielbretter in Warhammer Underworlds Shadespire. Einen anderen Ansatz für Shadespire-Gelände verfolgt man z.B. hier auf Can you roll a crit?.
Und natürlich das abschließende Bilderset der zusammengebauten Modelle.
Fazit
Ich war positiv überrascht über die Größe der einzelnen Missionsziele. Mir ist bewusst, dass Warhammer / Age of Sigmar klarer Heroic Scale ist, aber manche der Gegenstände lassen sich wahrscheinlich sogar mit 40mm Miniaturen einsetzen. Darüber hinaus kann man festhalten, man kriegt einiges für sein Geld, 7 Missionsziele für 25 EUR ist ein angemessener Preis. Vergleichbare Geländesets, primär verfügbar aus Resin, spielen in einer vergleichbaren Preisklasse. Und man sollte hier auch nicht vergessen, für Warhammer Gelände hat es eine erstaunlich niedrige Dichte an Schädeln, etwas was in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal bemängelt wurde.
Die Shattered Dominion Missionsziele sind, wie der Name erahnen lässt, im passenden Stil gehalten, um in Kombination mit dem Realm of Battle Spielfeld bzw. den Bases und Basegestaltungssets des gleichen Namen verwendet werden zu können.
Das Design der Missionsziele ist recht heroisch aber nicht zu spezifisch, so dass diese recht frei mit verschiedenen Armeen eingesetzt werden können. Auch außerdem der Welt von Age of Sigmar / Warhammer. Ich kann mir daher das Set auch gut für Dungeon Crawler oder Skirmishsysteme wie Frostgrave vorstellen, oder eben um das Spielfeld bei Shadespire wie oben gezeigt etwas aufzuwerten.

SiamTiger

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Dienstag, 17. Juli 2018, 17:26

Anfang des Jahres ist auf meinem Facebook-Feed recht unerwartet eine Anzeige von Warhammer Recruiting aufgetaucht. Man sucht einen Store Manager für Koblenz. Moment Mal? Das würde ja heißen, ich kriege hier einen "echten" Warhammer Laden vor die Haustür.
Ich habe 7 Jahre in Koblenz gelebt, bin nach wie vor ein Fan der Stadt, aber wenn mir jemand gesagt hätte, Games Workshop plant ein Ladenlokal dort hätte ich mit einem Lachen abgewunken. Am 04. August öffnet Warhammer Koblenz seine Pforten im schönen Städtchen an Rhein und Mosel. Irgendwie schräg, das letzte Mal dass ich auf einer Ladeneröffnung war, ist gut 20 Jahre her. Das war die Eröffnung des Games Workshops in Darmstadt am 26. Juni 1999! Ich war mit meinem ältesten Freund, mit dem ich zusammen ins Tabletop Hobby eingestiegen bin, vor Ort.
Das war gar keine einfache Suche, da ich mich nicht mal mehr daran erinnern konnte, dass es Darmstadt war und wir felsenfest der Meinung waren, wir wären damals in Wuppertal bzw. irgendwo im Ruhrgebiet gewesen. Davon gibt es sogar einen Beweis im White Dwarf (Ausgabe 45 September '99) dass ich vor Ort war, etwas Recherche in meinem Archiv brachte dann auch diese Bilder hier zu Tage. :D
Ist auch nicht das einzige Mal, dass ich im deutschen White Dwarf zu sehen bin, wer die anderen Male findet, kann sich ja mal melden. Der kriegt von mir ein kleines Überraschungspaket :D
Damals gab es unter anderem übergroße Orkkopf-Anhänger als Give Aways und entsprechende Rabattstaffeln. Ich glaube ich habe damals eine Regimentsbox Imperiale Soldaten geholt, dürften die mit Hellebarden gewesen sein. Heutzutage hat Games Workshop da ganz andere Sachen zu bieten, in zwei Wochen Samstag warten ein besonderer Space Marine Captain und ein Würfelpack auf die Besucher, allerdings nur in begrenzter Stückzahl. Ist dann für die Hobbyisten aus der Region sich selbst mit den Sachen einzudecken und diese nicht mit dem entsprechenden Aufschlag aus zweiter Hand zu kaufen.
Den neuen Nighthaunt und Space Marine Captain gibt es zur Eröffnung leider noch nicht, die sind für die Ladengeburtstage vorbehalten. Dafür gibt es aber verschiedenes Merchandise in Form von Pins, Tassen und T-Shirts, zu denen es leider keine Bilder gibt.
Ich habe heute den neuen Ladenleiter Carlos an der "Laden-Baustelle" getroffen und noch ein paar Bekannte aus der Koblenzer Tabletopszene getroffen, die ihre Beiträge für den Ladenmalwettbewerb abgeholt haben, und auch neue Leute kennengelernt, u.a. Daniel von den Banana Pirates. Carlos hat hier lokal einiges vor, unter anderem einen langen Spieleabend. Das habe ich beim Spieleladen am Friedrich-Ebert-Ring schon sehr geschätzt und wäre für mich gar nicht so uninteressant um mal die eine oder andere Runde Shadespire oder Inq28 zu spielen.
Ist für den einen oder anderen Sammler entsprechend ein Anreiz sich nochmal bei einer Ladeneröffnung blicken zu lassen. Ich habe mir den Samstag, am 04. August, schon mal vorgemerkt mit lecker eGelosia Eis in der Hand, sofern da nichts anderes ;) dazwischen kommt. Ich bringe euch natürlich ein paar Bilder mit. Liegt für mich nämlich wirklich vor der Haustür und mit der neuen, offeneren Art in der Games Workshop sich in den sozialen Medien und auf Warhammer Community gibt, könnte das interessant werden wieder mehr in und mit einem Ladenlokal zu interagieren.
Vielleicht sieht man sich in knapp zwei Wochen in Koblenz (ansonsten im August auf dem Warhammer Fest Europe?), bis dahin!

SiamTiger

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Samstag, 21. Juli 2018, 15:35

