Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Sweetwater Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Pappenheimer

Registrierter Benutzer

  • »Pappenheimer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 772

Spielsysteme: Pikeman's Lament, Honours of War, Maurice, Fighting Sail

Wohnort: Freiburg

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

1

Samstag, 3. Februar 2018, 00:58

HONOURS OF WAR: Fontenoy 1745

Ein kleiner Vorgeschmack.


OOB.
Cumberland (Dep.)
Ilten (Dep.) 3 x han. Inf.
Ligonier (Dash.) 3 x brit. Inf., 1 x brit. Elite Inf. (guards or highlanders), 2 x Art. (1x med., 1x light)
Campbell (Dash.) 1 x brit. Cav., 1 x han. Cav. - shot at a 8-12 (replaced by Rothes (Dep.)


Waldeck (Dep.) 1 x hol. Elite Inf., 1x hol. Inf.,
1 x Art.(light) - Special rule for Waldeck: he can Rally off hits like a CinC.
Cronström (Dith.) 2 x hol. Inf.
Hessen-P. (Dith.) 1 x hol. Elite Cav., 1 x hol. Cav.


Saxe (Dash.)
Grassin (Dep.) 1 x light Inf.
Grammont (Dith.) 1 x Elite Inf. (Gardes F.) - shot at a 8-12 (Charbanne/Dep. would replace him)
D‘Estrées (Dep.) 3 x Inf., 1 x light Art.
Lutteaux (Dash.) 2 x Elite Inf. (Irlandais), 1 x light Art.
Montagne (Dep.) 4 x Inf., 1 x med. Art.
Herouville (Dash.) 4 x French Cav.
Clermont-Tonerre (Dash.) 2 x French Elite Cav.

French Special: Units near the king Rally off hits as with the CinC.


The battlefield: 2,00 x 1,20 m

Fontenoy + Antoing heavy cover

Both Redoubts light cover

River Scheldt not fordable

Marsh in front of Fontenoy and the Bois de Boulogne: halved movement for all cavalryunits


Victoryconditions:

Allied Major victory: Allies occupy Antoing and Fontenoy until the 8th turn and capture the French king.

Allied Minor victory: Allies occupy Fontenoy or Antoing until the 8th turn

French Major Victory: destroy half of the enemy's Units or one ally completely

French Minor Victory: hold Fontenoy and Antoing


tattergreis

Registrierter Benutzer

Beiträge: 978

Spielsysteme: Basketball

Wohnort: Berlin

Clubforum: Spielen in Berlin

  • Nachricht senden

2

Samstag, 3. Februar 2018, 07:33

Wenn es brenzlig wird, kommt einfach die Feuerwehr. Raffinierter Kerl, dieser Sachse.
Worrias in faav! fo`

Pappenheimer

Registrierter Benutzer

  • »Pappenheimer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 772

Spielsysteme: Pikeman's Lament, Honours of War, Maurice, Fighting Sail

Wohnort: Freiburg

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

3

Samstag, 3. Februar 2018, 21:32

Ganz richtig, tattergreis. :D

Ich berichte mal aus meiner Perspektive. Ich habe mit Pallas Athene beschlossen, dass wir die Schlacht entspannt über mehrere Wochenenden spielen wollten. Für dieses Wochenende hatten wir uns 2 der 8 Runden vorgenommen. Da die Truppen entsprechend den Spielfeldabmessungen sehr eng beieinander standen - die leichte Artillerie konnte schon rasch feuern - ging es gleich zur Sache. Die Einheiten auf dem Plan spiegeln in etwa Brigaden wider. Die Truppe in Antoing wäre z.B. die Brigade Piémont, wozu ein Btl. Royal la Marine gehörte, das ich auch wirklich einsetzen konnte. Eine Einheit Dragoner stand für die Dragonerbrigade, welche abgesessen zwischen Antoing und Fontenoy die Linie hielt, usw.. Ich übernahm die Alliierten.

Mein Plan war es mit den Briten frontal zwischen dem Bois de Barry und Fontenoy zu attackieren (ja jetzt nicht sehr kreativ) und links davon mit Iltens Hannoveranern einen Angriff von Waldecks Truppen auf Fontenoy zu unterstützen.



