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Pappenheimer

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Montag, 27. November 2017, 09:11

HONOURS OF WAR: Dettingen 1743

Wir haben am Samstag die größte Schlacht bestritten, die wir jemals gespielt haben. Die Verbündeten verfügten über 9 Brigaden, die Franzosen über 8 exkl. der schweren Batterien auf dem anderen Mainufer.

Ich selber spielte de Noailles, den Oberbefehlshaber der französischen Armee, der entsprechend der historischen Schlacht erst in Runde 4 eintreffen sollte. Ein Freund von uns übernahm de Grammont, der allerdings nicht als CinC agierte, wodurch die Vorteile eines CinC auf franz. Seite fehlten.
Pallas Athene spielte Arenberg, den alten Oberkommandierenden der Österreicher und eine gute Freundin von uns George II..


Hier nun ein Plan der Schlacht.

Terrain:
River Main is unfordable. The Forchbach is fordable on a 2-6 except in the sector with the marsh. First French Brigade can move for free.

1st turn movement initiative: French!





Max.: 10 turns.


French
(Lt.Ge. de Grammont (Dith.)/
Lt.Ge. d’Harcourt (Dith.))
At turn 4: Mar. de Noailles (Dep.)


Left Wing
9) Clermont-Tonnerre (Dep.)
- 2xcav. Lég.darunter Cl.-Ton.Cav.
8 ) Comte d’Eu (Dep.)
- 2 x dragons
Center
7) Duc de Chartres (Dash.)
- Brigade Orléans: 3xinf. (stand.)
6) Duc de Duras (Dash.)
- Brigade Auvergne: 3xinf.(stand.)
5) Jean-Baptiste Victor de Rochechouart, comte de Mortemart (Dep.)
- Brigade Navarre: 3xinf. (stand.)
Right Wing
4) Lt.Ge. d’Harcourt (Dith.)
- 2xGardes Francaises
Has to move forward in the first turn.
3) Lt.Ge. d’Estrées ( Dep.)
- Brigade Cuirassiers du Roi: 2x cav. (stand.+inferior)
2) Lt.Ge. de Grammont (Dith.)
- Maison du Roi: 2xcav. (stand.)
Has to charge the first turn!

1) 2x medium Art.
1x heavy artilery On the other side of the river. (can not be moved)
Fires first before the French M.du Roi charges. Cannot fire, when friendly units are engaged in the line of sight. Heavy always at medium range, medium at long range maximum.


Pragmatic Army
George II. (Dith.) – on the right wing
FM Arenberg (Dep.)




Left Wing
1 Duke of Cumberland (Dith.)
- 3xbritish dragoons (sup.)
2 II.Treffen: GM Monroy (Dep.)
- 2xhannov. Inf. (stand.)
III.Trefffen:
3 G.d.C. Diemar (Dep.)
- 2xaust. Dragoons (stand.)
4 II. Treffen: GM Hammerstein (Dep.)
- 2xhann. Cav. (stand.)


Center
5 I. Treffen: FM Neipperg (Dith.)
- 2xaustrian inf. (stand.)
- 1 x Austrian grenadiers (superior)
- 1 x light artillery
- 1 x medium artillery
6 II. Treffen: GL Howard (Dep.)
- 2xbrit. Inf. (sup.)
7 III. Treffen: FML Salm (Dep.)
- 2xaustrian inf. (stand.)
- 1 x Austrian grenadiers (superior)


Right Wing
8 I. Treffen: FM Stair (Dep.)
- 2xhannov. Inf. (stand.)
-1xlight artillery
9 II. Treffen: G.d.C. Wendt (Dep.)
- 3xhann. Drag. (stand.)

Pappenheimer

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Montag, 27. November 2017, 09:18

Von der Anfangsaufstellung passt leider nicht alles auf ein Foto. Hier sieht man die schwere Artillerie von der anderen Mainseite das Feuer eröffnen. Stetig sollte sie den pragmatischen linken Flügel beschießen und die Moral der dortigen Massen (4 Brigaden hintereinander!) untergraben.




Die Schlacht wurde mit einer wilden Attacke der französischen Maison du Roi eröffnet.

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Montag, 27. November 2017, 09:30

Der Angriff der Maison du Roi brach zusammen, die nachsetzende schwere Brigade mit u.a. den Cuirassiers du Roi reichte immerhin dazu hin, um die Spitze des alliierten linken Flügels zurück zu werfen. Cumberland stand plötzlich ohne Reiter da.

