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Pappenheimer

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Monday, 12. March 2018, 09:24

HoW: Carry on ... at Fontenoy 1745

Wir haben uns zu einem Refight von Fontenoy getroffen. Diesmal spielte Blüchi den Duke of Cumberland, Bayernkini den Prinzen von Waldeck und auf der Gegenseite mein Schwiegervater den Maréchal de Saxe, dem ich als Berater und Anführer der Truppen von Grammont, Clermont-Tonerre und Lutteaux zur Seite stand.

OOB.
Cumberland (Dep.)
Ilten (Dep.) 3 x han. Inf., 1 light artillery
Ligonier (Dash.) 3 x brit. Inf., 1 x brit. Elite Inf. (guards or highlanders), 1 x med. art.
Campbell (Dash.) 1 x brit. Cav., 1 x han. Cav. - shot at a 8-12 (replaced by Rothes (Dep.)


Waldeck (Dep.) 1 x hol. Elite Inf., 1x hol. Inf.,
1 x Art.(light) - Special rule for Waldeck: he can Rally off hits like a CinC.
Cronström (Dith.) 2 x hol. Inf.
Hessen-P. (Dith.) 1 x hol. Elite Cav., 1 x hol. Cav.


Saxe (Dash.)
Independent 1 x light Inf. (Grassin)
Grammont (Dith.) 1 x Elite Inf. (Gardes F.) - shot at a 8-12 (Charbanne/Dep. would replace him)
D‘Estrées (Dep.) 3 x Inf., 1 x light Art.
Lutteaux (Dash.) 1 x Elite Inf. (Irlandais), 1x Inf., 1 x light Art.
Montagne (Dep.) 2 x Inf., 1x drag., 1x Elite Inf. (Swiss), 1 x med. Art.
Herouville (Dash.) 4 x French Cav.
Clermont-Tonerre (Dash.) 2 x French Elite Cav.

French Special: Units near the king Rally off hits as with the CinC.


The battlefield: 2,00 x 1,20 m

Fontenoy + Antoing heavy cover

Both Redoubts light cover

River Scheldt not fordable

Marsh in front of Fontenoy and the Bois de Boulogne: halved movement for all cavalryunits


Victoryconditions:

Allied Major victory: Allies occupy Antoing and Fontenoy until the 8th turn and capture the French king.

Allied Minor victory: Allies occupy Fontenoy or Antoing until the 8th turn

French Major Victory: destroy half of the enemy's Units or one ally completely

French Minor Victory: hold Fontenoy and Antoing

Bayernkini

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Monday, 12. March 2018, 09:37

Obwohl ich ja nach dem ersten "nur theoretischen" Lesen der Regeln mehr als skeptisch war,
bin ich nach diesem für mich ersten Live-Spiel nicht mehr ganz so negativ eingestellt, obwohl ich im Nachgang doch noch den einen oder anderen Regelfehler entdeckt habe, die unser großer Tutor gemacht hat ;)

Da ich ja sowieso gerade die Peter Dennis Ausgabe "Jacobite ´45" habe, könnte ich mir aber vorstellen, für ein dortiges Szenario ein paar Papierminis fertig zu machen um HoW nochmal zu spielen.
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Pappenheimer

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Monday, 12. March 2018, 09:40


Die Anfangsaufstellungen aus Sicht der Holländer.
Vordergrund, ganz links Niederländische Elitekavallerie von Hessen-Philippstals Kommando, Mitte Cronströms Infanterie, rechts Waldecks Infanterie und Artillerie.
Mittelgrund, ganz links die Verteidiger von Antoing (Royal la Marine), Mitte Montagnes Artillerie und Dragoner, rechts die rot uniformierten Schweizer, dahinter die Garnison von Fontenoy.
Hintergrund, links die franz. Schlachtreihen, rechts die Briten und Hannoveraner.

Diesmal waren die britischen Elitetruppen besser erkennbar, da Blüchi seine Highlander dafür einsetzte.


Eine der frühen Entscheidungen des Spiels. Waldeck schickte rasch seine Infanterie vor (6=Admirable). Die Schweizer standen daraufhin vor der Schanze. So oder so waren sie Opfer ihrer isolierten Stellung.


Den Niederländern unter Waldeck (Bayernkini) gelang am Anfang auch einfach alles. Auch Cronström und Hessen-Philippstal rückten entschlossen vor.


Cumberland (Blüchi) hingegen agierte diesmal gänzlich anders als in unserem letzten Spiel. Seine hannoveranische Infanterie blieb im zweiten Treffen. Die Highlander marschierten auf die Redoute d'Eu vor.

Ich sah mich gezwungen mit den Gardes Francaises die Redoute zu besetzen. Die besten Truppen an dem Flügel also gegen die besten britischen.


Ein heftiges Feuergefecht setzte ein.
Es zeigte sich rasch, dass die Franzosen dem britischen Peleton-Feuer nicht gewachsen waren. Obendrein war Estrées nicht heran gerückt und er hatte auch vergessen seine leichte Artillerie einzusetzen. Mince alors!


Nachdem sich Grammont entschlossen hatte seine Garden nicht etwa zu opfern sondern nach einigen Verlusten zurück zu nehmen, schickte de Saxe die Cuirassiers du Roi in einem hitzköpfigen Ansturm in die wohl geordneten Linien von Ligoniers Infanterie.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pappenheimer« (12. March 2018, 09:48)


Pappenheimer

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Monday, 12. March 2018, 09:43

Obwohl ich ja nach dem ersten "nur theoretischen" Lesen der Regeln mehr als skeptisch war,
bin ich nach diesem für mich ersten Live-Spiel nicht mehr ganz so negativ eingestellt, obwohl ich im Nachgang doch noch den einen oder anderen Regelfehler entdeckt habe, die unser großer Tutor gemacht hat

Ja, z.B. die 1en, die hätte der Maréchal de Saxe weil Dashing nachwürfeln dürfen. Macht aber im Großen und Ganzen nix für den Spielfluss.
Danke fürs Mitmachen. :)

Ich schreibe mal heute im Laufe des Tages den Bericht so weiter, soweit mir Blüchis Fotos reichen, füge ich sie direkt ein.
:)

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Monday, 12. March 2018, 10:05

Für seine vorsichtige Vorgehensweise bekam Grammont auch ständig ein "Feigling!" vom feindlichen Lager herüber gerufen. Dafür war de Saxe um so entschlossener.

Die Schweizer trafen leider kein Scheunentor und wurden nach einem schwachen Auftritt und von Front und Flanke beschossen aus dem Feld geschlagen. Auch die Arquebusiers de Grassin erwiesen sich diesmal als ausgesprochen ungeschickt. Ihr Plänklerfeuer aus dem Walde heraus konnte den mutig vorrückenden Highlandern kaum etwas anhaben und sie wurden auch nicht mit dem Bajonett angegriffen, sondern ließen sich, da sie sich nicht rechtzeitig zurückzogen, zusammen schießen.


Wie man hier sieht hatten die Briten mit starkem Musketenfeuer und heftiger Artillerieunterstützung Fontenoy leer geschossen, während die Verteidiger kaum etwas ausgerichtet hatten. Der einzige "Erfolg" lag noch im Himmelfahrtskommando der Cuirassiers du Roi, der einen Teil der Briten zum Rückzug gezwungen hatte, wodurch der Druck auf den linken franz. Flügel leicht abgenommen hatte. (Ganz unten auf dem Foto das britische Regiment mit der braunen Regimentals Colour ist die zurückgeworfene Einheit).


Bildmitte: Kurz darauf rückte Estrées mit allen 3 Brigaden vor. Eine besetzte die Redoute d'Eu und zwei sollten eigentlich die Highlander ausschalten, die sich aber geschickt nach links absetzten.
Bild oben links: Die niederländische Kavallerie unter Hessen-Philippstal wurde dazu verheizt das Feuer der franz. Truppen Montagnes einzustecken. Eine Brigade attackierte frontal Montagnes Artilleriebatterie und wurde mit Kartätschen empfangen.
Rechts davon: De Saxe unternimmt einen selbstmörderischen Angriff mit 1 Brigade Kavallerie (Clermont-T.-Cav.), um das weitere Vorrücken von Waldecks Truppen zu stoppen.
Bild oben recht: Lutteaux (ich) geht davon aus, dass der hannoveranische Angriff durch den Bois de Barry nun nicht mehr erfolgen wird. Daher schickt er seine Infanterie in einem Schwenk nach links Richtung Fontenoy, eigentlich um das Loch an Infanterie in dem Raum zu stopfen, welches durch das Zurückfallen der Dragonerbrigade entstanden ist. Die Maison du Roi (rechte Bildecke oben) rücken mal hierhin, mal dorthin. Wissen nicht, ob sie eventuell eine Umgehung von Iltens Hannoveranern oder Campbells Kavallerie blockieren müssen.


Hessen-Philippstals letzter Angriff. Seine Reiter rennen in die tödlichen Kartätschen von Montagnes 8-Pfündern. Ganz rechts erkennt man wie holländische Infanterie die heransprengenden franz. Reiter zusammen schießt.

Pappenheimer

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Monday, 12. March 2018, 10:14


Hier sieht man neben dem Spielfeld schon die hohen franz. Verluste: 3 Einheiten Infanterie und 2 Einheiten Kavallerie. Die Alliierten hatten zu dem Zeitpunkt nur die als Kugelfang genutzten Reiter Hessen-Philippstals, 2 Brigaden stark, eingebüßt.

Bild oben: Cronström und Waldeck gehen entschlossen auf Antoing vor, das im Wesentlichen nur von einer Brigade fran. Infanterie gehalten wird.
Bildmitte: Briten halten Fontenoy mit Infanterie. Estrées Truppen sind zum Teil zurückgeworfen. Die Briten haben noch immer nur geringe Verluste, die Hannoveraner fast garkeine.


Ein schönerer Blick auf den britischen Flügel. Nur eine Brigade (King's Regiment) ist Estrées Angriff zum Opfer gefallen.

Daraufhin musste Blüchi gehen und Bayernkini übernahm den Oberbefehl über die gesamten Alliierten.

...

Bayernkini

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Monday, 12. March 2018, 10:22

Wieso sind deine Bilder immer so trübe...., oder sollte ich mal meine Brille putzen ;)
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Blüchi

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Monday, 12. March 2018, 10:29

Liegt wohl an meiner alten handykamera....auch das Licht war suboptimal. ..nächstes mal pack ich die Urlaubswumme ein. Haja der erste Wurf in diesem spiel für die Holländer war federführend. Die Würfel waren ganz gut ausgeglichen (papes schwiegervater hat ja auch ganz gut 4er und 5er rausgehauen) aber die besseren ausgangs Werte der Briten machten sich schnell bemerkbar.

Bayernkini

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Monday, 12. March 2018, 10:31

Hier meine Bilder, die genaue Zuordnung kann ich nicht mehr treffen, hab mich ja aufs Regelwerk konzentrieren müssen :)























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Pappenheimer

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Monday, 12. March 2018, 11:23

Toll diese ganz andere Farbigkeit.

Alle Bilder bis aufs Letzte hatte ich schon erläutert. Das Letzte stammt wohl aus dem dramatischsten Moment der Schlacht in Runde 7.

Cronström kam etwa in Runde 5 in die Pötte. Er attackierte mit seinen Truppen Antoing. Die führende Brigade, die Antoing im Sturm nehmen wollte, wurde durch heftiges Abwehrfeuer dezimiert und im Nahkampf zurück geworfen und flutete dann in die bereits angeschlagene Infanterie dahinter hinein. Dadurch wurde auch diese Infanterie mitgerissen und zog sich ebenfalls zurück. Der Rest auf dem holländischen Flügel ist rasch erzählt. D'Estrées Truppen gelang es die enorm widerstandsfähigen Holländer Waldecks endlich zu treffen, welche schon die franz. Kavallerie zurückgeworfen hatten. Mit Kartätschenfeuer wurde die Hälfte von Waldecks Infanterie vernichtet. Die andere Hälfte, das waren die Garde de Voet, stürmten Antoing, dessen Verteidiger durch das effektive Kartätschenfeuer der niederländischen Artillerie sehr dezimiert waren. Immerhin 5 Runden hatten sie massivem Beschuss stand gehalten und auch die niederländische Kavallerie mit Flankenfeuer geärgert. Waldeck ließ Antoing mit Artillerie und Garde de Voet besetzen. Durch guten Beschuss konnten sie als letzten Erfolg auf dem Flügel Montagnes Artillerie ausschalten.

Durch die nunmehr doch recht bedeutenden Verluste der Alliierten auf dem niederländischen Flügel v.a. (2x Kav., 1x Inf.) waren auch die Alliierten dem Brechen der Armeemoral nahe. Desgleichen die Franzosen. Diese verfügten immerhin noch über ungebrauchte Reserven in Form von Lutteaux und der Maison du Roi.

Lutteaux riet d'Estrées, der mittlerweile auch eine Brigade Infanterie verloren hatte, die Redoute d'Eu zu räumen. Stattdessen wurde sie von den widerstandsfähigeren Iren eingenommen. Die Franzosen bereiteten alles zu einem finalen Schlag entweder gegen Fontenoy oder gegen Antoing vor. Die Briten rückten mit einer Brigade aus Fontenoy vor, die dann vernichtet wurde.
In der letzten Runde stürmten die Iren gegen die Highlander vor der Redoute d'Eu vor (Bayernkinis unterstes Foto) und vernichteten sie mit dem Bajonett, da die Highlander zugleich von d'Estrées Infanterie in der Flanke angegriffen wurden. Die Iren hatten das garnicht tun sollen, aber waren übermotiviert.
Die hernach an die Reihe kommenden Hannoveraner nutzten die Gunst der Stunde und okkupierten die frei gewordene Redoute d'Eu. Von dort aus wurde die Hälfte von Lutteaux Infanterie - die Brigade La Couronne - beschossen und zum Rückzug gezwungen.


Nun kam die Stunde der Garden und der franz. Kavallerie.

Ligonier und Ilten (beides nun Bayernkini) nahmen die armen Iren mit 2 Brigaden in die Zange um sie aufzureiben. Gewissermaßen eine unnötige Aktion wie der eine Kavallerieangriff der Franzosen einige Runden zuvor, als die franz. Kavallerie die ohnehin durch Kartätschen vernichteten holländischen Reiter in der Flanke fassen wollten. Hérouville, der franz. Kavalleriebefehlshaber, sah seine Chance und stürmte mit seinen beiden letzten Brigaden vorwärts. Die Brigade Berry griff die aus der Redoute d'Eu die Iren im Rücken anfallenden Hannoveraner seinerseits im Rücken an - vielleicht hat Cumberland diese Gefahr im dichten Gedränge übersehen. Nicht nur, dass die Brigade Berry die Hannoveraner durch den Rückenangriff aufrieb sondern in der Verfolgung weiterjagte und auch noch die dahinter stehende britische Brigade vernichtete. Die Iren waren eh längst passé. Hier an der Stelle also zwischen der Redoute d'Eu in einer Runde drei vernichtete Brigaden: 1 franz. (die Iren) und 2 alliierte.
Um dem ganzen die Krone aufzusetzen stürmten nun die Gardes Francaises, die seit Ewigkeiten zurückgehalten worden waren auf Antoing zu. Zwar schlug ihnen ein heftiges Feuer entgegen, aber auch die Garde de Voet bekamen ihren Teil ab. Da sich die Garde de Voet nie sammeln konnten, da sie immer hart am Feind waren, wurden sie vernichtet. Der Versuch der Gardes Francaises Antoing zu erobern scheiterte aber am Widerstand der dortigen Artillerie. Die Gardes Francaises mussten sich ehrenvoll zurückziehen.


Ende.
Die Alliierten hatten somit am Ende beide Ortschaften in ihrem Besitz und waren in Runde 6 nahe an einem vollständigen Sieg.
Doch sie hatten in Runde 7 zu hohe Verluste hinnehmen müssen. Mit 9 ausgeschalteten Brigaden war ihre Armeemoral gebrochen und sie hatten eine Niederlage eingefahren. (Habe ich erst nach einem Ausrechnen danach rausbekommen, auch wenn man schon deutlich sah, dass die aggressive Art der Alliierten deutlich deren Reihen gelichtet hatte.)

Verluste:

Franzosen
2 Brigaden Linieninfanterie
2 Brigaden Fremdregimenter Eliteinfanterie
1 Brigade leichte Infanterie (Arq. de Grassin)
2 Brigaden schwere Kavallerie
1 mittlere Artilleriebatterie
= 8 Punkte

Pragmatische Armee
2 Brigaden schwere Kavallerie (alle hol. Kav.)
1 Brigade hol. Inf.
1 Brigade hol. Garde
1 Brigade britische Eliteinfanterie (Highlanders)
2 Brigaden britische Linieninfanterie
2 Brigaden han. Infanterie
= 9 Punkte

Insgesamt hatte sich die Feigheit der Franzosen v.a. gegen Ende ausgezahlt. Fontenoy zurück zu erobern war ohne brauchbare Artillerie, nachdem diese von den Niederländern weggeputzt worden war, illusorisch.
Am Ende war auch viel Glück dabei. 2 Einheiten Franzosen mehr vernichtet und sie hätten verloren oder beide Armeen wären gebrochen gewesen. Der Angriff der Brigade Berry war ein großer Glücksfall. Trotz Verlusten zogen sie sich nicht zurück und wollten sogar nachsetzen (auf ne 4-6 klappt das). Außerdem war d'Estrées Infanterie ja eigentlich im Eimer und Campbells Kavallerie hätte sie auch wegwischen können, wenn ja wenn das Schlachtfeld zwischen der Redoute und Fontenoy nicht so eng und für Reiterangriffe auf breiter Front besser geeignet gewesen wäre.

Ein franz. Sieg, aber ein verflixt teuer erkaufter. De Saxe und der König wären beinahe gefangen genommen worden. V.a. de Saxe stand immer wieder exponiert herum, um die Truppen v.a. Lutteaux und Estrées vor zu schicken.

Tolles Spiel. Danke an Schwiegerpapa, Blüchi und Bayernkini fürs Mitspielen. Danke an Blüchi und Bayernkini fürs Fotographieren. Dank an Blüchi für die teilweise super zum Szenario passenden Truppen. La Couronne und Diesbach waren ja tatsächlich an den Stellen in der historischen Schlacht dabei! :thumbsup:

Pappenheimer

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Monday, 12. March 2018, 11:37

Es war auch wirklich ein Bier- und Brezelspiel, denn es gab Bier und Brezeln am Höhepunkt der Schlacht. :D

Wir haben ab etwa 10:45 bis etwa 15:30 gespielt, wenn ich mich nicht irre. 16:30 oder so hatte ich wieder aufgeräumt. Fast 5 Stunden scheint erstmal etwas viel. Aber 2 Spieler hatten das Regelwerk noch garnicht gespielt und 1 Spieler schon ewig nicht mehr (eher 1 1/2 Jahre müsste es her sein). Ich habe halt kaum nachgeschlagen und daher wie Bayernkini richtig bemerkt etwas übersehen. Z.B. dass Durchdringen von Einheiten die Hälfte des Movement kostet. Macht im Endeffekt nicht viel und lieber mache ich einen Fehler, als dass ich stundenlang irgendeinen Paragraph suche und es war ja nicht einseitig negativ in der Auswirkung.

Das Szenario von Sam Mustafa führt dazu, dass man von Anfang an recht rasch aufeinander rum hämmert. Das macht, dass es nie langweilig wird. Der gestohlene Marsch am Anfang dominierte das Spiel. Bis auf eine Runde, wo Bayernkini mal 3 Kommandos nicht bewegen konnte (Cronström, Campbell und Ilten) haben die Alliierten meistens gut bewegen können. Die beiden BUAs und der wichtige Wald sowie die beiden Redouten (immerhin eine weniger als von S.Mustafa vorgesehen) hemmen die Bewegungen schon ziemlich. Dadurch muss man viel Grübeln. V.a. die rasche Einnahme Fontenoys ist immer ein Problem für alle künftigen franz. Pläne. Fontenoy sinnvoll zu unterstützen ist schwer möglich. Außerdem hatte diesmal Cumberland massiv Artillerie vor dem Dorf aufgefahren und so oder so hätten die zwei Brigaden dem Angriff von zwei Seiten kaum widerstehen können. (Einfach kleverer kombiniert als Cumberland und Waldeck 1745.)

Blüchi

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Monday, 12. March 2018, 12:41

Die "dice of hell" haben im ersten Wurf anscheinend schon alles gegeben :D . War sehr schön und war nach einer kompletten Runde wieder weitgehenst in den Regeln drinn. Das die Franzosen doch noch das Ruder herum drehen konnten ist echt verwunderlich . Waren sie doch in einer sehr hoffnungslosen Situation. Vor allem die Verstärkungen waren noch weit vom Geschehen entfernt und die vorhandene Kavallerie schwer dezimiert durch die aufopfernden Gegenangriffen am Anfang. Das Szenario finde ich wirklich Klasse...evtl mal etwas größer.....Gelände wie Einheiten. Etwas mehr Abstand zwischen den Dörfern und Wald macht ein bisschen mehr manövrieren mgl.

Pappenheimer

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Monday, 12. March 2018, 13:15

Das die Franzosen doch noch das Ruder herum drehen konnten ist echt verwunderlich . Waren sie doch in einer sehr hoffnungslosen Situation.

Ausnahmsweise zahlte sich mal die Auffassung meines Schwiegervaters aus, dass Chargen mit Kavallerie das eigentlich wesentliche für einen Franzosen ist. Noch nie hatten wir aber auch soviel Glück damit wie diesmal. Eine Kavalleriebrigade die zwei Infanterieeinheiten zu Klump haut - aua!

Andererseits habt ihr eure Erfolge ja auch auf Kosten eurer Truppen gemacht. Die Niederländer wurden ja nie freiwillig zum Sammeln zurück gezogen, sondern kannten nur eine Richtung: vorwärts. Wenn man sich den Feind immer vom Leib halten kann, klappt das. Aber auf die Dauer war es natürlich auch gefährlich. Ich hingegen habe auch mal Einheiten mit 2-3 Hits zurück gezogen, auch wenn das dazu führte, dass wir Fontenoy nie ernsthaft versucht haben zurück zu erobern. Mit 2 Hits drauf gegen superior schießende Briten? Ne jamais! Nicht mit mir. ;) :D

Ja, mehr Platz wäre schon cool. Z.B. dass wenigstens zwei Bataillone nebeneinander zwischen der Redoute und Fontenoy durch können. Klar historisch war es auch eng. Berry erwähnt ja, dass die Briten statt in 3 in 6 Rängen tief mit Infanterie vorgingen, um die Frontbreite zu verringern. Von daher müssten sie auch schlechter schießen - aber das wäre vielleicht zu speziell.

Blüchi

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14

Monday, 12. March 2018, 13:46

Dachte an drei und im Zentrum vier . Na dann möchte ich nie wieder was über die Fähigkeiten der französischen Kav hören :D

Ja die Alliierten hätten doch mal Pause einlegen sollen oder mehr auf den holländischen Flügel einschwenken....die Hannoveraner waren ja da um genug Druck aufs Zentrum zu machen und ausgeruht ja eh um den französischen Reserven stand zu halten.

Pappenheimer

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Monday, 12. March 2018, 13:49

Ich versuche mal den Kommandeur der franz. Kavallerie zum Hochladen seiner Fotos zu bringen. Hoffe, die sind was geworden. 8)

Maréchal Davout

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Monday, 12. March 2018, 14:53

Das hat Spass gemacht zu lesen! :) Knappe Sache und spannend!

Bayernkini

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Tuesday, 13. March 2018, 11:47

Nachdem ich nun noch ein paar mehr Regelfehler entdeckt habe, die unser Tutor nicht bemerkt hat (oder bemerken wollte) aber sich für seine Seite positiv ausgewirkt haben,
erkläre ich die Allierten eindeutig als Sieger ;)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bayernkini« (13. March 2018, 11:56)


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Tuesday, 13. March 2018, 12:58

Nachdem ich nun noch ein paar mehr Regelfehler entdeckt habe, die unser Tutor nicht bemerkt hat (oder bemerken wollte) aber sich für seine Seite positiv ausgewirkt haben,
erkläre ich die Allierten eindeutig als Sieger

Sehe mich ja nicht als Tutor.

Wahrscheinlich lege ich die Regeln generell für manch einen zu flapsig aus oder vielleicht nur für Dich.

Ich hab mich gefreut, dass sich mein Schwiegervater über den Charge mit den Schweren Reitern freute und wenn das mit den Reitern nochmal vorkommen würde, würde ich den Charge auch erlauben bzw. dafür votieren ihn zuzulassen, selbst wenn es nicht regelkonform ist. Sonst kann Kavallerie ja eh nichts außer sich zusammenschießen lassen.
Anhand der Äußerungen des Regelautors ist er auch eher meiner Auffassung, dass Gentlemenagreement tausendmal wichtiger ist als selbst seine eigenen Regeln.
Nebenbei bemerkt wäre wahrscheinlich auch der Charge mit den Cuirassiers du Roi nicht zulässig gewesen, weil die erste durchdringende Bewegung halbiert worden wäre etc. pp.. (Nebenbei bemerkt ist mir ja auch an der Stelle zu euren Gunsten aufgefallen, dass wir die Supporting Units mit einzurechnen übersehen hatten, was dann doch nicht bloß zum Retreat sondern Done Fore der Cuirassiers leider, aus franz. Sicht, führte - also sooooo flapsig bin ich nun auch wieder nicht. :laugh1: )
Was zu der Frage führen würde wozu man überhaupt Kavallerie aufstellen soll, wenn diese nur Chargen darf 12 Uhr Mittag bei Neumond... :D oder eben selbstmörderisch.

Ein Problem ist sicherlich, dass die Regeln kein Glossar haben. Auf der QRS (Download auf Osprey-HP oder HoW-HP) findet man die zahlreichen Einschränkungen zu Charges garnicht.

Beim nächsten Mal sollten wir auch die Entfernung des Schießens aus BUAs einfach ab der erkennbaren Kante des BUA messen. Umgedreht würde man eine Einheit auch treffen, wenn sie hinter einer Mauer steht, wenn die Mauer innerhalb der Reichweite liegt. Ich mache ja extra bei BUAs Mauern, wo keine Gebäude als Begrenzungen dienen. (Keith Flint nimmt 15mm-Gelände auf braunen regelkonform kleinen Matten, was wohl bezeichnend für seinen Stil aber für mich nicht sonderlich hübsch ist.)

Es kann sein, dass das Terrain, das von Sam Mustafa angegeben wird, für HoW ungeeignet ist. Wie Blüchi schon sagte, ist zwischen den Ortschaften kein Platz für Bewegungen und dabei versuche ich die BUAs mit 1-2 Häusern klein zu halten und dadurch maßstabsgerecht zu bleiben.
Ich hatte vorab mal AARs des Szenarios von MAURICE-Spielern angeschaut. Die hatten aber in etwa die selben Probleme. Sam Mustafa haut ja gleich noch mehr und teilweise wenig plausible Wälder rein, die massig DSR v.a. den Angreifern aufbrummen würden.
Deswegen habe ich den scheinbar fiktiven Hügel aus Mustafas Szenario entfernt und auch die Wälder und Redouten reduziert. Ich habe stattdessen Ramecroix herein genommen, was aber eher nur Staffage ist, da es am Spielfeldrand liegt.
Für ein künftiges Szenario fände ich es reizvoll evtl. die Dörfer hinter der holländischen Aufstellung reinzunehmen. Hier haben sich nach der ersten abgeschlagenen Angriffswelle die niederländischen Bataillone und Eskadrons wieder gesammelt - vielleicht ein bisschen geschützt vor dem franz. Artilleriefeuer.
Meine Platte gestattete z.B. in Kolonne mit britischer Kavallerie den Bois de Berry zu umgehen, was ich eine interessante Option fand, da ein Teil der alliierten Generale dafür eh plädiert hatte.

Wenn Dir trotz der nicht regelkonformen Aktionen ( ;) ) HoW ein bisschen gefallen hat, kannst Du ja mal ein Szenario für Deine Papierarmeen machen. Ich spiele gerne mit und nehme Dir auch eine strengere Regelauslegung nicht krumm. ;) :D

Außerdem ist eine unterschiedliche Auffassung, wer eine Schlacht gewonnen hat, sowas von tophistorisch. :smiley_emoticons_pirate2_biggrin:

Blüchi

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Tuesday, 13. March 2018, 13:07

Das würde bedeuten das man zweimal mit der Kav den Fluss/Bach überqueren muss ?und dann hinter dem Dorf zwischen hkl und der französischen Verstärkung rauskommt ?

Kniva

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Tuesday, 13. March 2018, 13:15

@Pappenheimer

Zitat

Das Szenario von Sam Mustafa führt dazu, dass man von Anfang an recht rasch aufeinander rum hämmert.


Wenn ich das richtig verstehe, habt ihr nach den Regeln HoW gespielt, aber Gelände und auch Truppenzahlen nach "Maurice" aufgebaut. Stimmt das so?

Habt ihr Fontenoy mal nach den Maurice-Regeln gespielt?

Gruß

Kniva

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