Der erste Schritt war mit meinem ersten Treffen, dem der Briten die eigene Kavallerie unter Campbell zu durchqueren.



Ich (also Cumberland) ritt zu Ilten, um ihn zu einem Angriff auf Fontenoy anzufeuern. Die britische Infanterie unter Ligonier kam auch ohne mich gut voran.



Fontenoy war nur von einer französischen Brigade besetzt. Die Garde de Voet an der Spitze von Waldecks Angriffskolonne mussten gleich am Anfang eine Salve der Verteidiger der Schanzen bei Fontenoy einstecken. Waldeck schickte mir einen Boten, dass Hessen-Birkenfelds Kavallerie zwar vorrücke, aber vor den Wällen von Antoing und im Angesicht der feindlichen Artillerie nichts ausrichten könne. Obendrein, so Waldeck, habe Cronström das Vorrücken verweigert. Der alte Streit des selbstbewussten Cronström, der sich für den geeigneteren Oberbefehlshaber der Holänder als Waldeck hielt, konnte uns nun übel schaden, wenn die Garde de Voet allein und isoliert angriffen. Es war zu spät etwas zu ändern.



Waldeck, so sagte man mir, beobachtete aus sicherer Entfernung das Anbranden seiner Elitetruppen gegen die Schanzen.



Aufgeregt kam Ingolsby zu mir heran galoppiert und meldete mir, dass seine Brigade im Bois de Barry auf unerwarteten Widerstand stieß. Ich entgegnete, dass sich nur die billigste Canaille in Wäldern versteckt und dass Briten ihre Bajonette hätten, um solche Subjekte zu vertreiben. Die Canaille, so Ingolsby, schoss aber verflixt gut. Unsere Kugeln hingegen landeten meistenteils nur in den Baumstämmen.

Nach einer Stunde verlor scheinbar Grammont, der offenbar die Garden kommandierte, die Nerven und befahl meine Elitetruppen mit dem Bajonett anzufallen. Eine heftige Salve meiner Elitebrigade streckten die ersten Gardes Francaises nieder. Dann entbrannte ein heftiger Nahkampf, welcher die feindliche Garden völlig aufrieb, während meine Brigade allerdings auch zum Rückzug trommeln musste, um sich hinter unserer Kavallerie zu sammeln.



Rechts davon hatte Ingolsby versucht den Bois de Barry zu verlassen, war aber von der Redoute d'Eu aus mit solch heftigem Feuer empfangen worden, dass er den Rückzug antreten musste. Somit war mein ganzer rechter Flügel des ersten Treffens abgeschlagen. Da Ingolsby mir berichtete, dass er im Wald, den er von den feindlichen Plänklern gesäubert hatte, feindliche Reiter gesichtet hatte, machte ich mich auf einen Umgehungsversuch der Franzosen gefasst.



An meinem linken Flügel ließ ich massiv angreifen. Pulteney's und die Briten um ihn herum feuerten auf alles was sich vor ihnen regte. Eine hannoveranische Brigade attackierte mit dem Bajonett das befestigte Dörfchen Fontenoy. Das Feuern der Franzosen war so miserabel wie eh und je. Da die Brigade in Fontenoy keine Verstärkung von der Schanze linkerhand erwarten konnte, die gleichzeitig von Waldecks Garde de Voet attackiert wurde (das heißt nach HoW 0 supporting units!), ließen die armen Kerle den Mut sinken und wurden von meinen tapferen Hannoveranern vernichtet.



Leider erlitten aber auch die Hannoveraner herbe Verluste. Da meine britischen Truppen im Wege standen, konnte Ilten nicht völlig den Elan seiner Truppen (doppelte Bewegung!) nutzen.

Waldeck vermochte die ihm direkt unterstehenden Truppen zum Sturm auf die vor ihnen liegenden Schanzen zu bringen, doch blieb der Angriff im Abwehrfeuer stecken. Als die Gardes de Voet auf die Brüstungen der Verhaue sprangen, waren zu wenige übrig, um ihm Nahkampf die Oberhand zu gewinnen. Die Garde de Voet wurden, wie mir ein schluchzender niederländischer Kurier bestellte, vollkommen aufgerieben.