Hier ein Blick auf den rechten französischen Flügel:

Die britischen Dragoner, welche zuvor die hannoveranische Infanterie verdeckt hatten sind zurückgeworfen. Die gemeinsame Einheit aus franz. Gendarmes de la Garde/Chevaulegers de la Garde sind vernichtet verstreut im Kornfeld hinter ihren Linien und haben in ihrer Flucht auch das Regiment Berry Cavalerie schwer mitgenommen. Die Mousquetaires de la Garde, immerhin nicht gebrochen, sind hinter die Cuirassiers du Roi zurück gefallen. Im Vordergrund erkennt man das Vorrücken der österreichischen Infanterie im Zentrum mit einer Kanonade ihrer Artillerie. Der britische General Howard verweigert hingegen das Vorgehen.

George II. befahl von Wendt auf dem rechten Flügel das Vorgehen und dieser rückte gleich bis kurz vor den Forchbach vor; schaffte es aber nicht mehr die leichte Artillerie von Duras Brigade zu attackieren.

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Montag, 27. November 2017, 09:58


Die Garden unter d'Harcourt blieben nach einem kurzen Vorrücken erstmal stehen. Sie waren ohnehin schon verflixt nahe an den Batterien vor allem aber direkt vor der mittleren österreichischen Artillerie. Grammont versuchte in dem Moment die Brigaden unter Chartres und Duras links an der Garde vorbei zu ziehen wie man hier evtl. erkennen kann, während die pragmatischen Truppen schlichtweg frontal auf unsere Linien zu rückten - sicher auch in der Gewissheit ihrer nummerischen Übermacht auf dieser Mainseite.


Von Wendts Reiterei steckte erstmal einigen Beschuss ein. Sein Regiment ganz rechts auf dem Bild war durch den Morast behindert und konnte maximal im kommenten Nahkampf moralischen Rückhalt liefern. Die hannoveranische Artillere war maskiert. Die französische Artillerie von Duras hingegen hatte rechtzeitig abprotzen können.
Die schwere Kavallerie von Clermont-Tonerre ist in der Überwindung des Forchbachs begriffen. Die Dragoner unter d'Eu befinden sich dahinter. Mehr als abzusitzen sollten sie die ganze Schlacht nicht zustande bringen. :(
Hinter Duras' Brigade marschierte die Infanteriebrigade des Duc de Chartres auf. Die braunen Fahnen bei Dettingen gehören zur Brigade Navarre unter de Mortemart, die den längsten Weg aller französischen Truppen hatte - würde sie rechtzeitig eintreffen, um die Lage auf dem rechten franz. Flügel zu stabilisieren?


Noch ein Bild aus Runde 2.

Dummerweise für die pragmatische Armee verweigerte nun von Salm immer wieder das Vorgehen, wodurch im Zentrum entscheidende Kräfte fehlten, um eventuelle Raumgewinne effektiv zu nutzen.

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Montag, 27. November 2017, 10:08

Der große Angriff!

Heftige Kämpfe tobten auf dem rechten pragmatischen Flügel. Von Wendt und Stair ließen ihre Brigaden gegen die Franzosen anstürmen.

Wendts erstes Regiment war bereits versprengt, welches die leichte Artillerie angreifen sollte, aber im Kartätschenfeuer unterging. Sein zweites Regiment fällt auf diesem Bild gerade das Regiment Clermont-Cavalerie an, welches im Gegenangriff über den Forchbach springt. Ein heftiger Kampf entbrennt, der durch die Größe der französischen Einheit entschieden wird. Derweil hat das Regiment Schulenburg (mit gelben Aufschlägen und Rabatten) zuviel Abwehrfeuer eines Bataillons Artois abbekommen und wurde im Nahkampf in die Flucht geschlagen. Das Regiment Borch (grüne Regimentsfahne) kann nur staunend zusehen wie die Mehrheit des hannoveranischen Flügels untergeht - nicht zuletzt auch unter den Augen ihres Kurfürsten, der noch am Waldrand steht!

Auch im Zentrum geht es hoch her.