Mit der Ostfront Erweiterung für Bolt Action hatte man seiner Zeit "sämtliche" Aktivitäten der russischen Armee abgedeckt, beginnend mit dem Winterkrieg und Khalkin Gol. Aber diese neue Kampagnenerweiterung The Road to Berlin, fokussiert die allerletzten Kriegsjahre, vom Juni 1944 bis zur Überquerung der Spree.
Warlord Games geht hier ins Detail der letzten Jahre, eher Monate, des zweiten Weltkriegs. Sehr stark ins Detail, denn mit 148 Seiten ist diese Kampagnenerweiterung die bisher umfangreichste. Campaign New Guinea ist nur ein wenig kürzer mit 132 Seiten, gefolgt von Battle of the Bulge und Duel in the Sun mit jeweils 124 Seiten. Daher schon ein ziemlicher Brocken für die 19,99 GBP bzw. 30 USD. Oben sehen wir in dieser Review auch die beiden Cover im Vergleich, mit dem endgültigen Deckblatt links und dem frühen Deckblatt rechts, welches von Osprey im Produktkatalog verwendet wurde. Das passiert manchmal um ein noch nicht veröffentlichtes Buch zu bewerben und bevor die finale Entscheidung beim Artwork getroffen ist. Gleiches haben wir schon bei Duel in the Sun und Campaign New Guinea gesehen.
The Road to Berlin ist sehr konzentriert auf die sowjetischen Truppen und ihre Vorstöße gegen ein zerfallendes Deutsches Reich. Aber es geht dabei nicht nur um die Russen, sondern auch andere Osteuropäische Streitkräfte. Daher findet ihr auch Regeln in diesem Buch für die Polnische Heimatarmee (Armia Krajowa), die Russische Befreiungsarmee (ROA) und den Prager Aufstand.
Die Kampagnenerweiterung wurde von Roger Gerrish geschrieben, den manche evtl. für sein ebenfalls für Warlord Games geschriebenes Dr. Who Miniaturen Regelwerk kennen und es ist sein erstes Werk für Bolt Action als Hauptautor. Ich war etwas überrascht, das Andy Chambers nicht involviert war, da er auch der Autor von Ostfront und Armies of Soviet Union war. Aber ich gehe davon aus, er war noch mit Blood Red Skies eingebunden.
Warlord Games versorgt natürlich die Direktkunden von The Road to Berlin mit einer exklusiven Miniatur. In diesem Fall die russische Verkehrsleiterin Maria Limanskaya.
Aber das ist nicht alles, da die Schlacht von Berlin, als Kampf um die Hauptstadt des Deutschen Reiches ein so großes "Finale" für den zweiten Weltkrieg darstellte, hat Warlord Games ähnlich wie zur Pegasus Bridge ein besonderes Szenario-Schlachtenset zusammengepackt. Mit sehr vielen Infanteriemodellen, Fahrzeugen und großen Häusern, alles was man für eine solide Runde Bolt Action benötigt. Das Set ist in zwei Varianten verfügbar, als das "reguläre" Schlacht um Berlin Set für 200 GBP und die größere Sammlerauflage mit noch mehr Gelände und besonderem Inhalt für 295 GBP.
Worum geht es?
Im Juni 1944 waren die Achsenmächte in der Mitte zwischen zwei großen Militäroperationen, den Vorbereitungen zur Landung in der Normandie / Operation Overlord durch die Alliierten im Westen, und Operation Bagration, einer großangelegten Gegenoffensive der Roten Armee im Osten. Durch das Zurückdrängen der deutschen Truppen an der Ostfront, verringerte sich auch die Situation in den durch die Deutschen besetzten Ländern. Die Aktivitäten der Sowjetunion brachten einiges an Momentum in diese Regionen, weshalb die Bürger in diesen Ländern die Chance auf erfolgreichen Widerstand sahen. Daher deckt das Buch auch die beiden Aufstände in Warschau (mit 20 Seiten) und Prag (mit 10 Seiten) ab. Damit werden etwas weniger als ein Jahr Konflikt in 14 Szenarien abgebildet.
Die Kapitel sind dabei in sich geschlossen und können in dieser Reihenfolge gespielt werden oder man wählt die Stadtkämpfe in den beiden Aufständen für kleinere Schlachten oder eigenständige Kampagnen. Ähnlich wie bereits die Erweiterung Ostfront deckt auch dieses Buch die Sonderregeln für Schnee- und Stadtkämpfe, Befestigungen und Minenfelder ab.
Erster Eindruck
Mit dem was ich oben bereits geschrieben habe, also ein ganzes Kriegsjahr auf 148 Seiten abzubilden, hat man natürlich eine gewissen Erwartungshaltung, was in diesem Buch passiert. Ich hatte The Road to Berlin das erste Mal auf der letztjährigen Crisis in der Hand und war schon vom Gewicht des Buchs positiv überrascht. Ich ging ursprünglich davon aus, es geht um die letzten Kriegsjahre in und um Deutschland, mit dem Rennen um Berlin, dass sich im Westen und Osten geliefert wurde. Das war aber eine falsche Annahme und das Buch ist deutlich russo-zentrischer als ich es erwartet hätte. Das ist aber in Ordnung und bringt so kleinere Armeelisten, ähnlich derer die man aus der ersten Edition von Bolt Action in Italy and the Axis und France and the Allies kennt, ins Spiel. Dabei liegt der Fokus natürlich ganz klar auf die Ausrüstung der späten Kriegsjahre und damit die Möglichkeit schwerere Einheiten wie Königstiger und IS-2 aufzustellen, was interessant ist. Die Regeln decken dabei sogar Einträge wie den Panzer VIII "Maus" ab, und die Stadtkämpfe und Aufstände, die Möglichkeiten Fahrzeuge wie Chwat, Kubus oder den Grauen Wolf aufzustellen.
The Road to Berlin enthält unterschiedliche Theatre Selectors, von den diversen Panzerlisten um Operation Bagration, zu den Fall von Berlin Theatre Selectors und der Panzerliste des Ersatzheers. Es gibt sogar drei kleinere Armeelisten, für den Warschauer Aufstand zur Armia Krajowa, der Polnischen Heimatarmee, dem NKVD (Narodnyi Komissariat Vnutrennikh, Volkskommissariats für innere Angelegenheiten) und der ROA, der Russischen Befreiungsarmee die an der Seite und gegen die Deutschen in Prag gekämpft hat.
Alle diese Armeelisten und Theatre Selectors haben natürlich auch neue Einheiten und Helden mit gebracht, dazu gehören Lend & Lease Truppen für die Sowjetunion, ein paar Hinterlandtruppen der Deutschen Armee wie Sicherungsbataillon, Feldgendarmerie, Feldjägerkorps und Strafbataillon, und das Ersatzheer der letzten Kriegsjahre inklusive des Panzer VIII Maus. Während die Deutschen die meisten der neuen Einheiten erhielten, gab es für die Russen ein paar neue Legenden, Junior Sergeant Vasily Kharinaevich Khantaev, Lt. Aleksandr P. Oskin, Captain Georgi Nikitovih Gubkin und Rosa Shanina.
Es gibt 14 abwechslungsreiche und unterschiedliche Szenarien in The Road to Berlin. Offene Feldschlachten, enge Häuserkämpfe und den letzten Winter des zweiten Weltkriegs.
  • Szenario 1: Die Tiger von Krupki (Operation Bagration)
  • Szenario 2: Die Schlacht von Pleshchenitsy (Operation Bagration)
  • Szenario 3: Die '34' (Operation Bagration)
  • Szenario 4: Großwildjagd (Lvov-Sandomierz Offensive)
  • Szenario 5: Auf die Barrikaden (Der Warschauer Aufstand)
  • Szenario 6: Kubus und der Graue Wolf (Der Warschauer Aufstand)
  • Szenario 7: Ausbruch von Petsamo (Die Flanken säubern)
  • Szenario 8: 'Die Russen kommen..." (Die Vistula-Oder Offensive)
  • Szenario 9: Rennen zum Fluss Pileca (Die Vistula-Oder Offensive)
  • Szenario 10: Eine unerwartete Begegnung (Die Vistula-Oder Offensive)
  • Szenario 11: Die Seelower Höhen (Operation Berlin)
  • Szenario 12: Panzerjagd (Operation Berlin)
  • Szenario 13: Berlin - Die Spree überqueren (Operation Berlin)
  • Szenario 14: Der Prager Aufstand - Tritt ein in die ROA (Der Prager Aufstand)
Im Anhang finden sich die Sonderregeln, welche Schnee, Matsch, Eis und Erfrierungen, Schützenlöcher und Geschützstellungen, Minenfelder und Stadtkämpfe abbilden. Einige davon waren bereits in anderen Erweiterungen abgebildet, stehen hier aber in Verbindung mit den Szenarien, welche die harten Winterbedingungen im Osten Europas abdecken und die verbitterten Stadtkämpfe in den verbarrikadierten Häuserschluchten.
Wie spielt sich The Road to Berlin?
Für die Spieler der deutschen Armeen gibt es eine breite Auswahl. Man hat Zugriff auf die Rüstkammer der späten Kriegsjahre, da sind natürlich viele erfahrene und schwere Einheiten dabei, aber da die Szenarien auch Kämpfe an den zweiten Linien abbilden, gibt es hier natürlich auch einige grüne Truppen, welche unerfahren oder schlecht ausgerüstet waren, wie z.B. die Strafbataillone oder die Feldgendarmerie.
Am Anfang sind die Szenarien und Kämpfe zwischen schweren, mobilen Panzertruppen auf beiden Seiten. Während die Rote Armee stärker wird und Zugriff auf die Weiterentwicklungen erhält, muss sich das Deutsche Reich mit den Problemen des verknappten Nachschubs herumschlagen. Daher sind in manchen Szenarien ein paar der Optionen nicht mehr verfügbar, wie bspw. die Luftunterstützung (da die Luftwaffe gegen Kriegsende nicht mehr einsatzfähig war), die Panzer unzuverlässiger und mehr und mehr Einheiten durch Ersatztruppen vertreten wurden, die entweder unerfahren oder veraltet waren.
Der Abschnitt zum Warschauer Aufstand ist recht interessant, da es eine asymmetrische Kriegsführung ins Spiel bringt. Vergleichbar mit der Seelöwe / Gigant Erweiterung, aber eben mit Ausrüstung der späten Kriegsjahre und erbeutete deutsche Fahrzeuge, nicht durch Deutsche erbeutete Fahrzeuge.
Wie geht es weiter?
Nach The Road to Berlin kam mit Campaign Market Garden die nächste Erweiterung heraus. Diese ist auch bereits erhältlich und wird hier in Kürze als Review abgedeckt. Es dreht sich dabei um die großangelegte Luftlandeoperation entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Bei Campaign Burma (Briten / Commonwealth Truppen im Pazifik, ich erwarte hier viele Chindits und Gurkhas) wurde das Veröffentlichungsdatum geschoben. Es sollte eigentlich im August erscheinen ist aber erst einmal vom Plan verschwunden. Im späten August bzw. September geht es mit Campaign The Western Desert zurück nach Afrika, hier wird man wahrscheinlich von Duel in the Sun etwas mehr ins Detail gehen abseits des Mittelmeers. Die Erweiterung Battle of France soll im November kommen und wohl die frühen Kriegsjahre mehr im Detail abbilden, als Germany Strikes! dies getan hat.