Derweil haben die Franzosen die Masse ihrer Kavallerie in den Raum zwischen Antoing und Fontenoy dirigiert, wo sie zweifellos die bereits heftig blutenden holländischen Reiter über den Haufen werfen werden, die zahlenmäßig keine Chance hatten. Wenn nun auch noch Cronström weiterhin bockte, war der niederländische Flügel verloren, ehe er mehr ausgerichtet haben würde!

Verluste bis hierher:

Alliierte vernichtet:
1 Brigade (Garde de Voet)
Franzosen vernichtet:
2 Brigaden (Gardes Francaises und "Dauphin")

In Unordnung (müssen sich sammeln):
Alliierte
2 Brigaden (u.a. Elite)

Pappenheimer

Registrierter Benutzer

  • »Pappenheimer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 772

Spielsysteme: Pikeman's Lament, Honours of War, Maurice, Fighting Sail

Wohnort: Freiburg

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

4

Samstag, 3. Februar 2018, 21:36

Das waren zwei Runden. Ist schon ne Menge passiert wie ich finde.

Es bleiben ein paar knifflige Fragen für beide Seiten.

Alliierte: Werden sie die rechte Flanke stabilisieren können?
Lässt sich Hérouvilles Kavalleriebedrohung abwenden?

Franzosen: Haben sie rechtzeitig genug Truppen zur Hand und eine Taktik, um rasch Fontenoy zurück zu erobern, bevor sich die Hannoveraner darin weiter festsetzen? Ist der Flankenangriff mit der Maison du Roi geeignet oder zu zeitraubend?

Was meint ihr? :smiley_emoticons_pirat_1:

tattergreis

Registrierter Benutzer

Beiträge: 978

Spielsysteme: Basketball

Wohnort: Berlin

Clubforum: Spielen in Berlin

  • Nachricht senden

5

Sonntag, 4. Februar 2018, 16:23

Da der alliierte Befehlshaber den Flankenangriff erkannt hat, sollte er in der Lage sein, eine solide Riegelstellung auf dem rechten Flügel aufzubauen, zumal der Raum für den Angriff gering ist.

Der Franzose muss nun etwas riskieren, da der Verlust von Fontenoy bereits eine Niederlage darstellt, Seine Kavallerie ist für die Rückeroberung ungeeignet, und wenn er Infanterie aus den bisherigen Stellungen herauszieht, entstehen Lücken, die den Zusammenbruch der Stellung herbeiführen könnten. Klug wäre es, ein paar Iren unter der Woche zu bemalen und nach Fontenoy zu schicken :)
Worrias in faav! fo`

Pappenheimer

Registrierter Benutzer

  • »Pappenheimer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 772

Spielsysteme: Pikeman's Lament, Honours of War, Maurice, Fighting Sail

Wohnort: Freiburg

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

6

Montag, 5. Februar 2018, 09:26


1.
Da der alliierte Befehlshaber den Flankenangriff erkannt hat, sollte er in der Lage sein, eine solide Riegelstellung auf dem rechten Flügel aufzubauen, zumal der Raum für den Angriff gering ist.

2.
Der Franzose muss nun etwas riskieren, da der Verlust von Fontenoy bereits eine Niederlage darstellt, Seine Kavallerie ist für die Rückeroberung ungeeignet, und wenn er Infanterie aus den bisherigen Stellungen herauszieht, entstehen Lücken, die den Zusammenbruch der Stellung herbeiführen könnten.
3.
Klug wäre es, ein paar Iren unter der Woche zu bemalen und nach Fontenoy zu schicken

1. Ich habe ja schon Campbells Kavallerie dorthin beordert. Die sieht man auf dem 6. Bild meines letzten Beitrags mit Fotos. :)
Lieber würde ich Infanterie schicken, aber die ist ja schon abgeschlagen und die weiter links bräuchte zu lange und würde evtl. unter crossing fire leiden.