Feldmarschall Neipperg scheint seine Courage zeigen zu wollen. Zwei seiner Bataillone lässt er mit dem Bajonett den Feind anfallen. Beide werden zerschlagen. Aber auch ein Bataillon der Gardes Franacaises (hier schon hinter ein Btl. Artois zurückgeflutet) wird vernichtet. Die ganze Gardebgrigade scheint bald zum Teufel zu sein, wenn Howard nachsetzen sollte. Immerhin sorgt die Flucht der von Neippergs Grenadieren und dem Btl. des Regiments Wurmbrand in den englischen Reihen auch für Unordnung.
Weiter unten sieht man die versprengten Reste der hannoveranischen Kavallerie des ersten Ansturms und des vernichteten hannoveranischen Infanterieregiments Schulenburg.
Ganz oben erkennt man ein weißes hannoveranisches schweres Kavallerieregiment (Leibregiment) unter General von Hammerstein, welches vom anhaltenden Artilleriefeuer der 3 franz. Batterien gebrochen worden war.

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Montag, 27. November 2017, 10:14

Der rechte pragmatische Flügel lag in Trümmern. Grammont hoffte nun mit Hilfe von d'Eus Dragonern, die als Infanterie agieren sollten und den massiv nach links verschobenen Brigaden von Chartres und Duras die pragmatische Flanke aufzurollen.


Nach der dritten Runde gab es bereits folgende Verluste:
Franzosen:
1 Btl. (Garde)
1 Regiment Kav. (Gend./Chev.d.l.Garde)
Pragmaten:
2 Regimenter Reiterei (han. 1 links, 1 rechts)
2 Btl. Österreicher
1 Bt. Hannoveraner

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Montag, 27. November 2017, 11:32

Nun war endlich de Noailles auf dem Schlachtfeld eingetroffen. Er schloss sich der Brigade Navarre an. Der Druck durch den immernoch überwältigenden linken allliierten Flügel hatte das Zurückfallen der gesamten franz. Kavallerie dort bewirkt. Die Brigade Navarre rückte vor um die Lage zu stabilisieren.


Cumberland schickte erneut seine Dragoner vor. Dahinter erkennt man Hammersteins mitgenommene Brigade, dann Diemars österreichische Dragoner, die bislang nichts bewirkt hatten und dahinter die zwei hannoveranischen Bataillone, welche auch keine Verwendung gefunden hatten. Rechts davon sieht man die österreichischen 6 Pfünder, die sowohl das verbliebene franz. Gardebataillon als auch ein Btl. La Marine zum Rückzug zwingen. Rechts davon wiederum das britische Kings Regiment der Brigade Howards.
D'Estrées versucht zumindest bei Dettingen endlich das Regiment Berry zu sammeln. Durch den anhaltenden Druck der Pragmaten haben sie dies lange verhindert.

Im Zentrum kommt es nun zu heftigen Kämpfen. Anfangs erfolgreich ganz auf die Stärke des britischen Peletonfeuers zu setzen, beschließt nun George II. mit der Brigade Howard angreifen zu lassen. Vielleicht hat auch das Kartätschenfeuer der verbliebenen Artillerie von d'Harcourts Gardebrigade zu der Entscheidung beigetragen. Pulteney's Regiment wird zurückgeworfen und zieht sich an den Waldrand.

Das King's Regiment aber übersteht die dasselbe empfangende Salve, geht aber im Nahkampf gegen ein Btl. des Regiments Artois unter!
Das alliierte Zentrum ist damit beinahe genauso in Trümmern wie der rechte Flügel.
Als "Reserve" gibt es immerhin noch das Treffen der Brigade Salm, das endlich den Wald zu verlassen scheint, da nun FML Salm von Feldmarschall Arenberg höchstpersönlich Beine gemacht werden.

Noailles übergab bei seinem Eintreffen Grammont den Befehl über die Brigaden unter Chartres, Duras, d'Eu und Clermont-Tonerre. Grammont ließ daraufhin mit seiner Infanterie, die auch recht verstreut war weiter vorrücken. Das Regiment Borch, das beinahe alleine standhalten muss, wird nur kaum von der leichten Artillerie unterstützt. Letztlich siegt die nunmehrige erdrückende Übermacht der Franzosen auf dem Flüge. Das Infanterieregiment Borch wird nach nunmehr gewohnter franz. Präzision auf dem Flügel durch eine Kombination aus Infanteriefeuer der Brigade Auvergne unter Duras und der dazu gehörigen Artillerie vernichtet.

Wir haben die 6. Runde erreicht. Die Pragmaten werfen ihre letzten Kräfte, die noch einsatzfähig sind in den Kampf. Salm ist immernoch zu weit weg auch Monroys hannoveranische Infanterie kommt immernoch nicht zum Feuern geschweige denn in den Nahkampf.