Fazit
Ein wirklich prallgefülltes Buch, mit sehr viel Informationen und Inhalten zum Spielen. Für mich als Westeuropäer war da sehr viel neue Information dabei bzw. Dinge von denen ich bisher nur wenig gehört habe (die meisten Filme decken eben eher die Aktivitäten der Alliierten im Westen oder Afrika ab, mit nur wenigen über die deutschen Armeen z.B. in Stalingrad). Daher war es etwas schwer so viel an neuer Information irgendwo zuzuordnen, wo es nur wenige Anknüpfpunkte vorhanden waren. Außerdem ist es bei den Aktivitäten im Osten etwas schwierig die Übersicht zu behalten, wer denn jetzt "Gut" und wer denn "Böse" ist. so hat man Russen gegen Deutsche, Polen gegen beide, die ROA erst an der Seite der Deutschen gegen die Russen, später zusammen mit tschechischen Patrioten gegen die Deutschen.
Da dies alles abdeckt, oder zumindest angeschnitten wird in The Road to Berlin, empfehle ich jedem dem dieser Abschnitt des Krieges neu ist, sich mit weiteren Informationen einzudecken. Es gibt hier wie üblich diverse Osprey Bücher, und für die Rote Armee kann ich die folgenden Bände empfehlen Men-at-Arms #216 The Red Army of the Great Patriotic War 1941-45 und MAA #469 WW2 Soviet Armed Forces (3) 1944-45, allgemein zu den Konflikten Campaign #42 Bagration 1944, CAM #159 Berlin 1945 und Fortress #107 Defenses of the Third Reich 1941-45. Es gibt auch ein Kampagnenbuch zum Warschauer Aufstand, CAM #205 Warsaw 1944.
Da das Buch so dicht gepackt ist über die Gegenoffensive und den beiden Aufständen, ist es nachvollziehbar aber trotzdem ein wenig Schade, dass nicht mehr über die "Wunderwaffen" neben der Maus geschrieben wurde. Denn um ehrlich zu sein, Einheiten wie die Borgward Wanze sind einfach passender zum Bolt Action Regelwerk als der superschwere Panzer, der im Grunde eher Sammlerstück als wirkliche Einheit für ein Regelwerk in Zuggröße ist. Es wäre auch interessant gewesen die Panzerabteilung Kummersdorf mit den ganzen Prototypen und Beutefahrzeugen der Heeresversuchsstelle einzubinden. Dennoch bietet das Buch ein mehr als zufriedenstellendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Bolt Action ist eine Marke von Warlord Games und wird in Deutschland u.a. über Radaddel vertrieben.
Das vorgestellte Produkt wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

SiamTiger

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Sonntag, 22. Juli 2018, 09:34