2.
Im Prinzip hat de Saxe ja sowohl Montagnes als auch Estrées Truppen zur Verfügung. Von den Holländern geht vorerst keine größere Bedrohung aus.
3.
Die sind schon von vornherein vorhanden gewesen. Sie standen anfangs bei Ramecroix (der Fachwerkspeicher auf der Gesamtaufnahme). Lutteaux wollte diese Reserven bisher ebenfalls auf den Bois de Barry vorrücken lassen, um die Arquebusiers de Grassin zu unterstützen. Letztlich war aber der Angriff der Briten dort, so schwach wie er aufgestellt war, eh nie eine wirkliche Bedrohung. Mal schauen, ob sich die Iren noch ins Zentrum führen lassen.

tattergreis

Registrierter Benutzer

Beiträge: 978

Spielsysteme: Basketball

Wohnort: Berlin

Clubforum: Spielen in Berlin

  • Nachricht senden

7

Montag, 5. Februar 2018, 12:11

1. Ich hab gedacht, die angeschlagne Infanterie reicht für einen Riegel aus, die Kavallerie hätte ich lieber als potentielle Bedrohung des franz. König genutzt und damit die franz. Infanterie "gepinnt".

2. Das war mir nicht bewußt, nach 2 Runden haben die Niederländer schon ihr Pulver verschossen?

3. Wenn der Sachse noch Infanteriereserven hat, dann kann er ja hübsch mit seiner Kav auf die Niederländer einprügeln. Gute Nacht, Oranje!

Honours of War ist verdammt blutig, me thinks...
Worrias in faav! fo`

Pappenheimer

Registrierter Benutzer

  • »Pappenheimer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 772

Spielsysteme: Pikeman's Lament, Honours of War, Maurice, Fighting Sail

Wohnort: Freiburg

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

8

Montag, 5. Februar 2018, 12:25

Die angeschlagene Infanterie hat 4 Hits. Das heißt, dass sie sich bis sie nicht mindestens 1 Hit abbaut garnicht bewegen kann und um einen Hit abzubauen, muss sie ein ganzes Stück entfernt vom Feind stehen. Selbst bei 3 Hits (erstmal schaffen) hat man auf Schießen und Nahkampf nen Malus von -1. Mit denen ist auf die nächsten 2 Runden nix anzufangen und auch dann nur, wenn die Franzosen nicht nachrücken, da man eben nur in einem bestimmten Abstand Sammeln kann.

Naja, die Niederländer hatten ja schon anfangs nur 4 Einheiten Infanterie gegenüber 4 feindlichen, die obendrein fast alle verschanzt waren. Mit ihrer Elite weg wird's nicht einfacher. Außerdem ist Cronström ja Dithering, heißt auf ner 1 oder 2 macht er Garnichts und das im Angesicht der feindlichen Kanonen. Sehr realistisch wie ich finde. Was die niederländische Kavallerie im Angesicht von den Wällen von Antoing überhaupt ausrichten soll ist mir heute genauso wie Waldeck bzw. Schlippenbach und Hessen-Philippstal damals ein Rätsel. Um es für die Niederländer nicht ganz so desaströs zu machen, habe ich ja schon die schweren Batterien auf dem anderen Ufer der Schelde weggelassen, die obendrein ein flankierendes Feuer auf die hol. Kavallerie unterhielten. Die beste Option war es m.E. von Anfang an mit Waldecks Truppen die Schanze zu nehmen und möglichst den Rest so zu positionieren, dass sie wenig abkriegen. Allein durch die Anwesenheit Hessen-Birkenfeld-Philippstals und Cronströms wurden ja immerhin die restlichen Truppen Montagnes in ihrer Stellung gepinnt, um nicht ganz die Eroberung Fontenoys unmöglich zu machen. In der historischen Schlacht waren ja die Niederländer auch bereits abgeschlagen und ihre Kavallerie überwiegend in alle Welt verstreut ehe der eigentliche Angriff Cumberlands mit den Briten begann und dann hatte de Saxe sogar die Option die Brigade in Antoing nach Fontenoy herüber zu ziehen, da die Holländer schon keine Gefahr mehr waren.