Derweil man unten sieht, dass vom alliierten Zentrum erstmal nichts mehr den Brigaden unter Grammonts Befehl entgegen steht, erkennt man im oberen Feld die Ballung aller Brigaden Cumberlands, Diemars, Monroys und Hammersteins in einer sich vorwärts wälzenden Masse.

Hier nun das Finale.

Hammerstein lässt mit seinem verbliebenen Regiment Leibregiment ein Btl. Navarre attackieren. Aber die Maison du Roi entscheidet sich endlich wieder zum Eingreifen und fällt dem Leibregiment in die Flanke, das dadurch aufgerieben wird, dass es nun an zwei Fronten kämpfen muss.
Weiter oben stürmt das Queens Regiment auf ein weiteres Btl. Navarre zu, wird aber von einer heftigen Salve empfangen und anschließend ebenfalls vernichtet.

In der 6. Runde haben die Alliierten ihre Niederlage eingestanden.

Hier die Verluste beider Seiten:

Franzosen.
1 Btl. (Garde)
1 Einheit Kav. (Maison du Roi)

Alliierte.
2 Regimenter schwere hannoveranische Kavallerie
1 Regiment britische Dragoner
1 Regiment hannoveranische Dragoner
2 Btl. han. Infanterie (= Regimenter)
2 Btl. österr. Infanterie (1 Gren., 1 Füs.)
1 Btl. britische Infanterie
Summe: 4 Regimenter Kav., 5 Btl. Infanterie

Pappenheimer

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8

Montag, 27. November 2017, 11:40

Analyse:

In Zahlen:
1-1 1/2 Stunden Aufbauen
4 Stunden Spielen
6 von 10 Runden

Obwohl beide Seiten garnicht alle ihrer Truppen eingesetzt hatten, hatte es von Anfang an heftige Verluste gegeben. Natürlich auch bedingt durch mein Szenario, wo die Maison du Roi chargen muss und die Garden zumindest vorgehen müssen. Es ist nun am französischen Spieler das Beste aus den daraus resultierenden Zwangslagen zu machen. Die Franzosen litten durchweg daran, dass oftmals die Dragonerbrigade unter d'Eu das Vorrücken verweigerte und wenn sie konnte, der Raum zwischen Morast und den Brigaden Auvergne und Orléans völlig verstopft war. Als Infanterie sollten sie eigentlich die als gefährlich eingestufte Infanterie unter Stair aufhalten.
Bei den Alliierten kam Salm nie weiter als an den Waldrand. Die Brigaden Diemars und Monroys am linken Flügel kamen nicht zum Einsatz, sondern wurden nur von der französischen schweren Kavallerie bisweilen als Zielscheibe benutzt. Cumberlands Dragoons übernahmen den Großteil der schweren Kämpfe.

Ich hatte als Noailles befürchtet, die Alliierten würden auf ihre heftig feuernde hannoveranische und britische Infanterie setzen. Darum hatte ich auch bei meinem Eintreffen die Zurücknahme aller meiner Kavallerie auf dem rechten Flügel hinter Dettingen befohlen, auch wenn ich bezweifelte, dass die Brigade Navarre der Brigade unter Monroy würde standhalten können.

Ein ziemlich entscheidender Sieg, welcher die Schlacht ins Gegenteil verkehrt.

Vielen Dank an alle Teilnehmer. Multiplayer mit 4 Spielern, die alle willig und kompetent sind, machen einfach am meisten Spaß! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pappenheimer« (27. November 2017, 11:49)


Maréchal Davout

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Montag, 27. November 2017, 17:41

Danke für den Spielbericht! Ich habe Texte und Bilder sehr genossen - ganz schöne Masse zusammengekommen! Muss mir Cumberlands stattliche Einheiten hier im Forum später nochmal anschauen... :)

Pappenheimer

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Dienstag, 28. November 2017, 09:14

Danke für das Feedback, Maréchal Davout. Briten sind davon ja nur 4 Regimenter. Bei der Kavallerie habe ich ein bisschen geschummelt und bayerische Dragoner genommen. Die einen mit den grünen Aufschlägen sehen tatsächlich dem Regiment Styrum (österr.) recht ähnlich. Mir war da wichtiger, dass ich z.B. keine Kürassiere mit auf der Platte habe, denn die passen optisch garnicht rein. Selbst die blauen Reiter auf engl-han. Seite wären mit den Blue Guards erklärlich. Bei der Infanterie habe ich bei den Hannoveranern und Briten nur Regimenter auf dem Spielfeld, die historisch auch anwesend waren. Ein viertes hannoveranisches Regiment habe ich aus überzähligen Bases der anderen drei formiert. Passt aber zum Erscheinungsbild vieler han. Einheiten.