Ein weiterer ikonischer Panzer der späten Kriegsjahre ist der PzKpfw VI Tiger II, in dieser Review schauen wir uns den Resinbausatz von Warlord Games an, der die Ausf. B ohne Zimmerit und mit Henschelturm abdeckt.
Der Tiger II, ebenfalls bekannt als Königstiger, ist eine Weiterentwicklung des Tiger I und kombiniert die dicke Panzerung seines Vorgängers mit den angewinkelten Seiten des mittelschweren Panther Panzer. Das Tiger-II-Schema war die Krönung der deutschen Panzerentwicklung und -produktion, und erwies sich nach ein paar "Kinderkrankheiten" in Sachen Zuverlässigkeit doch noch als bemerkenswerter Kampfpanzer. Zum ersten Mal zum Einsatz kam der Tiger II im Sommer 1944, in der Verteidigung der Invasion der Normandie durch die Alliierten und wurde an die schweren Panzer-Abteilungen von Wehrmacht und Waffen-SS ausgeliefert. Insgesamt wurden etwas weniger als 500 Einheiten bis zum März 1945 hergestellt. Davon waren die ersten 50 Exemplare mit dem Porsche-Turm ausgestattet, da es Engpässe bei der Produktion des Henschelturms gab. In den ersten Monaten überschnitt sich die Produktion beider Tiger Varianten (I und II / Ausf. A und B).
Die interne Bezeichnung des Tiger II war Sd.Kfz. 182 und er wurde mit dem 8.8 cm KwK 43 L/71 Geschütz bewaffnet. Im Tiger II wurde der gleiche Maybach Benzinmotor verbaut wie im Panther, was bei dem schweren Panzer zu einer Untermotorisierung führte, wie es bei vielen vergleichbar eingestuften Kampfpanzern des zweiten Weltkriegs der Fall war. Das führte zu einem sehr hohen Kraftstoffverbrauch und hohem Verschleiß am Getriebe. Aus diesem Grund sind die meisten Tiger II Verluste, nicht zwingend durch den Gegner ausgeschaltet worden sondern häufig von der Besatzung aufgegeben und / oder zerstört worden, nachdem diese z.B. einen Getriebeschaden erlitten hatten oder der Sprit ausgegangen war.
Es gibt weltweit nur noch ein funktionstüchtiges Exemplar des Tiger II und dieses kann im Panzermuseum von Saumur besichtigt werden. Es gibt weitere Exemplare, die den zweiten Weltkrieg überlebt haben, diese sind aber leider nicht funktionsfähig und können u.a. in Bovington, Kubinka, Fort Benning und Munster besichtigt werden.

Ich hatte die Gelegenheit auf der gut besuchten Stahl auf der Heide 2016 Veranstaltung im Panzermuseum Munster den Tiger II in der hier als Bausatz vorgestellten Version zu sehen.
Der hier gezeigte Bausatz ist ein Resin- und Zinnbausatz von Warlord Games. Es handelt sich um einen Made-to-Order Bausatz und wird daher in einem Luftpolsterbeutel und keinem Karton geliefert, ohne Decalbogen. Dieser Tiger-II Bausatz wurde während der letztjährigen Historicon 2017 im Juli bestellt und war Teil des Kurt Knispel Bundle (Zur Historicon '17 gab es Kurt Knispel als Sonderminiatur, entweder alleine oder mit einem der Panzer die er gefahren ist). Der Kundendienst war so freundlich mir nach einer kurzen E-Mail Anfrage bei der Bestellung den Tiger II mit Zimmerit durch eine Variante ohne Zimmerit auszutauschen.

Warlord Games setzt den Preis bei 28 GBP für den 28mm / 1:56 Bausatz an. Dieser besteht aus einer Hülle, Ketten und Turm aus Resin, alle weiteren Details sind aus Zinn, dazu gehören primär die Kanone, die Auspuffanlage und die Kettenabdeckungen. Die Resinteile wurden mit etwas lauwarmem Seifenwasser gewaschen und die Ketten waren etwas verzogen, was im heißen Wasser korrigiert wurde um diese zu strecken bzw. um die Passform mit der Wanne abzustimmen.

Nach dem die Ketten mit Sekundenkleber an die Wanne verklebt wurden, ging es an die Kleinteile. Die Klebefläche für die Ketten ist so groß, dass es nicht notwendig ist hier etwas zu stiften. An der Front werden der mittlere Scheinwerfer und das Bord-MG sowie die Fahrerluke verbaut. Letztere kann entweder geöffnet oder geschlossen verbaut werden, je nachdem ob man einen Fahrer einsetzen möchte.

Nun folgen die Details am Heck. Die Auspuffrohre zusammen mit den Abschlepphaken und den Haltern. Die Verbindungsstücke können aber auch weggefallen werden und nur die Halterungen angebracht werden. Man sieht bei einigen Bildern von Königstigern, dass diese Teile im aktiven Einsatz verloren gingen.

Jetzt fehlen noch die Abschleppösen an Front und Heck. Diese als ganzes Teil gegossen, weshalb man entweder durch das Resin bohren kann um diese anzubringen oder alternativ den Bolzen etwas ausschneidet und das U-förmige Eisen dann an die Hülle klebt. Wenn man dabei die Seiten etwas andrückt, hat man einen guten Halt und der Schritt geht leichter von der Hand. Verglichen mit dem Plastikbausatz fehlen hier zwei der Abschleppösen und daher habe ich die oberen Auffassungen ohne die Teile gelassen.

Jetzt folgen die letzten, aber auch optionalen Teile der Wanne - die Kettenabdeckungen. Dabei handelt es sich um je ein zweiteiliges Bauteil jede Seite. Mit einem langen Stück für die Seite und einem kurzen Stück für den vorderen Abschnitt. Man könnte hier das Zinn entsprechend einschneiden und damit Kampfschäden simulieren, aber ich habe mir die Überreste aus dem Plastikbausatz von Italeri/Warlord Games geschnappt und diese verbaut.

Und nun zum Turm. Hier handelt es sich um den etwas bulligeren Henschelturm mit der 8,8 cm Kanone. Es gibt auch hier optionale Ersatzkettenglieder, welche üblicherweise an der Turmseite verbaut wurden, allerdings auch "nur" zwei. Wer die Ketten an die Seite kleben möchte, hier macht es Sinn die Halterungen etwas flach zu feilen, damit die Ketten näher an den Turm kommen bzw. die Klebefläche eine größere ist. Die Kommandantenkanzel kann wie beim Fahrer offen oder geschlossen gebaut werden und es gibt einen optionalen Panzerkommandanten. Bei diesem Bausatz liegt kein Turm-MG bei.

Hier der Vergleich mit dem Vorgänger, dem Tiger I. Man sieht beim Tiger II klar das weniger kastenförmiger Design und die angewinkelten Panzerplatten. Höhe und Breite ist etwa gleich, aber der Tiger II Ausf. B kommt auf mehr Länge.

Und natürlich zum Abschluss der Review, ein paar Aufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln, mit den zusätzlich verbauten Kettenabdeckungen aus dem Plastikbausatz.
Fazit
Der Zusammenbau dieses Resinbausatz geht recht zügig von der Hand. Wenn man den Bausatz erst einmal gereinigt hat und eine Trockenprobe der Passform gemacht hat, geht der Rest auch sehr einfach. Kurze Anmerkung zum in Form bringen von Resinteilen, das habe ich dieses Mal mit deutlich heißerem Wasser gemacht (fast kochend) und es war viel ergiebiger als mit dem sonst ca. 60° C heißem Wasser. Das scheint einfach nicht heiß genug zu sein um es wieder in Form zu bringen. Dieser Hitzepunkt kann aber je nach Resinart variieren, daher solltet ihr so etwas vorher besser mit einem Stück Gussast o.ä. vorher testen.
28 GBP ist nicht günstig, aber dafür erhält man einen der schwersten und größten Panzer die ihr für das Geld auf den Tisch stellen könnt. Mit dem kürzlich erschienen Plastikbausatz des Königstigers hat dieser Bausatz eine harte Konkurrenz erhalten, aber wenn man nicht auf Zimmerit steht, gibt es leider (noch?) keine Alternative. Die Kettenabdeckung als großes Stück ist zwar etwas irritierend, aber deutlich angenehmer zu handhaben als 5-6 Zinnteile mit kleiner Klebefläche an die Seite zu kleben. Daher ist das schon in Ordnung. Trotzdem könnte man für das Geld einen Decalbogen beilegen.
Warlord Games bietet diesen Bausatz in unterschiedlichen Varianten an, darunter auch mit Porsche Turm und wahlweise mit Zimmerit. Die Resinvarianten der Zimmerit-Hüllen sind "realistischer" als der neuere Plastikbausatz, da die Zimmeritstruktur unregelmäßiger und abgenutzter ist.