Ich denke, es ist so blutig auch, weil ich das Spielfeld halt wie in dem Maurice-Szenario klein gehalten habe. Dadurch ist es bei meiner kleinen Anzahl an Geländestücken etwas gefüllter und wir schliefen nicht vor Langeweile in Runde 1 und 2 schon ein. Ich denke, dass meine einzige ernsthafte Option wie damals auch Cumberlands das Vertrauen auf die stärkere britische Infanterie ist. Schießt bei mir Superior. Wenn nicht die fiesen Arquebusiers mal ne 5 geschossen hätten, wäre auch mehr drin gewesen. ;(

Pappenheimer

Registrierter Benutzer

  • »Pappenheimer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 772

Spielsysteme: Pikeman's Lament, Honours of War, Maurice, Fighting Sail

Wohnort: Freiburg

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

9

Montag, 5. Februar 2018, 12:46

Kriegsrat Cumberlands

Cumberland war ein notorischer Liebhaber von Kriegsräten. Das brachte natürlich eigentlich nichts, da er die Ratschläge seiner erfahrensten und besten Befehlshaber wie Campbell, Ligonier und Königsegg (der eher als Berater dabei war, da das kleine österr. Korps, das hauptsächlich inaktiv blieb von Moltke kommandiert wurde - bei mir nicht dargestellt) eh in den Wind schlug.

Campbell: Your, Royal Highness, my cavalry will do his duty, but I will not charge any of these vexing French bastards in the woods. That's not a job for cavalry and I hope your royal highness learned your lesson from Ingolsbys attempt to clear the wood.

Königsegg: Es steht recht schlecht um unsere Sache. Die Einnahme von dem Dorfe Fontenoy darf uns nicht zu der Annahme verleiten, wir hätten nun die Schlacht gewonnen. Im Gegenteil, Königl. Hoheit. Mit Verlaub, der Besitz von Fontenoy setzt uns mehr in Zugzwang denn je, denn die Bataillone so darinnen, sind völlig erschöpft und hielten keinem Gegenangriffe stand. Setzen wir allerdings zuviel auf eine Verstärkung so blieben uns keine Truppen am rechten Flügel. Fontenoy darf uns kein zweites Blindheim werden, wo Tallard eingeschlossen ward. Wenn ich bloß tausend Kroaten hätte, um die feindliche leichte Infanterie zu beschäftigen.

Ligonier: I'm sure, that our repelled batallions need your encouragement. I believe in their worth. But I plead you to be carefull. The French have very fine positions. We must rely on our hanoverian comrades. They fought very well, but there is so much more to do.

Waldeck (durch einen Boten): Cronström und Hessen-Philippsthal wollen von einem weiteren Angriff nichts wissen. Im Gegenteil hat sie das Beispiel unserer Garden verzagt gemacht. Philippstal sagt, wo er da bleibt wo er ist, brauche er bald nur noch die Kadaver unserer Gäule vor den Wällen von Antoing zu zählen, denn da ist kein Ruhm zu gewinnen. Ich kann nicht meine einzige Brigade, die mir noch bleibt riskieren, will aber mit meinen Geschützen die Schanzen vor mir beschießen, um einen Angriff durch die Eroberer Fontenoys zu unterstützen.

Cumberland: Well, very well. We attack! Damn the bloody dutch!

tattergreis

Registrierter Benutzer

Beiträge: 978

Spielsysteme: Basketball

Wohnort: Berlin

Clubforum: Spielen in Berlin

  • Nachricht senden

10

Montag, 5. Februar 2018, 13:03

Na dann hol Dir mal ne blutige Nase. Ist doch auch interessant, wenn man die gleichen Entscheidungen fällt wie der historische Befehlshaber :)
Worrias in faav! fo`

Pappenheimer

Registrierter Benutzer

  • »Pappenheimer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 772

Spielsysteme: Pikeman's Lament, Honours of War, Maurice, Fighting Sail

Wohnort: Freiburg

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

11

Montag, 5. Februar 2018, 13:22

Na dann hol Dir mal ne blutige Nase. Ist doch auch interessant, wenn man die gleichen Entscheidungen fällt wie der historische Befehlshaber

Das Problem ist auch ein bisschen spieltechnischer Natur. Wenn ich z.B. zuerst die Hannoveraner, die gerade in Fontenoy sind zurückziehe und dabei die Einheiten dahinter berühre, kann ich diese nicht mehr einsetzen. Viel hängt auch davon ab, wer als nächstes die Initiative bekommt. Kriegen die Franzosen als erste die Ini, so brauchen sie wahrscheinlich nur ein Mal Fontenoy attackieren und meine Hannoveraner sind weg, da sie schon 3 Hits haben. Bewegung und Charge findet in einer Runde statt. Von daher schön spannend und eng für beide Seiten. :) Am Samstagmorgen bin ich schlauer, wenn alles klappt. 8)

DonVoss

Il Creativo

Beiträge: 5 547

Spielsysteme: SAGA, Kugelhagel, T&T, Songs..., .45 Adventure ,Pulp Alley, BA, FistofKungFu,TVG, DHC7B, Lion Rampant, Donnybrooke

Wohnort: Berlin

Clubforum: Spielen in Berlin

  • Nachricht senden

12

Montag, 5. Februar 2018, 13:44

Ich finde die Idee cool, die Schlacht so unter zu skalieren... :thumbup:

Gelände is mir persönlich n bisschen zu Oldschool. Aber wer es mag.... ;)

Chers,
Don

Flotter_Otto

Registrierter Benutzer

Beiträge: 422

Spielsysteme: Muskets&Tomahawks, Black Powder mit Hausregeln, OWWII, Bolt Action, Phalanx&Legionäre, Hail Caesar

Wohnort: Kassel

Clubforum: Spielen in Nordhessen

  • Nachricht senden

13

Montag, 5. Februar 2018, 14:33

Die Skalierung der Bataillone auf Brigaden ist mir heute morgen in deinem Bericht auch aufgefallen. Gute Idee! Ohne zu großen Figureneinsatz gehen da auch größere Gefechte. Klar kann man die Gelände und Base-Gestaltung schicker machen. Aber das bedeutet auch einen erheblichen Mehraufwand. Mich beeindrucken die Figuren für diese Epoche bzw., wenn sie passend zu den jeweiligen Armeen bemalt sind. Ich habe eine ganze Menge Nordischer Krieg, überwiegend von Zvesda. Die gleichen Figuren als Franzosen und Österreicher zu verwenden, sieht toll aus. Da lassen sich für diesen Zeitabschnitt auch zahlreiche Gefechte mit passenden Armeen in Szene setzen. Wenn ich nur mehr Zeit hätte.
Gruß Bernd

Pappenheimer

Registrierter Benutzer

  • »Pappenheimer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 772

Spielsysteme: Pikeman's Lament, Honours of War, Maurice, Fighting Sail

Wohnort: Freiburg

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

14

Montag, 5. Februar 2018, 14:57

@ Flotter Otto und Don Voss
Eigentlich wollte ich sogar noch weniger Gelände verwenden, einfach um weniger als 2 Stunden zum Aufbauen zu brauchen. Ich kann halt meistens erst aufbauen, wenn es halb 10 oder so ist. Dann habe ich aber nach dem Aufbau nur 1-2 Stunden Zeit zum Spielen. Ein Problem war die Dörfer so auf dem Spieltisch zu positionieren wie im Szenario vorgesehen. Ich hatte noch keine rechte Ahnung wie ich das hinbekommen sollte, wenn ein BUA eigentlich nur 20x20cm hat. Bei so einem verhältnismäßig kleinem Tisch muss alles exakt an seiner Stelle sein, sonst funktioniert das ganze Szenario nicht. Eine Idee wäre wahrscheinlich einfach nur den Bereich zwischen Fontenoy und dem Bois de Barry zu bespielen. Aber das würde eine völlig andere Schlacht ergeben. Das Besondere an Fontenoy ist auch die enorme Tiefe der nötigen Platte durch die abgewinkelte Stellung der Franzosen. Keine einfache flache Aufstellung. Die britische Kavallerie blieb recht weit weg bei Vezon stehen. Die Karten sind auch widersprüchlich. Der Wälder, die Sam Mustafa zeigt, sind in Obscure Battles deutlich anders. Theoretisch lag direkt vor der Redoubt d'Eu laut manchen Angaben eher ein aufgeräumter Wald, manchmal auch als abgeholzt dargestellt. Weiter Richtung Ramecroix war er stärker bewaldet. Auch die Position der Holländer wird unterschiedlich angegeben. Auf einer zeitgenössischen Darstellung wird sogar mal der Eindruck erweckt, sie wären deutlich näher an die franz. Linien gelangt.

Ich hatte auch mal eine Version in 1,80x2,40 geplant. Aber ich denke, das ist realistischer wenn man nen ganzen Tag zum Aufbauen, einen zum Spielen und einen zum Abbau hat. Dann auch mit Brigaden zu mindestens 2-3 Bataillonen. Dummerweise bräuchte ich dazu auch noch mehr Briten. :whistling:

tattergreis

Registrierter Benutzer

Beiträge: 978

Spielsysteme: Basketball

Wohnort: Berlin

Clubforum: Spielen in Berlin

  • Nachricht senden

15

Montag, 5. Februar 2018, 16:52

Dummerweise bräuchte ich dazu auch noch mehr Briten


Ich bin überrascht, dass Deine Darstellung von Fontenoy schon mit eher wenig Truppen funktioniert. Das Ich-hab-zu-wenig-Truppen-Syndrom ist unheilbar (selbst Dirk Tietten malt jetzt Russen an, mit Waterloo ist er wohl durch 8| ), meines Erachtens muss man aber überlange Linien haben, damit man die Probleme der Truppenverlegung nachvollziehen kann.

Fontenoy :

Zitat

Fürs Tabletop:
Für mich keine besonders reizvolle Schlacht durch die Position der Franzosen und die wenigen Optionen der Alliierten,


Das ist aus Deinem thread über tabletop-Klassiker :)

Ich finde, je genauer man bei großen Schlachten hinschaut, desto interessanter werden sie: nehmen wir an, die Niederländer warten auf den Angriff der Briten und binden damit Truppen, oder der Angriff auf die Eu-Schanze ist erfolgreich, oder der britische Kav-Kommander fällt nicht aus und die Kav unterstützt den Angriff der Briten: ist damit nicht schon ein Erfolg möglich? De Saxe war ja sehr geschickt, und trotzdem war der Sieg kein überwältigender.

Guter thread! :thumbup:
cheers
Worrias in faav! fo`

Blüchi

Registrierter Benutzer

Beiträge: 871

Wohnort: deutsche Toskana

  • Nachricht senden

16

Montag, 5. Februar 2018, 17:13

Sehr schön.....wenn es bei mir mit dem Umzug Mai/Juni klappt...dann können wir das gerne auch ja auf 300-200cm Tisch spielen...steuere dann auch noch massig Figuren bei.

Flotter_Otto

Registrierter Benutzer

Beiträge: 422

Spielsysteme: Muskets&Tomahawks, Black Powder mit Hausregeln, OWWII, Bolt Action, Phalanx&Legionäre, Hail Caesar

Wohnort: Kassel

Clubforum: Spielen in Nordhessen

  • Nachricht senden

17

Montag, 5. Februar 2018, 18:15

So habe ich mir das auch gedacht. Dafür hast du aber gut improvisiert. Und 2,40m x 1,80m musst du erst mal zur Verfügung haben.

Pappenheimer

Registrierter Benutzer

  • »Pappenheimer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 772

Spielsysteme: Pikeman's Lament, Honours of War, Maurice, Fighting Sail

Wohnort: Freiburg

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

18

Dienstag, 6. Februar 2018, 10:09


1.
Ich bin überrascht, dass Deine Darstellung von Fontenoy schon mit eher wenig Truppen funktioniert. Das Ich-hab-zu-wenig-Truppen-Syndrom ist unheilbar (selbst Dirk Tietten malt jetzt Russen an, mit Waterloo ist er wohl durch 8| ), meines Erachtens muss man aber überlange Linien haben, damit man die Probleme der Truppenverlegung nachvollziehen kann.

2.
Fontenoy :

Zitat

Fürs Tabletop:
Für mich keine besonders reizvolle Schlacht durch die Position der Franzosen und die wenigen Optionen der Alliierten,


Das ist aus Deinem thread über tabletop-Klassiker

Ich finde, je genauer man bei großen Schlachten hinschaut, desto interessanter werden sie: nehmen wir an, die Niederländer warten auf den Angriff der Briten und binden damit Truppen, oder der Angriff auf die Eu-Schanze ist erfolgreich, oder der britische Kav-Kommander fällt nicht aus und die Kav unterstützt den Angriff der Briten: ist damit nicht schon ein Erfolg möglich?
3.
De Saxe war ja sehr geschickt, und trotzdem war der Sieg kein überwältigender.

1.
Ich fand so schon die Truppenverlegung schwierig, eben weil man durchquerte Einheiten nicht mehr bewegen darf, was ich aber als Regel auch logisch und nicht zu hart finde (anders als der eine DISR in Maurice).
2.
Vielleicht liegt meine Meinung zu Fontenoy auch daran, dass es einfach eine verhältnismäßig stark repräsentierte Schlacht im Wargaming wie in der Literatur ist. Das sehe ich ja schon allein an dem Zugriff hier auf den Thread. Andere Threads zu Simbach und Co dümpeln bei um die 300-400 Zugriffen rum und hier haben wir nach wenigen Tagen schon 225. Vielleicht kommt's durch Voltaire oder weil etwa doch die großen Namen zählen - dann müsste ja Lauffeldt auch später gut ankommen. Außerdem nennt Reed Browning die Schlacht bei Fontenoy eine der zwei Entscheidungsschlachten des Österreichischen Erbfolgekrieges - die andere ist Mollwitz. Mollwitz steht für den Sieg Preußens über Österreich wie Fontenoy für das Auswetzen der Scharte einer ganzen Reihe militärischer Misserfolge des Königs von Frankreich.
3.
Das kann man eben im TT nicht abbilden. Bei uns werden Schlachten meistens gewonnen indem Regimenter ausgelöscht, d.h. vom Spielfeld genommen werden. Bei den Briten waren aber keine Bataillone völlig platt gemacht. Die britische Infanterie stellte erneut unter Beweis, dass sie die beste in Europa war, indem sie einen mustergültigen Rückzug hinlegte, der von der exzellenten britischen Kavallerie gedeckt wurde. Feuernd und kämpfend sich zurück ziehen - das ist eine Kunst. Die Briten waren eben das ganze Gegenteil von den Franzosen. Sie waren unerschrocken und voll stoischer Disziplin, obendrein von einem Routinier auf dem Gebiet geführt: Ligonier. In der selben Situation wie die Briten wären die Franzosen sicher genauso geflohen und nieder gemacht worden wie bei Dettingen.
Sehr schön.....wenn es bei mir mit dem Umzug Mai/Juni klappt...dann können wir das gerne auch ja auf 300-200cm Tisch spielen...steuere dann auch noch massig Figuren bei.

Briten wären toll.
Ich denke, wenn man den Alliierten z.B. 2 Einheiten Infanterie mehr geben würde, sollte man den Franzosen 3 mehr geben, bei der Kavallerie dito. So bleibt die damalige Überlegenheit gewahrt (54.000 gegen 44.000). Ich hatte es immer so vorgesehen, dass evtl. die Verstärkungen unter Loewendahl halt erst ab der 2. Runde kommen. La Couronne war, glaub ich, dabei.

Wenn Du willst, mache ich ein größeres Szenario, wenn Du mir 1-2 Wochen davor, Deine britischen, niederländischen oder französischen Truppen schreibst, die Du beisteuern magst. Preußen nehme ich ja persönlich auch, halt ohne die Fahnen, als Niederländer, da tatsächlich auf Armeslänge recht zum Verwechseln ähnlich.
So habe ich mir das auch gedacht. Dafür hast du aber gut improvisiert. Und 2,40m x 1,80m musst du erst mal zur Verfügung haben.

Hab ich ja, wie in meinem Dettingen-Thread zu sehen. Ist für mich das maximal machbare.
http://www.sweetwater-forum.de/index.php…&threadID=22356

Maréchal Davout

Registrierter Benutzer

Beiträge: 1 544

Spielsysteme: Grande Armée, Saga, WHFB, Song of Drums and Shakos

Wohnort: Hildesheim

Clubforum: Spielen im Norden

  • Nachricht senden

19

Dienstag, 6. Februar 2018, 17:08

Danke für den 1. Teil des Schlachtberichts! Die Fotos machen schon was her und obwohl ich die Einheiten ja alle schon vorher gesehen haben müsste, entdecke ich doch immer wieder schöne, neue prächtige Details! :)

Blüchi

Registrierter Benutzer

Beiträge: 871

Wohnort: deutsche Toskana

  • Nachricht senden

20

Dienstag, 6. Februar 2018, 21:45

Kann mit Russen und Schweden dienen. Ok....Schotten und rote russische Grenadiere die auch als Weihnachtsmänner durchgehen. :D

Ähnliche Themen