Was ich daraus gelernt habe ist, dass die Anzahl an Truppen so fast das Maximum ist, was ich auf die Platte bringen kann. Außerdem muss man die Einheiten ja auch noch in einem sinnvollen Zeitraum mit dem Regelwerk bewegen können. Wichtig auch, die richtige Stimmung. Da ist es garnicht wichtig, ob die Mitspieler Wargamer sind. Die Hälfte war es nicht. Aber da die Regeln ausreichend simpel sind, hat man die Prinzipien in der 1. Runde schon begriffen und wegen sowas wie Entfernungen wurde nach zwei-drei bewegten Brigaden garnicht mehr nachgeschlagen.

Im Nachhinein hätte ich auch gern ein paar Detailfotos von Vignetten oder so gehabt. Aber wir spielten ja zwischen 22 und 2 Uhr und da war keine Zeit dafür und ich bin froh, dass wir überhaupt soviele Fotos machten. :)

tattergreis

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Dienstag, 28. November 2017, 12:42

Ein beeindruckender Anblick, Glückwunsch zum Erreichen des angestrebten Ziels in Form dieser Bataille. Sowohl die Anzahl der Figuren als auch das Gelände hinterlassen einen sehr positiven Eindruck. Und eine solche Schlacht erfolgreich mit Nichtwargamern hinzubekommen erstaunt mich. :thumbup:
Ihr habt "nur" 6 Runden von 10 möglichen gespielt, hast Du noch Möglichkeiten für die Pragmatiker gesehen, das Spielergebnis anders zu gestalten?
Hab ja fast Lust bekommen, wieder Figs zu bemalen...
Noch zwei Fragen:
War eigentlich das Garde du Corps bei der Schlacht vertreten? Ansonsten war das ja am Anfang eher ein kleiner Angriff.
Welche Pläne habt Ihr für den englischen König? :D

cheers
...,sondern es haben sich längere Gefechte entsponnen, aber im allgemeinen ist zu sagen, daß, merkwürdig genug, unter Eugen und Malborough die Schlachten den napoleonischer ähnlicher sind als die fridericianischen. Delbrück

Finally having fun painting again.

Pappenheimer

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Dienstag, 28. November 2017, 13:13


Ein beeindruckender Anblick, Glückwunsch zum Erreichen des angestrebten Ziels in Form dieser Bataille. Sowohl die Anzahl der Figuren als auch das Gelände hinterlassen einen sehr positiven Eindruck. Und eine solche Schlacht erfolgreich mit Nichtwargamern hinzubekommen erstaunt mich.

Vielen Dank für die Blumen. :)

Die Falten in der Matte kommen auch daher, dass wir nen neuen Wohnzimmertisch haben, der etwas höher als der alte ist und damit auch höher als die Tapeziertische, die wir fürs nördliche Stück nahmen.


Ihr habt "nur" 6 Runden von 10 möglichen gespielt, hast Du noch Möglichkeiten für die Pragmatiker gesehen, das Spielergebnis anders zu gestalten?

Das mit den 6 Runden lag einfach daran, dass wir keinen kompletten Tag Zeit hatten. Geht einfach mit Kindern nicht. Aber ich denke der Kompromiss war durchaus brauchbar. :)

In der 6. Runde ist der linke pragmatische Flügel endlich aus dem Schussfeld unserer 3 Batterien geraten, dafür mussten sie halt mit allem, was sie hatten immer wieder gegen unseren rechten Flügel anstürmen. Die Batterien haben immer wieder einige Hits verursacht, sogar (steter Tropfen höhlt den Stein) zum Brechen des Reiterregiments Bremer geführt. Vielleicht konnten sich die hannoveranische Infanterie unter Monroy wirklich kein Feuergefecht gegen unseren Flügel leisten, weil sie ja dann schön im Schussfeld stehen geblieben wären. 8)

Gewisse Chancen gab es schon noch. Die pragmatische Armee hätte ja mal Truppen vom rechten Flügel hinüber schaufeln können ins Zentrum und die Brigade unter von Salm leicht nach links abmarschieren lassen können. Das waren ja noch 3 unverbrauchte Bataillone, eines mit Elite sogar (Grenadier-AdHoc-Bataillon). Wie wir Franzosen am eigenen Leib und das bei noch ungünstigerem Gelände (Forchbach) haben verspüren dürfen, ist so ein seitlicher Abmarsch möglich, aber auch recht kompliziert, weil man das nunmal unter den Rohren der feindlichen Batterien tun muss, die gerne von den Flanken hinein halten.