Alfadas Mandredson

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Montag, 23. Juli 2018, 11:32

Danke für die Spitzen Reviews. Immer wieder eine Freude.
Übrigens restaurieren einige Schweizer und Deutsche in Full (in der Nähe der Deutschen Grenze bei Waldshut) gerade einen KöTi. www.koenigstiger.ch
Der Panzer kam nach dem Krieg in die Schweiz und wurde lange als Schleppobjekt benutzt. Anschliessend stand er im Panzermuseum in thun, bis er vor eingen Jahren als Dauerleihgabe der Schweizer Armee ans Militärmuseum übergeben wurde.

[img]http://www.koenigstiger.ch/images/bild_1-16-a.jpg?crc=372888820[/img]
[img]http://www.koenigstiger.ch/images/134.jpg?crc=162314262[/img]

http://www.festungsmuseum.ch/
Die Geschichte hat bewiesen, dass es keine unbesiegbaren Armeen gibt.

SiamTiger

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Montag, 23. Juli 2018, 14:52

Danke für die Rückmeldung und den Tipp. Ein Besuch in Thun ließe sich für mich evtl. mal mit Lörrach oder Konstanz verbinden. Gut zu wissen! :)

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Dienstag, 24. Juli 2018, 07:41

Den schwersten Plastikbausatz den Warlord Games für die sowjetischen Truppen anbietet ist der schwere Panzer IS-2 - der passt perfekt zur Kampagnenerweiterung The Road to Berlin für Bolt Action und ist ein würdiger Gegner für den Königstiger. Daher ist es an der Zeit dem IS-2 auch eine Review zu widmen.
Der IS-2 (Iosef Stalin, oder auf Deutsch JS-2 für Josef Stalin) war der Nachfolger der schweren IS-Panzerreihe und gilt als einer der mächtigsten Kampfpanzer des zweiten Weltkriegs. Er wurde entwickelt um der mächtigen 8,8er Geschütze der Deutschen zu widerstehen und dem Tiger und Panther mit seiner 122mm Kanone entgegenzutreten. Ab April 1944 wurde der Panzer eingesetzt und war Teil der finalen Offensive der Roten Armee in Richtung Berlin. Es wurden etwa 3.850 Exemplare zwischen 1943 und 45 gebaut, womit der IS-2 der am häufigsten gebaute Panzer der IS-Reihe ist und mehr als dreimal so häufig gefertigt wurde wie der Tiger I. Dabei wurde der Panzer nicht nur von der Roten Armee / sowjetischen Truppen eingesetzt sondern war auch Teil von polnischen und tschechoslowakischen Panzerverbänden zum Ende des Krieges. Zu dem Zeitpunkt wurde auch die IS-3 als Nachfolger des IS-2 vorgestellt. Die IS-2 transportierten häufig Infanterie in die Schlacht, was ihnen selbst auch wertvolle Verteidigung gegen gegnerische Infanterie einbrachte. Warlord Games zollt dieser Tatsache Tribut und hat dem Panzerbausatz einen Gussrahmen Infanterie beigelegt.

Warlord Games bietet den Bausatz für 20 GBP an. Es handelt sich um eine Kooperation mit Italeri, welche den Fahrzeuggussrahmen beisteuern, Warlord Games ergänzt dies um oben benannten Infanteriegussrahmen, Decalbogen, Profilkarte, Schadensmarker und eine Bau- und Bemalanleitung. Der Panzer ist im 28mm / 1:56 Maßstab gehalten und deckt auch die Hoheitszeichen der Polen und Tschechoslowaken neben der Russischen ab. Es gibt keine Varianten des IS-2, weshalb dieser Bausatz über keine Optionen abseits des Panzerkommandanten und des Turm-MGs verfügt.

Die IS-2 ist verteilt auf zwei Plastikgussrahmen mit den abgerundeten Rahmen, die Infanterie in den klassischen Warlord / Renedra Rahmen mit trapezförmigen Rahmen. Bei letzterem war man recht großzügig und hat einen kompletten Rahmen mit 8 (!) Modellen, sowie Bases und Bewaffnung beigefügt.

Der Guss ist gut umgesetzt, mit wenigen Gussgraten und keinem Versatz.

Der Zusammenbau startet wie üblich mit den Ketten. Leider ist hier die Anleitung fehlerhaft und benennt die Einzelteile falsch. Aber da es offensichtlich ist, welche Teile benötigt werden, ist dies nur ein kleiner Fauxpas.

Die Ketten werden jetzt an die Seiten der unteren Wanne verklebt. Man könnte jetzt schon Bleigewichte in die Wanne kleben, aber ich habe das später gemacht, da wir mit der Wanne noch nicht fertig sind und hier noch Details an Front und Heck fehlen.

So wird die untere Front noch mit Ersatzkettengliedern und Abschlepphaken versehen.

Jetzt folgt die obere Wanne zur Hülle. Jetzt kann man das Bleigewicht im Chassis verkleben um das Gewicht zu erhöhen. Besonders bei diesen größeren Fahrzeugen der "Schweren Panzer" Klasse finde ich es wichtig das zu tun, damit diese sich auch entsprechend anfühlen.

Die Wanne ist nun fast fertig. Es wird noch die Panzerung am Heck ergänzt und ein paar weitere Details angeklebt, wie die Zusatztanks, Werkzeuge und Zuladung.

Das Heck erhält ähnliche Teile wie die untere Front, zusätzliche Kettenglieder und Verankerungen zum Abschleppen. Außerdem einen Satz Abschleppseile. Diese sind die einzigen eher "fummeligen" Teile des Bausatzes, da sie sich überschneiden und flexibel sind.

Das Chassis ist nun komplett, daher geht es mit dem Turm weiter. Hier kann das Geschütz so verbaut werden, dass es beweglich ist. Dazu darf man lediglich nicht das Teil 53 mit Teil 34 verkleben. Die Luken können offen oder geschlossen verbaut werden und es gibt einen optionalen Panzerkommandanten, welcher in beide Luken passt.

Jetzt wird der Turm auf die Wanne aufgesetzt und es fehlen nur noch die Bügel um den Turm herum.

Hier die fertig gebaute IS-2 bzw. JS-2, je nachdem ob man sich für die Russische oder europäische Schreibweise für den schweren sowjetischen Panzer entscheidet.

Hier ein Vergleich mit anderen schweren sowjetischen Panzern, der KV-1 und IS-3. Man erkennt die Verwandtschaft der Reihen untereinander, ebenso wie die Nähe in den Abmessungen.

Aber wie oben schon angeschnitten, man könnte diese Review nicht abschließen ohne einen Vergleich mit der großen Katze der deutschen Armee, dem Tiger II. Ähnlich in Länge und Breite, aber die IS-2 hat die niedrigere Silhouette. Im dritten Bild, spätes Kriegsgerät unter sich, der Resin Tiger II, neben IS-2 und dem britischen Comet.

Und der letzte Satz an Bildern, die IS-2 aus unterschiedlichen Winkeln.
Fazit
Trotz des Preises von nur 20 GBP erhält man reichlich in diesem Bausatz. Nicht nur ist die IS-2 ein recht großer Bausatz, er ist auch angenehm zu bauen. Dann der komplette Infanteriegussrahmen, mit Waffen und allem Drum und Dran, ist eine tolle Beigabe. Denn bei Bolt Action kann man für die Russen nie genug Infanterie haben. Außerdem decken die Decals auch die Hoheitsabzeichen für polnische und tschechoslowakische Varianten der IS ab.

Der Guss ist gut gemacht, die Passform stimmt auch. Es gibt überhaupt keine Einwände zu dem Bausatz.Üblicherweise würde ich jetzt noch ein paar Anmerkungen über Umbaumöglichkeiten ergänzen, aber bei der IS-2 gab es keine (zumindest sind mir keine bekannt). Die IS-2 wurde auch nach dem zweiten Weltkrieg nicht mehr eingesetzt, da das Panzerprogramm der UdSSR sehr breit aufgestellt war und für die Zeit nach dem Weltkrieg / im Kalten Krieg andere Fahrzeugreihen hervorbrachte. Daher wäre für ein Cold War gone Hot / Team Yankee Projekt in 28mm wohl T-54 oder T-55 die sinnvollere Wahl. Man könnte die IS-2 als Beutefahrzeug einsetzen, da ein paar Exemplare durch die Deutschen erbeutet wurden. Diese wurden aber nicht wirklich in Dienst gestellt, sondern zu Forschungszwecken dem Oberkommando der Wehrmacht oder der Heeresversuchsanstalt in Kummersdorf zur Verfügung gestellt. Daher solltet ihr diese einsetzen wollen, passt der Panzer wohl am ehesten in die letzten Schlachten um Berlin, evtl. als Teil des Ersatzpanzerheeres oder ähnlichen Verbänden.

Alfadas Mandredson

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Dienstag, 24. Juli 2018, 13:30

Danke für die Rückmeldung und den Tipp. Ein Besuch in Thun ließe sich für mich evtl. mal mit Lörrach oder Konstanz verbinden. Gut zu wissen! :)

Einfach früh genug melden. Da ich auf dem Waffenplatz arbeite, könnte man gut noch nen kleinen Rundgang machen. Z.B. auch zur HAM;)
Die Geschichte hat bewiesen, dass es keine unbesiegbaren Armeen gibt.

Utgaard

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Dienstag, 24. Juli 2018, 16:02

Danke für das Review des Tiger II und des JS II - beide sehr schön ausführlich und nachvollziehbar!

SiamTiger

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Mittwoch, 25. Juli 2018, 09:03

@Alfadas Manderson


Danke für das Angebot, darauf komme ich bei Gelegenheit gerne zurück.


@ Utgaard
Danke für das Feedback. Ich habe auf der Tabletop-Welt ein paar Anmerkungen bzgl. der Varianten erhalten, die ich im Originalartikel im Blog einpflegen werde.
Morgen oder Freitag geht es dann mit der deutschen Winterinfanterie weiter, passt ja zum Thema.


Aber heute gibt es erst einmal eine kleine Unterbrechung. Ich habe die Malign Sorcery Kampfmagie-Erweiterung für Age of Sigmar auf den Tisch, da das keines der klassischen Sweetwaterthemen ist und die Review mit 85 Bildern und ca. 2.500 Wörtern auch ein wenig den Rahmen der Beiträge hier sprengt, nur kurz die Einleitung und den weiterführenden Link: Warhammer Age of Sigmar - Unheilvolle Zauberei


"In der zweiten Edition von Warhammer Age of Sigmar kommt auch die Magie "zurück" zu Warhammer. Mit Unheilvolle Zauberei bringt Games Workshop die erste vollwertige Kampfmagie-Erweiterung für Age of Sigmar heraus und die neueste seit der 4./5. Edition von Warhammer Fantasy. Schauen wir gemeinsam in den Inhalt der Box in dieser Review.



Unheilvolle Zauberei wurde zusammen mit Soul Wars veröffentlicht und kostet 60 EUR. Die Verpackung ist recht groß, wie man am Vergleich mit einem Primaris Space Marine sieht. In der großzügig ausfallenden Kartonverbpackung ist eine versiegelte Tüte, welche die Gussrahmen enthält, außerdem das Regelwerk zu Unheilvolle Zauberei, die Bauanleitung und die Endloszauberschriftrollen (Magiekarten).



Das Regelwerk zu Unheilvolle Zauberei ist ein vollfarbiges 88-Seiten umfassendes Softcover und deckt neben den Regeln für die Zaubersprüche auch Szenarien und Hintergrundinformationen ab, gepaart mit tollen Schlachtenbildern. Dabei wird sehr umfangreich die Geschichte der magischen Winde in den Reichen Age of Sigmars erzählt, sehr farbenfroh und mit viel Tiefe. Und es erklärt die neuen Endloszauber, denn darum geht es primär in Unheilvolle Zauberei. Zaubersprüche die im Spiel bleiben bis diese gebannt werden oder das Spielfeld verlassen. Das ist auch der rund warum diese Zaubersprüche Miniaturen und ihre eigene Kampfmagieerweiterung erhalten haben."


Hier geht es dann weiter - https://www.chaosbunker.de/de/2018/07/25…volle-zauberei/

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Donnerstag, 26. Juli 2018, 18:47

Nach der Themenwoche zur Bolt Action Erweiterung The Road to Berlin und ein paar passenden Fahrzeugen ist jetzt Zeit den nächsten passenden Infanterie-Bausatz auszupacken - deutsche Soldaten in Winterausrüstung. Letztes Jahr, zusammen mit The Battle of the Bulge hat Warlord Games das Sortiment, insbesondere der deutschen Armee, um eine umfangreiche Menge an Zinnblistern ergänzt. Im April, etwa zur Salute, hat man dann die neue Plastikbox "Winter-Deutsche" vorgestellt, passend für beide Fronten, Ost und West.
Der Bausatz enthält 30 Miniaturen im 28mm Maßstab und besteht aus Hartplastik. Der Preis liegt bei 26 GBP (ca. 30 EUR). An der Einstufung auf der Vorderseite sieht man, die Box ist für frühe bis späte Kriegsjahre einsetzbar.
In der Box sind 5 Gussrahmen mit je 6 Soldaten enthalten, außerdem noch 30 Rundbases mit 25mm Durchmesser aus Kunststoff. Dies sind die neueren Warlord Games Plastikbases, welche mit einer kleinen Lippe kommen, damit man diese besser mit dem Basematerial gestalten kann. Außerdem gibt es noch ein doppelseitigen Beipackblatt, welches ein wenig Hintergrund und die Auflistung der Einzelteile abdeckt, sowie einen Decalbogen.
Wie oben bereits erwähnt, enthält jeder Gussrahmen 6 unterschiedliche Körper in Mänteln, dazu eine breite Auswahl an Ausrüstung und Bewaffnung und auch recht viel Abwechslung mit 14 unterschiedlichen Köpfen. Der Guss ist scharf und mit vielen Details, die Gussgrate sind minimal und leicht zu entfernen. Der Rahmen ist eng bestückt und die Bewaffnung ist zusammen mit den Armen modelliert, also kein "fummeliges" Einsetzen der kleinen Gewehre in kleine Hände wie bei den ganz frühen Bausätzen.
Fangen wir mit den 6 unterschiedlichen Körpern an, davon sind 5 in aufrechter gehender oder laufender Haltung, eine kniet. Allerdings gibt es keine liegenden Posen, wie in manchen der anderen Infanteriebausätzen aus Kunststoff.
Da die Waffenauswahl recht breit ist, gehen wir hier in kleineren Gruppen vor. Der Gussrahmen deckt als primäre Bewaffnung die Karabiner 98, Maschinenpistole 40 und Sturmgewehr 44 ab. Für den Offizier und zwei weitere Soldaten wählte ich daher eine MP40 und ein Sturmgewehr 44. Die Haltung der Waffenarme ist deutlich dynamischer geworden über die letzten Boxen. In diesem Set gibt es u.a. auch nachladende und einfache tragende Haltungen, nicht nur feuernd oder zielend.
Die nächsten drei Landser haben reguläre Karabiner 98K, und auch hier trotz der gleichen Bewaffnung abwechslungsreiche Posen. Achtsam, erhoben oder einfach über die Schulter geworfen um mit der freien Hand eine Granate zu werfen.
Natürlich gibt es auch in diesem Bausatz besondere Bewaffnung. Man kann die Wintersoldaten mit Panzerfäusten ausstatten, entweder zielend oder unter dem Arm geklemmt, und es gibt selbstverständlich auch ein MG Team. Hier sind ein MG34 und M42 in jedem Gussrahmen enthalten, abhängig davon ob man sich für frühe oder spätere Zeitabschnitte entscheidet. Es gibt allerdings nur einen linken Arm, dieser trägt die Trommelmagazine des MG34. Man hat scheinbar auch die um den Hals geworfene Munitionskette aus dem Betrieb genommen, und die Munition für das MG42 gibt es "lediglich" als Teil des Rückengepäcks. Man kann hier aber leicht aus dem Grenadier Plastikbausatz etwas umbauen, wenn man möchte, dazu aber späte diese Woche mehr.
Nun folgen die Köpfe. Hier stehen uns insgesamt 14 unterschiedliche Köpfe zur Auswahl, eine recht breite Auswahl. Neben regulären Stahlhelmen, Stahlhelmen mit Überzug, Feldmütze und Schiffchen, gibt es natürlich auch eine Offiziersmütze und zwei Wollmützen. Man kann auch hier die Köpfe anderer Plastikbausätze untermischen, je nachdem ob man es mehr nach frühen oder späteren Kriegsjahren aussehen lassen möchte. Hier auch wieder insbesondere der Grenadier-Bausatz mit den ähnlichen Helmen, die aber mit Tarnbezug ausgestattet sind.
Jetzt folgen noch das Gepäck und die persönliche Ausstattung der Soldaten. Ich habe hier das Gepäck nach der Bewaffnung der Soldaten zusammengepackt, Ersatz-Maschinengewehrlauf und Munitionskiste für das MG-Team, eine Kartentasche für den Offizier und reguläres Marschgepäck mit passender Munition für die restliche Truppe.
Und der ganze 10er Trupp zusammen.
Ein kurzer Vergleich der Wintertruppen aus Kunststoff neben einem aus Zinn. Und noch in der Mitte zwischen einem Grenadier und einem US Marine.
Ein paar Nahaufnahmen in 5er Gruppe.
Fazit
Je nach Zusammenstellung könnt ihr aus der Box bereits 500 Punkte aufstellen, ein Offizier mit zwei Mann Gefolge, und drei Trupps zu je 9 Mann (jeweils mit MG und versch. Optionen wie Panzerfaust, MP40 und / oder Sturmgewehr). Man kann runter oder hoch gehen, je nachdem ob man die Modelle in Mänteln als erprobte Veteranen oder arme Osttruppen darstellen möchte.
Mit diesem Bausatz hat Warlord Games ein bereits sehr überzeugendes Sortiment an Deutschen in Winterausrüstung noch einmal aufgewertet. Die bereits verfügbaren Blister sind sehr charaktervoll, man hat hier einen Befehlsstab, eine Panzerbesatzung, verschiedene Waffenteams aber "nur" einen regulären Trupp mit 10 unterschiedlichen Soldaten. Man könnte hier mit Gebirgsjägern und den Amerikanern in Winterkleidung als Brandenburger etwas aufstocken, aber richtig öffnet sich das erst durch den Plastikbausatz. Und dieser ist auch noch kompatibel mit den anderen Plastikbausätzen. Wenn man hier also noch eine Box oder Gussrahmen der deutschen Grenadiere oder Russen in Winterausrüstung mischt, kann man das Ganze noch weiter ausbauen. Ich werde den Gedanken in einem separaten Artikel aufgreifen und aufzeigen, was ich meine.
Mir gefallen die dynamischen Posen, die Waffenarme sind deutlich lebendiger und die Gesichter sehr ausdrucksstark. Ich bin sehr angetan von dem Ergebnis dieser Box und da Bolt Action ein kompaktes, schnelles Spiel ist, ist dieses Set auch direkt ein guter Start für ein neues Projekt. Dann vielleicht noch ein mittelgroßes Fahrzeug dazu und zwei Blister, und man kann direkt los legen. Was will man mehr?

SiamTiger

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Samstag, 4. August 2018, 17:37

Heute am 04. August, wurde das neue Warhammer Ladenlokal in Koblenz eröffnet. Ich hatte das hier mit Ein Warhammer Laden vor der Haustür, schon mal angeschnitten. An der schönen Stadt an Rhein und Mosel, etwa mittig zwischen Köln und Frankfurt, gibt es jetzt direkt gegenüber des Löhr Centers eine eigene Filiale von Games Workshop. Gut erreichbar mit den Öffentlichen, Auto oder Zug. Ich wäre sogar bequem zu Fuß hingekommen, von wo aus ich früher in Koblenz gewohnt habe.
Das Auto war schnell im Parkhaus gegenüber abgestellt und um 10:45 stand ich dann am Laden. Hier hatte sich bereits eine kleine Menschentraube gebildet und ein paar hatten auch Campingstühle dabei um die Warterei etwas bequemer zu gestalten, wie man es von den größeren Schlangen z.B. an Ticketvorverkäufen oder dem Release des neuesten iPhone kennt. Unter den wartenden Gästen fanden sich dann auch ein paar Cosplayer, als Inquisitoren und Teil der Imperialen Armee verkleidet. Ein paar von denen habt ihr sicherlich schon mal auf Veranstaltungen wie den früheren GamesDays oder der RolePlayConvention in Köln gesehen. Am Löhrrondell gab es noch einen "Satellitenstand", der die Besucher am Eingang der Fußgängerzone auf die richtige Lage des Ladens hinweist (das Ladenlokal liegt nicht direkt an der großen Löhrstraße sondern zwischen Einkaufspassage und Einkaufszentrum an den Bushaltestellen).
Carlos, der Ladenleiter, gab eine kleine Ansprache so dass pünktlich um 11 Uhr die Besucher unter den wachsamen Augen des Adeptus Militarum den frischeröffneten Laden betreten konnten.
Während ich in der Schlange gewartet habe, konnte ich einige bekannte Gesichter erkennen und habe mich mit ein paar Spielern und Malern aus der Region ausgetauscht, darunter Kevin von den Rhine Toppers, ein paar aus der alten Bad Habitz Community und auch ein paar der Paintpals waren da. Es hat Spaß gemacht sich mit anderen Tabletoppern auszutauschen, über die Neuheiten zu quatschen und sich über die aktuell laufenden Projekte auszutauschen.
Das Ladenlokal ist recht geräumig. Da wir eine Außentemperatur von 35° C hatten und der Laden gut besucht war, war die Innentemperatur entsprechend. Aber Games Workshop war vorbereitet, so gab es Wasserflaschen für die Besucher. Gute Sache und willkommene Abkühlung bei den heißen Temperaturen.

Ein paar kleinere Demoplatten und Spieltische standen bereit um eingeweiht zu werden. Ebenso eine kleine Malecke, die direkt nach der Eröffnung in Beschlag genommen wurde. Hier hatten schon binnen der ersten Stunde die ersten Neueinsteiger ihre ersten Modelle angefangen zu bemalen. Hut ab, das nenne ich Einsatz!
Carlos hatte für die Ladeneröffnung einen Bemalwettbewerb arrangiert, die Gewinner dazu werden morgen bekannt gegeben. Games Workshop hat hier Bausätze vertelit und die Teilnehmer mussten diese in der Woche vor der Eröffnung fertigstellen. Die Gewinner der beiden Kategorien erhalten ihre Bausätze kostenlos. Mein Favorit ist Archaon the Everchosen von Daniel von den Banana Painting Pirates (ihr könnt die Zwischenschritte auf seinem Instagram verfolgen).

Nach dem Einkauf ging es zurück an die frische Luft, noch etwas mit den anderen Hobbyisten austauschen und mir die tollen Outfits der Cosplayer näher anschauen. Die Elysianischen Sprungtruppen waren wirklich gut umgesetzt, genauso wie die Inquisitoren (falls ihr einen Link zu ihnen habt, immer her damit, ich binde das dann hier im Beitrag ein).
Meine persönliche Ausbeute der Ladeneröffnung sind die Easy-to-build Sequitoren, der Age of Sigmar Einsteigerleitfaden mit Miniatur und ein ID-Anhänger mit Kreuzzugsabzeichen. Die Sequitor Prime und der Knight-Incantor werden zu Inquisitoren in der 40k Welt umgebaut, für meine Inq28 / Necromunda (vergleichbar mit Kill Team) Banden. Die Verfügbarkeit der limitierten Eröffnungsprodukte war ausreichend, von dem was ich mitbekommen habe, ist keiner leer ausgegangen. Ich hätte mir auch gerne die Artbooks für meine Sammlung geholt, da mir die Apocrypha Bücher (Imperialis und Chaotica) sowie The Emperor's Will und Might bereits sehr gut gefallen haben. Aber mit je 40 Euro waren die mir doch etwas zu teuer (die anderen Bücher haben 26 Euro gekostet).
Neben den käuflich erwerblichen Produkten zur Ladeneröffnung gab es leider nur Teilnehmer-Buttons ("Ich war dabei") und ein paar Probeminiaturen für die Maler. Für die kaufkräftigen Kunden gab es die Möglichkeit an der Chapter Master Challenge teilzunehmen (es gibt eine Liste mit den größten Einkäufen, der jenige der das meiste Geld ausgegeben hat, wird Chapter Master und die weiteren Kunden erhalten andere Space Marine Ränge in absteigender Reihenfolge nach der Größe ihrer Einkäufe). Dazu gibt es dann Tassen und Anstecker für die Chapter Master, Captains usw. Das ist grundsätzlich eine nette Idee, aber etwas wie früher, wo es einfach so für die ersten Besucher (bzw. zu bestimmten Uhrzeiten in der Schlange) Give-aways und Goodies gab (Imperiale Münzen und Credits, hochwertige Anstecker oder Anhänger) hätte mich etwas mehr angesprochen und wäre auch eher was für die breite der Besucher gewesen. Aber von dem was ich gehört habe, ist man noch recht früh in dem neuen Konzept der Ladeneröffnungen und möchte hier entsprechend aufstocken. Es geht also in die richtige Richtung.
Ein abschließendes Waaagh! Bild mit dem Ladenleiter Carlos. Ich wünsche dir alles Gute für den Einstand hier in Koblenz. Es war eine schöne Veranstaltung, hat mich gefreut ein paar Leute wiedergetroffen zu haben, mit denen ich lange nicht mehr gesprochen habe und auch ein paar neue Leute kennengelernt zu haben, die hier in der Gegend spielen. Mit dem Laden hier vor Ort, der auch ein paar längere Abende einplant, gibt es für mich hier die Möglichkeit nach der Arbeit noch mal vorbeizuschauen. Hat also gutes Potenzial eine neue Anlaufstelle für mich zu werden.
Für Spieler aus der Koblenzer Ecke, ruhig mal bei den Rhine Toppers melden. Ansonsten war die Ladeneröffnung eine recht entspannte Veranstaltung, falls eine in eurer Nähe stattfindet, lohnt es sich vorbeizuschauen. Wer weiß wenn man da noch so trifft und kennenlernt? Man kann schließlich nie genügend Mitspieler haben.
Das war's soweit von mir heute. Ich bin jetzt erstmal wieder in Richtung Schreibtisch unterwegs um die nächsten Artikel vorzubereiten (stellt euch auf umfangreiches Kill Team Gelände ein!) und ich freue mich auf das Warhammer Fest in zwei Wochen in Düsseldorf. Sorgt also dafür dass ihr genügend trinkt und habt ein tolles Wochenende!

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