Ich denke, es gab ein paar Möglichkeiten, aber die Niederlage einzugestehen, fühlte sich auch irgendwie realistisch an und auch zeitgemäß. Nach damaligen Maßstäben hätte wahrscheinlich eh der Eindruck überwogen, den der Monarch vor seiner Nase gehabt hatte und vor seinen Augen ist ja ne Menge seiner schönen Infanterie und Reiterei zum Teufel gegangen.


War eigentlich das Garde du Corps bei der Schlacht vertreten? Ansonsten war das ja am Anfang eher ein kleiner Angriff.

Das Garde du Corps war nicht dabei. Das ist richtig. Es war "nur" eine Brigade mit 2 Einheiten. Immerhin gibt es eine Ordre de Bataille von ein oder zwei Tagen vor der Schlacht, die nahelegt, dass entweder die Cuirassiers du Roi oder das Regiment du Roi auf dem selben Flügel wie die Maison du Roi standen. Runtergebrochen auf die Möglichkeiten des Wargaming bildeten also diese zwei Brigaden unter Grammont und d'Estrées wahrscheinlich ein realistisches Bild der Zusammensetzung des rechten französischen Flügels. Dieser kann unmöglich nur aus Maison du Roi bestanden haben. Die Maison du Roi agierte ja auch normalerweise eng verbunden mit den Gendarmes zusammen, auch wenn diese kein offizieller Bestandteil der Maison du Roi waren. Ich denke, dass sich der rechte franz. Flügel (genau weiß man das nicht m.E.) zur Hälfte aus Maison du Roi und zur Hälfte aus Gendarmarie und "normalen" Regimenter der Cavalerie léger zusammen.
Worum es Dir wahrscheinlich eher geht: ich ging davon aus, dass es reicht, wenn man den Frankreichspieler damit unter Druck setzt, dass er eine Brigade Chargen lassen muss. Spielbedingt (Modifikatoren durch Supporting Units) ergab es ja eh Sinn auch die andere Kavalleriebrigade mit vorrücken zu lassen. Es gab dadurch auf jeden Fall keine Nachteile. Denn wenn die Maison du Roi den Nahkampf verloren (was sie zum Teil ja auch taten) fluteten sie sowieso in die dahinter stehende Kavallerie zurück und brachte sie in Unordnung (1 (bei C.d.R.) bzw. 2 Hits) - vorwärts bewegt oder nicht.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass oftmals nicht zum Angriff kommandierte Regimenter einfach diesem anschlossen aus Eigeninitiative, die wir bei den Franzosen bei Dettingen oder Fontenoy auch in den historischen Schlachten immer wieder sehen - ein Horror für jeden damaligen Feldherrn sicherlich!


Welche Pläne habt Ihr für den englischen König?

Richtig, der müsste jetzt eigentlich gefangen worden sein. Wasser und Brot? Aber nee, das wäre unangemessen, wo wir in der Endphase des Spiels ja sogar dekadent Portwein tranken.
8)
Nein, ich gehe mal davon aus, dass er ja rechtzeitig die Schlacht abgebrochen hat und sich den Weg durch die Blockadetruppen der Franzosen bei Aschaffenburg freikämpfen könnte. :) Hinzu kommt, dass der damals dafür vielgeschmähte Ilten, ja die Garden bei Dettingen geschont und zurückgehalten hatte. Das waren ja bei den Briten wirklich starke Elitetruppen - nicht wie bei den Frenchies.

Danke für Deine interessanten und anregenden Gedanken zur Schlacht. :thumbup:

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Freitag, 5. Januar 2018, 13:52

Dieses Jahr soll es einen Refight geben. Da ich am historischen 275. Jahrestag nicht daheim bin, wohl eher Anfang Juli. Gern würde ich mal die Ösies spielen. Sei es auch nur drum, um mal auszuprobieren, ob man mit der Dragonerbrigade unter Diemar links nicht auch was reißen kann. :smiley_emoticons_pirat_1: